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Michael Böhm: "Admont, wir kommen!"

Die Scuderia Abarth Austria setzt in der Saison 2010 erstmals den neuen Abarth 500 Rallye ein, bis dato ist man recht zufrieden.

Bei der "Weltpremiere"des Abarth 500 anlässlich der Lavanttal Rallye konnte man in der 2WD- Wertung vorne mitfahren und war von der Performance des kleinen Abarth angetan. Mittlerweile konnte man sich von Rallye zu Rallye steigern. Die Plätze fünf, vier und drei in der 2WD-Wertung und zwei Siege in der Klasse A7 zeigten das Potential des Autos und des Fahrers.

Leider bremste ein Antriebwellenbruch in SP 2 bei der Schneebergland Rallye die positive Entwicklung des Projektes. Trotzdem wollte man sich mit den Abarth-Kollegen in Italien messen und nannte bei der Rally Alpi Orientali, wo Böhm/Tomasini auf neun Abarth 500 Kollegen und die europäische Rallye-Elite trafen.

Mit einer engagierten Vorstellung hat Michael Böhm bei der Rally Alpi Orientali in Udine seine "Visitkarte abgegeben. Begonnen hat alles am Donnerstag-Abend mit einer Show-SP auf dem winkeligen Stadtkurs von Udine. Nur 1,3 Sekunden hinter dem schnellsten Abart 500 Piloten R. Vescovi. Der Freitag begann mit Regen und mit einer vierzehntbesten Gesamtzeit auf SP zwei, der ersten Sonderprüfung am Freitag. Damit schoben sich Michael Böhm/Martin Tomasini mit Ihrem Abarth 500 auf den 17. Gesamtplatz vor, und behielten den zweiten Rang in der Abarth-500-Wertung.

Diese Zeit bedeutete auch die kurzzeitige Führung in der Mitropa-Cup-Wertung. Michael Böhm zur Frage nach dem Warum: "Wir haben vor dem Start erfahren, dass es auf den ersten SP´s regnet und haben Intermed Reifen aufgezogen. Die S 2000 Piloten sind mit Slicks rausgefahren und haben sich damit vergriffen. Dadurch ist das Klassement ganz schön durcheinander gewürfelt worden."

Nach dem ersten Rallyetag konnte das Team der Scuderia Abarth Austria auf einen gelungenen Einstand in Italien verweisen. Nach den ersten fünf Sonderprüfungen des zweiten Tages lagen Michael Böhm/Martin Tomasini noch immer an der ausgezeichneten dritten Stelle in der Abarth 500 Wertung und im Gesamtklassement auf Rang 34 und war zweitbestes österreichisches Team.

Böhm fühlte sich von Kilometer zu Kilometer sichtlich wohler auf den winkeligen Strecken rund um Udine, und es machte richtig Spaß, bis nach SP 12 die Bremsen des Abarth 500 versagten. Absolut keine Bremswirkung war der Grund, warum sich das Team entschieden hat, die letzen beiden SP´s nicht in Angriff zu nehmen.

Michael Böhm: "Ich fühlte mich am Samstag sehr gut und kam auch mit den winkeligen Abzweigen immer besser zu recht. Obwohl wir unseren Schrieb nur ein Mal kontrollieren konnten war dieser beinahe perfekt, unser Abarth lief wie ein Uhrwerk und die Slicks hatten Grip ohne Ende. Einziges Problem: die Bremsen unseres Abarth waren bereits in den letzten Kehren der SP 10 verbraucht und wir hatten kaum noch Bremswirkung. Wir haben dann im Service nach SP 10 die gesamte Bremsanlage getauscht und in SP 12 schien alles wieder ok. Wir konnten um 15 Sekunden schneller fahren als beim ersten Durchgang, ich merkte allerdings im Ziel der Sonderprüfung, dass das Bremspedal leer durchging. So kurz vor dem Ziel auszufallen ist bitter, aber ich hab bei dieser Rallye viel gelernt und sehe es als Training für die ARBÖ-Rallye. Jetzt freue ich mich schon auf die selektiven Prüfungen in Admont, und wir werden versuchen in der 2WD- Wertung wieder ganz vorn zu landen und wertvolle Punkte zu erringen."

Teamchef Christian Böhm: "Bis jetzt bin ich mit dem neuen Projekt sehr zufrieden, obwohl wir uns bei der Schneebergland Rallye schon mehr erwartet haben und auch in Italien gerne ins Ziel gekommen wären. Ich hoffe, dass wir in Admont, eine von Michaels Lieblingsgrallyes diesmal mehr Glück habe und wir in der 2WD-Wertung vorn dabei sind. Als Sponsor der Rallye werden wir auch einen Abarth 500 als Vorauswagen einsetzen."

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