RALLYE

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Viel Wischiwaschi, wenig Konkretes

Der scheidende FIA-Weltrat hat neue Regeln für 2010 beschlossen – von den „13 Ideen zur Verbesserung der WM“ wurden nur wenige umgesetzt…

Michael Noir Trawniczek

„13 Ideen für eine bessere Rallye-WM“ hat die FIA im Juni publiziert und dabei kräftig jubiliert, nach dem Motto: „Alles wird gut“! Von einer „Weltrangliste ab 2010“ war die Rede, von einem neuen Tagespunktesystem als Nachfolger der „Superally“, der Shakedown als Medienspektakel, als eine Art „Qualifying“ für die Spitzenteams zur Erstellung der Startreihenfolge am ersten Tag, ein einheitlicher Treibstoffversorger zur Reduktion des CO2-Ausstoßes, eine neue Team-WM – all diese Ideen wurden bei der letzten Sitzung des alten Weltrats – natürlich, was konnte man anderes erwarten, nicht umgesetzt…

Beschlossen wurde: Keine Limitierung der Sonderprüfungslängen, allerdings dürfen zwischen zwei Servicepunkten maximal 80 SP-Kilometer absolviert werden. Insgesamt dürfen nun zwischen 300 und 500 Wertungskilometer eingeplant werden. Es werden auch Nachtprüfungen erlaubt, so ferne es die Sicherheit zulässt, allerdings darf eine Etappe nicht lediglich aus Nachtprüfungen bestehen.

Der Servicepark kann, nach Genehmigung, während einer Veranstaltung übersiedeln, er soll künftig „zuschauerfreundlicher gestaltet“ werden. Alle Teilnehmer sind für die Herstellerwertung zugelassen, die Manufacturer 1-Teams müssen alle Läufe mit zwei Autos bestreiten, welche für 2009 homologiert sein müssen. Die bisherigen M2-Teams heißen nun WRC-Teams und müssen mit einem oder zwei Autos an mindestens acht Läufen teilnehmen, einer davon außerhalb der EU und der Türkei.

Während der Besichtigung können PR-Aktivitäten angesetzt werden, die Teams müssen zudem im Mittagsservice Autogramme geben. Die Technische Abnahme soll außerdem zu einer „Unterhaltungsveranstaltung“ werden…

Eine der wichtigsten Fragen, nämlich die Startreihenfolge am ersten Tag, welche derzeit bei Schotterrallyes zu unwürdigen Taktikspielchen verleitet, wurde offenbar nicht geklärt.

Bleibt nur zu hoffen, dass der neue Weltrat entscheidungsfreudiger in Sachen Rallye-WM ist.

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