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Rallye-ÖM: BP Ultimate Rallye

Plötzlicher Kupplungstod

Diese Rallye fällt aus Sicht des Teams Friesenegger unter jene Kategorie von Rallye-Einsätzen, die man am liebsten gleich wieder vergißt.

Mangels einer Zielankunft mußte man den vierten Saisonlauf als ergebnislos abhaken. Dennoch ist es der Rennverlauf wert, daß man sich näher damit beschäftigt: Der Beginn war etwas schleppend - die erste Prüfung beendeten Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer als Sechste bei den Historischen, immerhin zeitgleich mit Johannes Huber/Wolfgang Viakowsky, die am Ende mit ihren Porsche noch auf Platz Zwei kamen. Die nassen Wetterverhältnisse und die damit verbundenen Schwierigkeiten mit der Fahrbahn hatten beiden Teams etwas zu schaffen gemacht. Auf der zweiten Prüfung setzte sich der Porsche gegen den Opel durch - Koni Friesenegger verlor einen Platz. Was in diesem frühen Stadium der Rallye an sich noch keine so schlimme Sache war - Spielräume für Positionsveränderungen waren noch ausreichend vorhanden.

Auch wenn bis auf Weiteres keine Platzveränderung möglich schien, konnte sich Koni Friesenegger auf den weiteren Prüfungen zeitenmäßig enorm steigern. Die Verhältnisse wurden zwar auf den Nachtprüfungen der ersten Etappe immer schwieriger, auch an Schotter kam einiges dazu, Friesenegger und Hilmbauer legten jedoch eine schnelle und taktisch kluge Rallye hin, mit der Aussicht, am nächsten Tag eventuell noch angreifen und Plätze gutmachen zu können.

Die kurze und eher schnelle Prüfung Königsberg am Samstagmorgen konnte noch keine Veränderung bringen. Eher schon die Prüfung Innerschildgraben - Schlatten. Dort jedoch kam es zu einem sofortigen Aus, als die Kupplung nach einem Sprung einen mechanischen Schaden genommen hatte. Kurz darauf stand der Opel Kadett GT/E schon auf einem Parkplatz in Thernberg, anstatt daß er auf den noch laufenden Sonderprüfungen auf Zeitenjagd gehen würde. Das Schicksal eines allzu frühen Ausfalls.

Das Wechselland bringt dem Team Friesenegger in diesem Jahr kein Glück: Bei der BOSCH Super Plus-Rallye kam es zu einem ganz ähnlichen Zwischenfall, allerdings dauerte die Rallye diesmal deutlich länger, und das Ende kam ohne Vorankündigung, weil der Kadett auf allen Prüfungen vor Innerschildgraben hervorragend gelaufen ist. Dies wurde auch für einige spektakuläre Drifts genützt, die das an einigen Punkten zahlreich erschienene Publikum zu honorieren wußte.

Gerhard Openauer noch zu überholen, wäre wahrscheinlich so oder so schwierig gewesen, ein sechster Platz wäre jedoch durch den Ausfall von Alois Nothdurfter sicher erreichbar gewesen. Doch die BP Ultimate-Rallye und damit der vierte Lauf zur Castrol Historic Rallye-Staatsmeisterschaft ist vorbei, zwei kommen aber noch: Die ARBÖ-Steiermark-Rallye und die Ostarrichi-Rallye. Dort werden Koni Friesenegger und Jürgen Hilmbauer wieder dabei sein.

Die Opel-Freunde wird es freuen.

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