RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Die Schwierigkeiten sind hausgemacht"

Raphael Sperrer nimmt Stellung zur schwierigen Finanz-Situation der ÖM-Veranstalter, er fordert ein höheres Nenngeld und ein zentrales Management.

Es war eine doppelt bittere Pille für die österreichische Rallye-Szene: Das Ende des jeweiligen Engagements eines Hauptsponsors sowohl bei der Lavanttal Rallye als auch bei der Waldviertel Rallye stellt die Veranstalter Gerhard Leeb und Helmut Schöpf vor riesige Probleme, derzeit ist sogar die Absage der Veranstaltungen nicht ausgeschlossen.

Doch nicht nur im Waldviertel und in Kärnten gibt es Probleme: Insgesamt sind es bereits vier von acht Rallye-Staatsmeisterschaftsläufen, die ohne Hauptsponsor auskommen müssen: Neben der Steiermark Rallye in Admont ist davon auch die Ostarrichi Rallye betroffen, die heuer bereits zum zweiten Mal ohne großen Geldgeber auskommen musste.

OK-Chef Raphael Sperrer, der eigentlich mitten in den Vorbereitungen auf seinen dritten Start bei der Rallye Dakar steckt, kennt die Probleme seiner Kollegen nur zu gut:

„Diese Schwierigkeiten sind zum größten Teil hausgemacht, die Gründe dafür vielfältig. Es beginnt damit, dass wir in Österreich sehr wenig Nenngeld verlangen, dadurch decken wir maximal 25 Prozent der Kosten. Das entspricht nicht dem Aufwand, der hinter der Organisation einer solchen Veranstaltung steckt."

"In Italien zum Beispiel ist das Nenngeld für einen Meisterschaftslauf doppelt so hoch. Zusätzlich fehlt es bei uns an Unterstützung durch die Automobilclubs. Ein Teil der Kosten wird Gott sei Dank vom Land übernommen, allerdings: Der weitaus größte Teil steht und fällt im Endeffekt mit meinen privaten Sponsorkontakten.“

Sperrer gibt auch zu bedenken, dass es in Österreich von der Sporthoheit keine ausreichenden Regelungen in Bezug auf Anzahl, Länge und Standards der Veranstaltungen gibt, was dazu führt, dass man sich teilweise gegenseitig Starter wegnimmt.

„Es gibt kein zentrales Management, keine ausreichende Koordination, keine gezielte Vermarktung der Meisterschaft und daher keinen einheitlichen Standard unter den Veranstaltern.“

„Die Ostarrichi Rallye ist momentan nur Dank der Historischen Rallye Europameisterschaft und nun auch dank des FIA-Zonencups tragfähig, ein rein österreichischer Meisterschaftslauf würde sich schon lange nicht mehr finanzieren lassen“, so Raphael Sperrer abschließend:

„Ich bin froh, dass wir diesen Weg gegangen sind, den wir weiterhin kontinuierlich gehen werden. Die nächsten Jahre werden die Zukunft der Ostarrichi Rallye stark beeinflussen, hoffen wir das Beste."

"Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang unseren Sponsoren, dem Land Oberösterreich, den Städten Linz und Bad Hall sowie den anderen, mitveranstaltenden Gemeinden bzw. der gesamten Region – und last but not least natürlich den Fahrern und Fans, die zur Ostarrichi Rallye kommen!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

In knapp einem Monat steigt in Leutschach an der Weinstraße die 13. Auflage der Rebenland Rallye / 16 fordernde Prüfungen durch die von Weingärten gesäumte und faszinierende Gegend warten wieder auf die besten Piloten des Landes

Riverside, Joanneum & Triestingtal

Viel Rallye auf drei Bühnen

Binnen einer Woche kommen Rallyefans bei gleich drei Events auf ihre Rechnung: Motorsportshow Riverside, Rallye-Event in Graz und Podiumsdiskussion am Vorabend der ARC Rallye Triestingtal.

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Vorschau

Oberösterreichische Siegesträume in der Südsteiermark

Nach dem Auftakt zur TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft im oberösterreichischen Mühlviertel stehen die besten Piloten des Landes im zweiten Teil wieder in Leutschach auf dem Prüfstand.

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger: Testrallye im Triestingtal

Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger nutzt die brandneue ARC Rallye Triestingtal im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF mit Co-Pilot Jürgen Heigl als Testrallye für die bevorstehenden Asphalt-Events.

ARC Rallye Triestingtal: Bericht Zellhofer

Zellhofer/Seidl werden Fünfte

Mit dem SUZUKI SWIFT ZMX gewinnen Sie auch überlegen die Proto Klasse 8 - Testlauf für die Rebenland Rallye in 14 Tagen hat Erwartungen gänzlich erfüllt