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Wittmann lässt das IRC-Finale aus

Franz Wittmann wird lediglich besichtigen – beim IRC-Finale in Schottland hält sich die internationale Beteiligung in Grenzen. Nur fünf S2000 am Start.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Daniel Fessl, Photo4

Steht als IRC-Meister fest: Kris Meeke.

Am kommenden Wochenende steigt das Finale der Intercontinental Rally Challenge (IRC) in Schottland – Österreichs Teilnehmer Franz Wittmann und Bernhard Ettel werden dort jedoch nicht antreten, da man die Konzentration bereits auf die bevorstehende Saison gelenkt hat. 2010 möchte der Niederösterreicher mit einem Super 2000-Boliden die IRC bestreiten, dieser Plan wird auch in der aktuellen Presseaussendung zur bevorstehenden Schottland-Rallye bestätigt. Bei der Waldviertel-Rallye konnte der 26-jährige bereits S2000-Luft schnuppern – und das mit Erfolg, schließlich wurde Wittmann im Peugeot 207 S2000 nur rund zehn Sekunden hinter Raimund Baumschlager Zweiter.

Wittmann erklärt: „Die Waldviertel-Rallye war für unser Vorhaben ideal, da wir einen S2000-Boliden auf Asphalt und Schotter testen konnten. Diese Erfahrung ermöglichte uns schon sehr früh, uns auf kommende Aufgaben vorzubereiten.“ Zwar stehen Wittmann und Ettel in der Nennliste der Schottland-Rallye, die beiden werden jedoch lediglich die Besichtigung absolvieren: „Die Besichtigung der Schottland-Rallye ist für uns deswegen sehr wichtig, weil diese Rallye auch in der kommenden Saison im IRC-Kalender aufscheint.“

Kaum internationale Beteiligung

Beim „Grande Finale“ steht der IRC-Champion mit Kris Meeke bereits fest – was den Briten nicht daran hinderte, bei einem Test im Vorfeld der Rallye am Montagmorgen einen Crash zu fabrizieren. Allerdings konnte sein Peugeot 207 S2000 recht schnell wieder in Schuss gebracht werden – Meeke konnte die Testarbeit fortsetzen, er möchte seine Heimrallye unbedingt gewinnen.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Guy Wilks, der in Schottland erstmals einen Skoda Fabia S2000 pilotieren wird. Weil die Meisterschaft bereits entschieden ist, mutiert die Schottland-Rallye de facto zu einer britischen Lokalveranstaltung, das französische Kronos Peugeot-Team wird nicht am Start sein. Den Peugeot von Reifenausrüster BF Goodrich pilotiert das britische Talent Adam Gould. Alistair McRae wird im Proton Satria Neo S2000 sitzen, der Deutsche Tim Stebani startet auf einem Opel Corsa OPC S2000. Insgesamt sind diesmal nur fünf Super 2000 am Start, lediglich 13 Teams kämpfen um IRC-Punkte.

Die Rallye wird am Donnerstagabend mit einem zeremoniellen Start und zwei Superspecial-Prüfungen auf dem Grundstück des Schlosses „Scone Palace“ in der Nähe der Stadt Perth eingeläutet. Die schnellen Schotterprüfungen führen durch die Regionen von Stirling, Perth und Kinsross. Die letzte der 13 Prüfungen wird am Samstag um 14.06 Uhr in Angriff genommen – es werden 210,8 SP-Kilometer absolviert, die Gesamtdistanz beträgt 810,2 Kilometer. Erstmals seit zwanzig Jahren könne man in Schottland eine Motorsport-Veranstaltung dieses Kalibers durchführen, erklären die Veranstalter stolz auf ihrer Website. Mit der IRC wurde ein Dreijahresvertrag abgeschlossen.

Zeitplan und Nennliste finden Sie in der Navigation oben rechts.

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