RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Die "SupeRally" bleibt uns erhalten

Die oftmals verwirrende "SupeRally"-Regel hätte heuer einem Zusatzpunkte-System weichen sollen. Doch die FIA beschloss in letzter Sekunde den Rückzug.

Michael Noir Trawniczek

"Aus, Stopp, retour - wo ist mein Fallschirm nur?", hat der begnadete Wiener Rapper Falco, der von einem Autobus jäh aus dem Leben gerissen wurde, in dem Song "Maschine brennt" gesungen. Die Reißleine hat nun offenbar auch die Sportbehörde FIA gezogen - kurz vor dem Saisonstart der Rallye-Weltmeisterschaft, der am Wochenende stattfindenden 75. Rallye Monte Carlo, hat man offenbar "kalte Füße" bekommen und auch in punkto Reglement dem Motto "Aus, Stopp, retour..." entsprochen.

Geplant war, dass die bisherige, oftmals für Verwirrung sorgende "SupeRally"-Regel, wonach ausgeschiedene Fahrzeuge pro versäumter Wertungsprüfung fünf Strafminuten aufgebrummt erhalten, jedoch weiterhin an der Rallye teilnehmen dürfen, von einem Punktesystem abgelöst wird. Pro Etappe hätten zusätzliche WM-Punkte für die ersten Drei, nach dem Modus 3-2-1, vergeben werden sollen. In die Endwertung wären jedoch nur jene Piloten gekommen, die auch alle drei Etappen zurückgelegt hätten.

"Hätten" deshalb, weil motorline.cc von einer gewöhnlich bestens informierten, seriösen Quelle erfahren hat, dass die FIA quasi in letzter Sekunde beschlossen hat, lieber doch bei der "guten, alten", jedenfalls die letzten Jahre über angewandten "SupeRally"-Regel zu bleiben.

Der Puristenschreck namens "SupeRally"-Regel wurde in erster Linie deshalb eingeführt, um sicherzustellen, dass die Fans vor Ort auch an einem Samstag oder Sonntag die Spitzenpiloten zu Gesicht bekommen. Denn die Top-Cockpits wurden wegen der Rückzugswelle der Hersteller immer rarer.

Weil man für 2007 wieder mit einer etwas lebhafteren Beteiligung der Hersteller respektive mit einer größeren Anzahl von Teams gerechnet hat, wollte man nun mit den Zusatzpunkten den Piloten und Teams das Weiterfahren nach einem Ausfall schmackhaft machen. Letztlich sind aber wie im Vorjahr nur sechs fixe Teams am Start - je drei Manufaturer (vormals M1 - Ford, Citroen und Subaru) und drei Manufaturer Teams (vormals M2 - Kronos-Citroen, Stobart-Ford und Munchi's Ford).

Im Vorjahr konnte Weltmeister Sébastien Loeb bei der Rallye Monte Carlo nach einem Unfall unter der "SupeRally"-Regel noch den zweiten Platz erobern.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM 2007: Exklusiv

Weitere Artikel:

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.