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Weltpremiere

Beppo Harrach, Kopilot Andreas Schindlbacher und das OMV CNG Rally Team freuen sich über den sensationellen dritten Gesamtrang mit dem Erdgas-Mitsubishi.

Foto: Daniel Fessl, motorline.cc

Riesen Freude beim OMV CNG (compressed natural gas) Rally Team. Der dritte Gesamtrang von Beppo Harrach und Andreas Schindlbacher bei der „Castrol Judenburg-Pölstal Rallye“ ist das beste Ergebnis eines gasbetrieben Fahrzeuges in der Rallyegeschichte.

Trotz einiger Probleme mit der Motorleistung überwiegen die positiven Erkenntnisse und zeigen, dass dieses innovative und umweltfreundliche Projekt auch international richtungsweisend im Rallysport sein kann.

Mit Herz und Hirn

Beppo Harrach ist der Stolz ins Gesicht geschrieben. Aber nicht nur ihm. Das ganze Team darf sich über diesen dritten Gesamtrang freuen. Eine Leistung, die es mit einem gasbetriebenen Rallyefahrzeug weltweit noch nie gegeben hat. Dabei haderte Beppo Harrach zu Beginn der Veranstaltung noch mit zu wenig Motorleistung:

„Wir haben sehr schnell erkannt, dass wir das hier nicht ändern können. Daher haben wir das Beste aus der Situation gemacht. Wir sind zeitweise absolute Kampflinie gefahren, um den Rückstand in Grenzen zu halten. Anderseits haben wir versucht, die Schotterpassagen mit sehr viel Vorsicht zu bewältigen. Der dritte Platz raubt mir fast die Sprache. Davon haben wir zu Beginn des Projektes vor über einem Jahr geträumt. Jetzt ist es Wirklichkeit. Mein Dank gilt dem ganzen Team. Und besonders auch an Dr. Walzel und Dr. Wolnar, die mir nach der Operation diesen Start ermöglicht haben.“

Problem identifziert

Stohl-Racing Ingenieur Günther Aschacher hat die Judenburg-Rally nicht nur schlaflose Nächte, sondern auch wertvolles Datenmaterial gebracht. Bie zuletzt versuchte er dem Motorleistungsverlust auf die Schliche zu kommen. Im letzten Service war der Entwickler des CNG-Mitsubishis sicher, dass er zu 99 Prozent weiß, woran es lag.

Aschacher: „Wir haben permanent alle Daten verglichen. Ich denke, dass das Ventil für die Ölzuführung zur Verstellung der Nockenwelle nicht richtig funktionierte. Daher der Leistungsabfall.“

Das klingt sehr kompliziert und ist es auch. Denn um dieses Defekt zu beheben, müsste der ganze Motor ausgebaut werden. Das ist im Verlauf einer Rallye nicht möglich. „Dennoch“, ergänzt Aschacher, „war das ein Meilenstein für Rallyautos mit alternativem Antrieb. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Auto noch sehr viel Freude haben werden.“

Und auch Stohl-Racing Chef Manfred Stohl gratuliert dem ganzen Team: „Das ganze Team hat sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet. Ich bin sehr glücklich, dass sie dafür belohnt wurden. Natürlich bin ich auch stolz, dass wir auf die richtige Technologie gesetzt haben und als kleine Firma so ein Projekt höchst erfolgreich umsetzen können.“

100 Prozent reines Biogas

Das OMV CNG Rally Team verwendete bei dieser Rallye zum ersten Mal 100 Prozent reines Biogas. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es CO2-neutral ist und zu 100 Prozent aus landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt wird. Dadurch ist es auch zu 100 Prozent erneuerbare Energie.

Harrach: „Es muss uns bewusst sein, dass auch der Motorsport seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten muss. Mit dem CNG-Projekt sollte uns ein erster Schritt gelungen sein.“

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