RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Selektive Prüfungen statt Kirchturmrennen...

Der Bayer Raffael Sulzinger lobt die Qualität der österr. Rallyes und die Fans an der Strecke, er wird auch 2010 mit einem Ford Fiesta ST die ÖM bestreiten.

Der 24-jährige Tittlinger Industriemechaniker Raffael Sulzinger aus dem benachbarten Niederbayern hat sich in den vergangenen beiden Jahren durch seine Teilnahme an der „Ford-Fiesta-Sporting-Trophy“ bereits einen guten Namen in der „Österreichischen-Rallyeszene“ gemacht.

Nach seinem letzten Klassen-, Divisions- und Trophy-Sieg bei der letztjährigen Waldviertel-Rallye und dem anschließenden Wegfall der „Fiesta-Trophy“ ab dem Jahr 2010 sah er sich lange Zeit der Grundlage für seine künftigen Rallyeeinsätze entzogen.

Nun aber steht fest – Raffael wird auch weiterhin mit seinem erfahrenen Beifahrer Peter Spannbauer der Rallyewelt in Österreich erhalten bleiben. Sein bekannter „Trophy-Fiesta-ST“ wurde nach Saisonende zwar vom Besitzer – dem Ford-Autohaus-Unrecht – verkauft, doch haben sich Raffael und Peter nun selbst um ein eigenes Einsatzgerät bemüht.

Wiederum wird es ein Modell aus dem Hause Ford sein und wiederum ein Fiesta-ST in der bewährten Trophyausführung, mit dem Raffael und Peter die Läufe zur ÖRM bestreiten wollen. Der erste Start ist somit für die Lavanttal-Rallye vorgesehen.

Die Vorbereitungen das ursprünglich verunfallte Fahrzeug wieder für den Wettbewerb instand zu setzten sind hierfür bereits im vollen Gange. Gleichzeitig arbeiten die beiden - in Zusammenarbeit mit ihren Sponsoren – aber auch mit Hochdruck an einem völlig neuen Projekt. Man darf gespannt sein, um welches es sich hierbei handeln wird und wann es erstmals zum Tragen kommt.

Raffaels Meinung zu einer weiteren Saison im Österreichischen Rallyesport: "Für mich stand sofort nach dem glücklichen Zieleinlauf bei der Waldviertel-Rallye im vergangenen Herbst fest, dass ich auch 2010 wiederum in Österreich starten will. Nur ohne die Weiterführung der Trophy musste ich erst die Perspektiven neu erörtern."

Die ÖM schätzt Raffael deutlich höher ein als die Läufe in Deutschland: "Mir war auf alle Fälle wichtig ein weiteres Arrangement in Österreich zu finden, da hier die selektiven Wertungsprüfungen wesentlich mehr meinem Fahrstil nahe kommen und mir der hohe Stellenwert der ÖRM sehr wichtig ist. Ich fahre auch lieber in einem hoch qualivizierten Starterfeld „nur um Plätze“, als zuhause um den Kirchturm auf Podiumsplätze."

Lob gibt's auch für die rot-weiß-roten Fans: "Auch das hervorragende Publikum bei den Österreichischen Rallyes würde uns mehr als nur fehlen. Schön wäre es allerdings, wenn wir auch ein wenig auf die Unterstützung der Österreichischen Industrie zählen könnten. Denn – als reines Privatteam – müssen wir den Gürtel schon mehr als nur eng schnallen, um die komplette ÖM-Saison bestreiten zu können."

Raffael Sulzinger und Peter Spannbauer freuen sich schon riesig darauf, das die neue Saison bald wieder losgeht und zumindest gut zur Hälfte abgesichert ist durch die Beteiligung der altbewährten Sponsoren.

Natürlich ist auch die bereits bekannte Service-Crew rund um Raffaels jüngeren Bruder Ramon, seiner Mutter Martina – der guten Seele der Mannschaft – seinem Vater Reinhard und dem Chefmechaniker Andreas Kurz wieder mit von der Partie. Laut Raffaels und Peters Aussage wäre ein weitere Saison ohne deren aufopfernden Einsatz keinesfalls möglich.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

„Rappolz-Arena“ startet durch

Thomas Leichtfried: Der „Retter“ von Rappolz

Nach dem Ende von Dynamite Tours drohte das Schotter-Areal in Rappolz brach zu liegen - doch mit Thomas Leichtfried übernimmt nun ein erfahrener Racer das Gelände…

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite