RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rally Istra Riviera Opatija: Bericht Göschl

Gelungene Feuerprobe

Christoph Göschl wollte es heuer noch einmal wissen und startete mit Beifahrer Richard Schützner im Fiat Bravo bei der Rally Istra Riviera Opatija.

„Bei dem schweren Unfall als Beifahrer von Michael Böhm bei der Pirelli-Rallye Ende März habe ich mir eine komplizierte Fraktur des rechten Handgelenks zugezogen. Der Heilungsprozess war äußerst schwierig und es stand lange nicht fest, ob ich rechte Hand jemals wieder normal verwenden können würde“, so Christoph Göschl, „ich wollte also um jeden Preis heuer unbedingt noch eine Rallye selbst fahren um für mich persönlich herauszufinden, ob ich es noch drauf habe, oder ob dieser Unfall das Ende meiner Rallye-Karriere bedeutet.“

Als Sportgerät diente den beiden der alt bewährte Gr. A-Fiat Bravo HGT, der mangels Ersatzteilen jedoch leider nur mit einem Seriengetriebe ohne Differentialsperre ausgerüstet war. Gottseidank lösten sich nach diesem Wochenende alle Zweifel Wohlgefallen auf: Die erstmalige Zusammenarbeit mit Copilot „Richy“ Schützner funktionierte perfekt, auch das Auto hielt ohne technische Probleme durch. Selbst ein „Patschen“ gleich am Beginn der Rallye konnte dem Team das schöne Wochenende nicht verderben.

Gefahren wurden 10 schnelle Asphalt-Sonderprüfungen mit insgesamt 75 km Länge, dazu satte 220 km Etappe. Am Ende wurde die Bravo-Crew 4. in der Klasse A7 und 26. gesamt. Im Ziel zeigte sich das Team überglücklich: „Wir haben alle unsere Ziele erreicht, die wir uns für dieses Wochenende vorgenommen hatten! Einerseits hat meine Hand den ganzen Tag über keinerlei Probleme gemacht, und andererseits habe ich wieder den Spaß am Rallye-Fahren zurückgewonnen.“, meinte ein begeisterter Christoph Göschl.

„Und zu guter letzt hat unsere Zielankunft meinem tollen Copiloten Richy Schützner genug Punkte eingebracht, um beim MCL 68 Clubmeister bei den Beifahrern zu werden. Dazu gratuliere ich ihm recht herzlich!“ - Mit diesem Erfolg im Rücken möchte das Team nächstes Jahr wieder drei oder vier Auslandseinsätze ins Visier nehmen, denn: „Die Fans im Ausland lieben den tollen Sound des Fiat-5-Zylinders, und ein bisschen Abenteuer gehört beim Rallye-Fahren auch einfach dazu!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Kompakter Zeitplan

Kompakte Eintages-Rallye als ARC-Opener

Neun Sonderprüfungen in einem kompakten Zeitplan warten auf die Teams der ARC Rallye Triestingtal (27. & 28. Februar). Die Fans können sich auf sechs attraktive Zuschauerpunkte freuen…

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!