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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Unverhofft Zweiter

Zu einem unerwarteten Erfolgserlebnis bei den Historischen kamen Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer mit ihrem Opel Kadett GT/E.

Und das, obwohl die Bosch-Rallye für sie eigentlich ganz katastrophal begonnen hatte: Es gelang ihnen zwar auf den beiden Durchläufen des Rundkurses Pinggau für den Anfang eine ganz gute Zeit, was auf der regennassen Strecke keine Selbstverständlichkeit war, als es das zweite Mal über den Rundkurs Pinggau ging, kam es jedoch zu einem Dreher, sodaß der Kadett mit der hinteren Stoßstange voran auf die Schikane zufuhr und mit einem Blechfaß zusammenstieß. Sowohl der Zeitverlust als auch der Schaden am Auto hielten sich in Grenzen, doch hatte sich der Zwischenfall mental niedergeschlagen, was sich mit einer extrem langsamen Zeit auf SP 3 bemerkbar gemacht hatte.

Es hätte ja auch schlimmer ausgehen können als mit der leichten Delle an der linken hinteren Seite. Auch andere Fahrer hatten teils leichte, teils größere Schwierigkeiten mit den Streckenverhältnissen, so wie der bis dahin Führende bei den Historischen, Gernot Zeiringer, der auf Rohrbach ungewollt einen Dreher mit seinem Porsche hinlegte. Die vierte Prüfung, ebenfalls am Rundkurs Rohrbach, wurde wegen eines verunfallten Fahrzeuges, das sich an einer gefährlichen Stelle befand, abgesagt.

Der zweite Tag hatte so begonnen, wie der erste geendet hatte, nämlich mit viel Regen. Der hörte aber bald auf, zugleich kam langsam die alte Form beim Team Friesenegger wieder zurück, und es konnten ein paar Plätze aufgeholt werden. Gleichzeitig verabschiedete sich bei den Historischen ein Gegner nach dem anderen aus dem Klassement. Die favorisierten Porsches waren ebenso ausnahmslos ausgefallen wie Hans-Georg Lindner (Ford Escort), Franz Hofstätter (Toyota Corolla) und Alois Nothdurfter (Ford Cortina).

Am Ende waren kaum noch Wagen von den Historischen übriggeblieben, fast alle waren verschwunden, entweder durch Ausritte oder durch technische Gebrechen. Am Schluß gab es nur mehr zwei Glückliche unter den Historischen, die sich in der Wertung befanden, nämlich der unerwartet starke Josef Pointinger (Ford Escort, Führung schon ab SP 3) und eben auch Konrad Friesenegger.

So kamen Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer unverhofft noch zu einem Podestrang bei den Historischen. Eine Rallye, bei der einiges unverhofft kam, Willi Stengg hatte sicherlich auch nicht mit einem Gesamtsieg gerechnet. Pointinger wurde gewissermaßen Vorletzter, Friesenegger Zweiter – es war in jedem Fall ein großer Erfolg, bei der hohen Ausfallsrate unter den Historischen ins Ziel zu kommen, was auch an der Zuverlässigkeit des Opel Kadett lag, der auch diesmal wieder keinerlei Schwierigkeiten gemacht hatte, und somit an der guten Arbeit im gesamten Team. So blieb genug Gelegenheit, die Zuseher mit gekonnten Drifts zu erfreuen und Spaß an der Rallye zu haben. Ein besseres Ergebnis wäre ohnehin nicht möglich gewesen.

Die nächste Veranstaltung von Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer wird die Ostarrichi-Rallye am 2. bis 3. Juni dieses Jahres sein, die ebenfalls zur Castrol Historic Rallye Staatsmeisterschaft zählen wird.

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