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Rallye-ÖM: BP Ultimate Rallye

Hat der Wettergott Einsehen?

Das Wetter sollte durchgehend gut sein, eine neue Sonderprüfung kann am Samstag die Vorentscheidung um den Sieg im Land der 1000 Hügel bringen.

Die BP Ultimate Rallye im Land der 1000 Hügel ist bekannt dafür, dass sie in den vergangenen 17 Jahren schon bei so ziemlich allen Wetterverhältnissen stattgefunden hat: ob Sonnenschein, Nebel, Hagel oder sogar Schnee in Mönichkirchen.

Natürlich auch bei jeder Menge Regen, wie im Vorjahr, als am ersten Veranstaltungstag der Himmel seine Schleusen öffnete. Für heuer werden jedoch nahezu perfekte Verhältnisse prognostiziert. Dies, in Verbindung mit einer komplett neuen Sonderprüfung, soll den Zuschauern den optimalen Rallyegenuss ermöglichen.

Seit Wochen schielt BP Ultimate Rallye-Organisator David Doppelreiter auf den Wetterbericht. 24 Stunden vor dem Startschuss ist er sich fast sicher, dass es 2008 zu keinen gravierenden Beeinträchtigungen durch Wetterkapriolen kommen sollte. Die Prognose spricht von bis zu 24 Grad am Freitag und 16 Grad am Samstag, wobei es da zu kurzen Regenschauern kommen könnte.

Fazit: ein ideales Rallyewetter. „Natürlich ist es ein Sport, der bei allen Bedingungen ausgeübt werden kann. Doch es geht mir auch um die Zuschauer und alle Beteiligten, die sich auf diesen Event vorbereiten. Es macht eben keinen Spaß, wenn dir das Wasser in die Stiefel rinnt und du mit deinem in der Wiese geparkten Auto nicht mehr rauskommst und bis zu den Radkästen im Gatsch steckst. Aber davon sollten wir heuer verschont bleiben“, erklärt Doppelreiter.

Damit sollte einem eindrucksvollen Rallyeerlebnis nichts mehr im Wege stehen. Vor allem, weil man auch eine komplett neue Sonderprüfung präsentieren kann. Die SP „Zöbern – Hattmannsdorf – Hochneukirchen“ führt am Samstag (Startzeiten sind 9.48 Uhr und 11.10 Uhr) über 10,32 Kilometer. 35 Prozent davon wird auf grobem Schotter gefahren. Da kann es leicht zu einer Vorentscheidung kommen.

Erdgas-Pilot Beppo Harrach hat den Streckenabschnitt bereits besichtigt und erklärt: „Die Sonderprüfung ist nicht allzu schnell und du kannst hier wirklich pushen. Jedoch musst du am Schotterteil extrem aufpassen, dass du dir keinen Reifenschaden holst. Dann ist mit Sicherheit der Kampf um einen Platz am Podium verloren.“ Harrach holte im Vorjahr Platz drei und erzielte damals die erste Sonderprüfungsbestzeit bei einem Meisterschaftslauf mit einem gasbetriebenen Fahrzeug.

Da die BP Ultimate Rallye in ihren Grundzügen über hervorragende Sonderprüfungen verfügt, kommt es nicht oft vor, dass eine neue Strecke ins Programm aufgenommen wird. Wenn schon, dann muss sie über außerordentliche Qualitäten verfügen. Und David Doppelreiter hat einen Blick für die Herausforderung.

Seit vergangenem Jahr fungiert er als Schotterspion für den norwegischen WRC-Piloten Andreas Mikkelsen in der Rallye-Weltmeisterschaft. Doppelreiter: „Als Schotterspion schaust du dir die Sonderprüfungen sehr genau an und hörst nicht nur auf das, was dir dein Beifahrer sagt. Das ist eine ganz andere Erfahrung, stärkt aber dein Gefühl für die Charakteristik einer Strecke. Mit der neuen Sonderprüfung von Zöbern nach Hattmannsdorf brauchen wir uns im internationalen Vergleich nicht zu verstecken.

Bei der BP Ultimate Rallye stehen in diesem Jahr 16 Sonderprüfungen mit einer SP-Länge von 173,58 Kilometer auf dem Programm. Der Start ist am Freitag (12.9.) um 13.00 Uhr in der Servicezone bei Ford Luckerbauer in Krumbach. Der Zieleinlauf ist am Samstag (13.9.) um 17.57 Uhr ebendort.

Die BP Ultimate Rallye zählt als fünfter Lauf zur heimischen Rallye Staatsmeisterschaft der OSK, als vierter Lauf zur Castrol Historic Rallye Staatsmeisterschaft und als fünfter Lauf auch zur Ford Fiesta Sporting Trophy.

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