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Rallye-ÖM: Steiermark

Schöner Erfolg

Trotz der starken VW-Konkurrenz konnten sich Michi Böhm und Rupert Schachinger die Plätze zwei und drei in der Dieselwertung holen.

Das Team von Christian Böhm kam als Führende in der Dieselwertung zur ARBÖ-Rallye nach Admont und wollte nicht nur eine gute Figur machen, sondern auch die Zuverlässigkeit und die Standfestigkeit der Fiat Stilos wieder unter Beweis stellen.

Auf Grund der Papierform war eines klar: Hannes Danzinger in KitCar war auch hier nicht zu fordern, denn der Leistungsunterschied zum Fiat Stilo 16 V ist einfach zu groß. Auf der einen Seite an die 280 PS und mehr als 500 Nm Drehmoment und auf der anderen Seite etwas über 200 PS und 400 Nm. Trotzdem wollte Michael Böhm unter die ersten Drei der Dieselwertung fahren und zumindest eines der drei VW KitCars hinter sich lassen.

Um der numerisch starken VW Armada Paroli zu bieten und die Markenvielfalt zu erhalten setzte das AUTO-aktuell Team noch einen weiteren Fiat Stilo, das Vorjahresauto von Michi Böhm, in Admont ein. Kein geringerer als Rupert Schachinger, Junioren Rallyemeister 2004, konnte dafür gewonnen werden.

"Ich weiß, dass mein Stilo nur an die 175 PS leistet, eigentlich viel zu wenig um gegen die Fünfer Golfs bestehen zu können, aber ich versuche mit meiner Erfahrung, dem guten Fahrwerk und den Pirelli-Reifen das Beste daraus zu machen", war Schachinger positiv eingestellt.

Was die beiden Fiat-Piloten dann in Admont zeigten war eine kleine Sensation. Danzinger stürmte zwar ab der ersten SP davon aber dahinter bereits Michi Böhm im Fiat Stilo. Böhm gab seinen zweiten Platz in keiner Phase des Rennens ab und baute den Vorsprung auf Herbert Breiteneder im zweiten KitCar kontinuierlich auf zwei Minuten auf.

Der bestplatzierte VW Golf V lag im Ziel bereits mehr als sieben Minuten hinter Michi Böhm. Michael Böhm war entspannt und gut drauf, wuchs förmlich über sich hinaus und markierte auf dem Schotter-Asphalt Rundkurs Hall mit 9:58 Minuten eine achte Gesamtzeit.

An elfter Stelle liegend kam er zur letzten Sonderprüfung "Kaiserau" und schaffte es, den vor ihm liegenden Mitsubishi von Lichtenegger um 41 Sekunden zu distanzieren. Somit stand eines fest: die beste Platzierung für Michael Böhm mit einem zehnten Gesamtrang.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich Breiteneder im Kitcar so leicht kontrollieren kann. Mein Stilo lief einwandfrei und außer tanken und Reifen wechseln gab es für unsere Mechaniker nichts zu tun. Jetzt gehe ich locker ins Waldviertel und kann abwarten, da Hannes Danzinger gewinnen muss um Dieselmeister zu werden", erklärt Michael Böhm.

Ähnlich spektakulär wie Böhm begann auch Schachinger, der sich hinter Breiteneder und Spielbichler an die fünfte Stelle setzte und diese gegen alle anderen Golf´s erfolgreich verteidigte.

Sein ärgster Konkurrent Alfred Leitner hatte im Ziel aber bereits eineinhalb Minuten Rückstand. Da Spielbichler sein Kitcar wieder arg ramponierte und auch Breiteneder in der letzten Wertungsprüfung von der Strasse rutsche gelang Schachinger der Sprung aufs Podest.

Damit war stand eines fest: ein tolles Ergebnis für das AUTO-aktuell Rallye Team mit einem zweiten und dritten Platz in der Dieselwertung und einem zehnten und einem fünfzehnten Gesamtrang.

Außerdem konnte man nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit der Fiat Stilos unter Beweis stellen. Zwei Autos am Start- zwei Autos unter den ersten Drei im Ziel, eine hervorragende Leistung.

"Ich bin glücklich über dieses tolle Ergebnis. Wurden wir zu Jahresbeginn noch belächelt, so werden wir heute schon ernst genommen. Die Entwicklungsarbeit und der Einsatz des gesamten Teams haben sich gelohnt. Auch die Einstellung und das Auftreten unserer beiden Fahrer ist vorbildlich und bringt positive Stimmung ins Team."

"Jetzt gehen wir als Führende in der Dieselwertung zu unserer "Heimrallye" ins Waldviertel und können abwarten. Danzinger muss beide Tageswertungen gewinnen um Meister zu werden, wir können ohne Druck fahren. Ich sehe unsere Chance am ersten Tag auf Schotter, denn da ist der Leistungsunterschied nicht so spürbar. Außerdem wird Rupert Schachinger auch im Waldviertel wieder unseren zweite BP-Stilo pilotieren", erklärt Teamchef Christian Böhm.

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