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Rallye-Raid: Rábaköz Kupa

Ergebnis folgt per Post

Liebes Tagebuch: die Hardcore-Offroader Christof Danner und Herwig Zach erzählen von einigen aufregenden Rallye-Tagen in Ungarn.

Eigentlich war der nächste fix geplante Event die Hungarian Baja in Vesprem Ende August gewesen – bis uns Hansy Schekahn die Rabaköz Kupa empfahl. Eine Kollegin würde dort die Organisation machen..

Fr., 8.5.09
Anreise nach einem langen Wochenende, an dem der G320 nach dem Sieg bei der Tuareg Rallye Marokko wieder serviciert wurde, und zwar von Fahrer und Beifahrer. Kapuvar ist etwa 3 Stunden von Graz entfernt.

In Göbösmajor war das Rallye-Headquarters in einem Pferdegestüt untergebracht, Infrastruktur (Buffet!) ist vorhanden. Bei der Papierabnahme stellt sich heraus, dass wir die Startnummer selbst machen hätten sollen!

Katalin, die Rennleiterin, organisiert für uns reguläre Startnummern. Wir bekleben vorschriftsmäßig das Auto, treffen letzte Vorbereitungen, dann geht’s zur technischen Abnahme. Genannt sind 27 Fahrzeuge in der T1 Gruppe (Rallye Prototypen), wo unser Puch/Mercedes G auch läuft.

Die Zeitangaben sind etwas widersprüchlich, trotzdem funktioniert alles ziemlich planmäßig. Um 18 Uhr ist Briefing, um 18:30 startet der erste aus dem Parc Ferme nach Kapuvar, wir um 18:54. Der Showstart ist in Kapuvar am Hauptplatz, mit sehr viel Publikum.

Katalin macht die Interviews, ich erzähle etwas über vergangene Rennen, Erfolge und das Auto. Das Publikum honoriert das mit viel Applaus! Wieder mit 50 km/h (Speed Zone!) geht’s zurück in den Parc Ferme, wo ich noch schnell die Kennzeichen runtergebe, um nicht wieder eins der teuren Wunschkennzeichen zu verlieren wie in Marokko...

Bei einem kühlen Bier bereitet Herwig das Roadbook vor. Laut offiziellem Aushang starten wir Samstag früh um 09:34 Uhr aus dem Parc Ferme.

Sa., 9.5.09

Um 07:30 Uhr wirft uns der Wecker aus den Federn, Conny bereitet ein gutes Frühstück. Um 09:15 Uhr wandern wir zum Parc Ferme, reinigen die Frontscheibe, dann geht`s raus.

Bis Vitnyed ist die Liaison auf 50 km/h limitiert - zum Einschlafen! Aber auch in der Speziale gibt es 50er und 30er Zonen - vor allem, wenn es durch verbautes Gebiet geht. Ist ein komisches Gefühl in der Sonderprüfung!

Wir fahren unser Tempo - die Strecken sind zum Teil echt ekelig für unsere Starrachsen - nur Rinnen in alle Richtungen, Auswaschungen und sonstige Löcher. Die 2. Speziale ist etwas flüssiger, und mehr durch den Wald: ein Ast kostet die Frontscheibe, einer verbiegt die Dachklappe!

Das Service zum Mittag läuft problemlos – kleine Durchsicht & Tanken reicht.

Am Beginn der Nachmittagsrunde starten 2 Autos hinter uns - ein ehemaliger X-Raid BMW X5 und ein aufgemotzter Vitara. Ersterer überholt uns erst nach einer halben Stunde, aber recht flott – später sehen wir, daß er in dieser SP die drittschnellste Zeit gefahren hat!

Ein Opel Antara bleibt kurz nach dem Start liegen. Jetzt haben wir 3 Stunden Zeit für Service und tanken. Wir checken alles, verspannen die Flankenstrebe, ich fixiere den klappernden Auspuff neu, Öl und Wasser kontrollieren, Scheiben putzen, tanken - fertig.

Laut offiziellem Aushang sind wir inzwischen 16. und starten am Sonntag um 09:30 Uhr. In Führung liegt der Tscheche Zapletal mit dem schnellen Mitsubishi.

Herwig macht wieder Roadbook (bei einem kühlen Bier? - die Red.), ich räume Connys Fahrrad weg, schreibe Tagebuch...

Sa., 10.5.09

Gleiches Procedere wie Samstag, nur werden heute die Sonderprüfungen in der entgegengesetzten Richtung befahren und die ohnehin schlechtere Strecke nur einmal am Programm steht.

Die Löcher und Wellen sind tückisch - wie zwei Ungarn erfahren müssen, die ihre beiden Autos im Wassergraben parken... - In der letzten Prüfung läuft ein Opel Antara auf uns auf; ich kann etwas zulegen und ihn auf Distanz halten.

Um 15:30 Uhr beginnt pünktlich die Siegerehrung, wir verstehen nichts: erstens kein Ungarisch und zweitens hat Katalin kein Mikro dabei. Wir sind in der Gesamtwertung T1 Elfte geworden, die Plazierung in der Klasse schickt uns Katalin nach!

Um 16:00 Uhr ist das Auto aufgeladen und wir starten wieder Richtung Graz – und eine Erfahrung und einige ungarische und tschechische Freunde reicher!

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