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Rallye-ÖM: Lavanttal

Vom Golf zum Porsche

Gernot Zeiringer gibt im Lavanttal ein neuerliches Rallye-Comeback, im Porsche 911 will er die Historischen ordentlich aufmischen.

Bei den Historischen in der österreichischen Rallye-Meisterschaft gibt es erfreuliche Neuzugänge. Zu diesen kann man auf jeden Fall auch Gernot Zeiringer zählen, der seine fahrerische Klasse bereits ausreichend unter Beweis gestellt hat:

Im Jahr 2002 verpaßte er den Sieg in der Diesel-Meisterschaft nur knapp, bei der vorjährigen Lavanttal-Rallye gelang ihm der Umstieg auf den deutlich anders zu fahrenden Porsche 911 ohne größere Schwierigkeiten. Und das sogar trotz zweijähriger Rallye-Pause!

Der fünfte Platz bei den Historischen trotz einiger technischer Schwierigkeiten war ein vielversprechender Neubeginn. Bei der Bosch-Rallye schaffte Gernot Zeiringer auch schon eine Bestzeit bei den Historischen, trotz der neu hinzugekommenen Konkurrenz von Christian Rosner, die bekanntlich ganz ordentlich ist. Leider musste er danach aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen erneut vorübergehend aussteigen.

Nun aber ist die Rückkehr in den Rallyesport über die Historischen endgültig beschlossene Sache, nach den bisher mit dem Porsche gezeigten Leistungen könnte es sogar zu einer Konkurrenz mit Christian Rosner kommen, was zweifellos für die Meisterschaft der Historischen der größte Gewinn wäre.

Man kann aber annehmen, dass auch andere in den Kampf eingreifen werden, vor allem bei der Lavanttal-Rallye, wo ein leistungsstarkes Auto nicht das Wichtigste ist, um vorne dabei zu sein.

Selbst dann, wenn das Wetter nicht so verrückt spielt wie schon oft in den vergangenen Jahren (teilweise Schnee und Eis auf den höher gelegenen Prüfungen), bleibt diese Veranstaltung eine enorme Herausforderung. Dazu trägt vor allem der Schmutz auf der Strecke bei, der sich vor allem in den Kurven findet, besonders in den Walddurchfahrten.

Eine gute Traktion – eine besondere Stärke des Porsche 911 – zählt hier sehr viel. Wichtig ist es unter diesen Bedingungen aber auch, einen erfahrenen Beifahrer zu haben. Wer Werner Puntschart neben sich weiß, ist auf jeden Fall in guten Händen:

Gemeinsam mit Christian Riegler bildete er bei der Triestingtal-Rallye eines der schlagkräftigsten Teams, und ein möglicher Erfolg als Lehrmeister von Markus Weißengruber wurde vor allem durch eine rätselhafte Defektserie vereitelt. Die Zusammenarbeit mit Gernot Zeiringer beim ersten Porsche-Start im vergangenen Jahr verlief ebenfalls ohne Komplikationen.

Wenn die Technik mitspielt, könnte es also leicht sein, daß Gernot Zeiringer und Werner Puntschart mit ihrem Porsche bei den Historischen ganz vorne zu finden sein werden. Bei so vielen starken Gegnern würde ein gutes Ergebnis doppelt zählen, immerhin finden sich unter den Konkurrenten so illustre Namen wie Christian Rosner, Sepp Pointinger oder Kris Rosenberger. Eine Heerschar an Porsche-Fahrern und schnellen Italienern hat sich ebenfalls angesagt.

Zusammengezählt wird natürlich am Schluß, und oft verliert man eine Rallye auch durch bloßes Pech. Aber eines kann man jetzt schon sagen: Das Team Gernot Zeiringer/Werner Puntschart hat hervorragende Voraussetzungen, um ein Spitzenergebnis bei den Historischen zu schaffen. Ein Podestplatz schon zum Saisonstart ist somit keinesfalls Illusion.

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