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Teamchef Christian Böhm ist sauer

Unmut im Team von Michi Böhm, nachdem es dem Team nicht gestattet wurde, das verunfallte Auto zu bergen, knallte Seppi Stigler ins Heck des Stilo.

In der Dieselwertung lief es für den Pokalsieger Michael Böhm zu Beginn nach Plan. In SP eins nur 3,4 Sekunden hinter Danzingerim Fünfergolf, konnte er den Rückstand in SP zwei auf eine Zehntel Sekunde verringern und ging voll motiviert in die extrem lange Sonderprüfung drei, wo der Stilo in einer Rechtskurve von der Strecke kam.

"Am Ende einer recht schnellen Waldpassage sind wir im vierten Gang voll ausgedreht mit ca. 140 km/h in eine Rechtskurve beinahe geradeaus frontal gegen einen Baum geprallt. Wir waren einfach zu schnell. Gott sei Dankhaben wir diesen Unfall beinahe unverletzt überstanden", war Michael Böhm leicht geschockt, denn Beifahrer Christoph Göschl hat sich beim Anprall das rechte Handgelenk gebrochen.

Der große Schock kam leider später: Der Oberösterreicher Sepi Stigler stellte sein VW Golf Kit-Car exakt im Abgrund jener rutschigen Kurve der Sonderprüfung im Theklagraben ab in dem schon Michael Böhms Fiat Stilo lag.

Nach dem Frontschaden, der nach der ersten Besichtigung durch die Mechaniker des Fiat Teams in knapp einer Woche repariert hätte werden können ist das Heck des Stilo, das durch den VW von Stiegler verstümmelt wurde, kaum noch zu reparieren.

Durch den Anprall des Golfs wurde der gesamte Rahmen gestaucht , die Seitenwand eingedrückt, die Heckklappe beschädigt und die Hinterachse samt Rad um einige Zentimeter nach vorne geschoben.

"Wir wollten unseren Fiat zwischen den beiden Umläufen bergen, was uns vom SP-Leiter leider untersagt wurde. Trotz mehrmaligen Anrufen durch unsere Mechaniker, Michael war mit Christoph bei der Untersuchung im Spital, wurde dies abgelehnt. Leider hat es der Veranstalter daraufhin verabsäumt den Fiat durch einen Streckenposten zu sichern, denn an dieser Stelle sind auch in den Vorjahren immer wieder Fahrzeuge von der Strecke abgekommen."

"Somit konnte der Veranstalter und der SP-Leiter damit rechnen, dass so etwas wieder passieren würde. Wir hätten mehr als genügend Zeit gehabt den Stilo aus der "Schusslinie" zu bringen und den zusätzlichen Schaden von ca. 12.000
- 13.000,- Euro zu vermeiden."

"Fraglich ist, ob wir den Stilo jetzt überhaupt reparieren können. Meiner Ansicht haben die verantwortlichen Funktionäre in diesem Fall versagt. Auch bin ich über den VW-Piloten Stigler enttäuscht, der bei der von uns organisierten Bergung nicht ein Wort der Entschuldigung fand", so Teamchef Christian Böhm.

"Das VW Golf Kit-Car ist laut VW Pressemitteilug im Bereich des linken vorderen Radkastens beschädigt und wird bis zur Bosch Super Plus, dem nächsten Lauf zur ÖM, wiederum repariert, ob wird dies auch mit unserem Fiat Stilo schaffen ist mehr als fraglich. Wichtig ist aber, dass Beifahrer Christoph Göschl, der sich das rechte Handgelenk gebrochen hat, wieder vollkommen gesund wird und auch Michael seine Prellugen und das Peitschenschlagsyndrom vollständig auskuriert."

Der zweite Fiat Stilo mit Patrick Breiteneder und Barbara Watzlwar am Freitag recht gut unterwegs und lag zum Ausfall von Böhm an der siebenten Stelle der Dieselwertung. Am Samstag fiel auch Fiat Teamkollege Patrick Breitenender, der in der letzten SP am Freitag mit einer Dieselbestzeit aufzeigte, nach einem Ausrutscher aus.

"Bei unserem Stilo hat dich nach einem leichten Anprall an einen Baum der Turboschlauch und die Ölleitung gelöst und wir haben , um einen Motorschaden zu vermeiden, aufgegeben, Jetzt heißt es sich gut auf die Bosch Rallye vorzubereiten." erklärte ein etwas enttäuschter Patrick Breiteneder.

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