RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Bekenntnis zum Turbo & Freiheiten für Promotoren

Auf der vom „F1-Krieg“beherrschten FIA-Weltratssitzung wurden auch die Weichen der Rallye-WM gestellt: Ab 2011 kommt ein 1,6 Liter Turbomotor.

Michael Noir Trawniczek

Ab 2011 kommen turbo-befeuerte S2000-World Rally Cars.

„Ein World Rally Car braucht einen Turbo“, hat Manfred Stohl vor einigen Monaten im motorline.cc-Interview erklärt. Zudem hat der WM-Vierte des Jahres 2006 damals angedeutet, was auch einem Sébastien Loeb ein Dorn im Auge war: Die Vorstellung, die höchste Spielklasse der Rallye-Weltmeisterschaft würde mit exakt jenen von Saugermotoren angetriebenen Super 2000-Boliden antreten, die heute beispielsweise in der IRC eingesetzt werden. Immer wieder zeigten sich etablierte WRC-Piloten nach einem S2000-Test ernüchtert, so auch Petter Solberg, als er den Abarth Grande Punto S2000 probieren durfte.

Ursprünglich stand die Gefahr im Raum, dass in der WRC ab 2011 mit den heutigen S2000-Autos gefahren wird, was einer massiven Abrüstung gleichgekommen wäre. Doch gestern hat der FIA-Weltrat auf die allgemeinen Bedenken reagiert und ab 2011 einen 1,6 Liter Turbomotor ausgeschrieben. Es handelt sich dabei jedoch noch nicht um den FIA-„Weltmotor“, der ab 2013 oder 2014 in verschiedenen Rennserien zum Einsatz kommen soll, weshalb der 2011er-Turbo von einem Serienmodell ausgeht.

Konkret heißt das: 2010 wird mit den heutigen WRC-Boliden gefahren, ab 2011 mit den mit 1,6 Liter Turbomotor ausgerüsteten S2000-World Rally Cars.

Für 2010 wurde für die heutigen S2000-Boliden ein „WRC-Cup“ ausgeschrieben, um neue Hersteller in die WM zu locken. Sieben Läufe müssen bestritten werden, einer davon außerhalb von Europa, näheres wird später bekannt gegeben.

Aufgelockert wurden die Bestimmungen für die Veranstalter: Diese dürfen jetzt auch zwei- oder auch viertägige Events abhalten, ein WM-Lauf muss allerdings an einem Samstag oder einem Sonntag enden. Die Veranstalter der klassischen Monte Carlo-Rallye haben für 2010 bekanntlich freiwillig auf einen WM-Lauf verzichtet, weil sie als IRC-Veranstalter jene Freiheiten haben, die es nun auch in der WM geben soll. Zudem wurden auch Mischrallyes erlaubt, der Belag darf sogar innerhalb einer Sonderprüfung wechseln.

Bestätigt wurde der WM-Kalender für 2010 – lediglich Bulgarien muss noch von den FIA-Kontrolloren grünes Licht erhalten.

WM-Kalender 2010:

14. Februar - Schweden
07. März - Mexiko
04. April - Jordanien
18. April - Türkei
09. Mai - Neuseeland
30. Mai - Portugal
11. Juli - Bulgarien*
01. August - Finnland
22. August - Deutschland
12. September - Japan
03. Oktober - Frankreich
24. Oktober - Spanien
14. November - Großbritannien

* abhängig von neuer FIA-Bewertung

Der FIA Weltrat hat zudem 13 Ideen für eine verbesserte Rallye-WM veröffentlicht - zu finden in der Navigation oben rechts.

News aus anderen Motorline-Channels:

FIA Weltrat: Neue Regeln

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…