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"Größte Herausforderung meiner Karriere"

Kimi Räikkönen fühlt sich am Beginn seiner WRC-Karriere wieder wie in jungen Jahren und würde einen Rallyeweltmeistertitel über den in der Formel 1 stellen

Mit dem 31. Dezember 2009 ist der Vertrag von Kimi Räikkönen bei Ferrari ausgelaufen. Und damit kann der Finne nun auch öffentlich über seine neue Rallyekarriere im Junior-Team von Citroën sprechen. Räikkönen freut sich schon auf sein Jahr in der WRC. "Die Atmosphäre bei der Rallye ist viel netter. Es geht mehr um die Leistung der Fahrer", sagt er im Red Bulletin. An der Formel 1 stört Räikkönen, dass das Racing von zu vielen Dingen wie zum Beispiel der Politik überlagert wird.

Der Rallyesport reizt Räikkönen schon seit langem, aber als Formel-1-Pilot sei es schwierig gewesen, einen Abstecher dorthin zu machen. "Ich könnte mir dabei weh tun, hieß es. Dabei glaube ich, dass dir Rallyefahren für die Formel 1 hilft und umgekehrt", erklärt er. Seinen ersten WRC-Auftritt hatte er bei der Rallye Finnland 2009 – und als nun das Angebot kam, eine ganze Saison zu bestreiten, habe sich das in der Sekunde richtig angefühlt.

Nun also startet der Finne in seine erste volle Saison als WRC-Pilot. "Es ist ganz sicher die größte Herausforderung in meinem Leben als Sportler", prophezeit er. "Ich muss alles von vorne lernen. Ich will wissen, wie gut ich bin. Um letzte Klarheit über seine Qualitäten zu kriegen, muss man sich der Konkurrenz stellen. Genau darum geht es." Er gehe seine neue Aufgabe neugierig und aufgeregt an, fast wie im Jahr 2000, als er als unerfahrener Pilot in die Formel 1 kam. "Ein wenig finde ich heute den jungen Kimi von damals in mir wieder", bestätigt Räikkönen.

Worauf es im Rallyesport ankommt, hat er bereits bei der Finnland-Rallye gelernt. Dort schied er vorzeitig aus, weil seine Linie um ein paar Meter nicht mehr gestimmt hatte. Die Folge war ein Überschlag. Ursache laut Räikkönen: "Ich bin mehr mit den Augen als mit den Ohren gefahren. Beim Rallyefahren musst du aber deinem Co-Piloten 100% zuhören."

Vor dem Start in die Saison 2010 macht sich der Finne nichts vor. Er weiß, dass die ersten Rallyes sicher hart werden: "Meine Lernphase hat noch nicht einmal begonnen. Die vier Top-Jungs sind unerreichbar. Von einem Sébastien Loeb würde man auch nicht erwarten, dass er im F1-Auto schneller ist als Sebastian Vettel." Und weil er ahnt, wie weit der Weg ist, würde ihm ein Titel in der Rallye-WM auch mehr als sein WM-Titel in der Formel 1 bedeuten. Auch die Tatsache, dass es bisher niemandem gelungen ist, in beiden Klassen Weltmeister zu werden, mache die Sache interessant.

Alles in allem findet er das Rallyefahren auch spannender als die Formel 1, wo jede Runde mehr oder weniger dasselbe sei: "Im Rallyesport kann jede Kurve, jede Kuppe anders sein, als du gedacht hast. Das macht es interessant." Und auch die Aussicht, dass er an seinem Auto selbst schrauben muss, schreckt Räikkönen nicht. So habe er in Finnland alle seine Autos selbst repariert und schraube mit Begeisterung an seinen Bikes: "An schmutzigen Fingern ist nichts Verkehrtes."

Für ein Jahr wird sich Räikkönen nun ganz auf den Rallyesport konzentrieren. Vielleicht fahre er gaudihalber zum Formel-1-Grand-Prix nach Monaco. Wohin sein Weg ab 2011 führt, weiß der Finne noch nicht: "So wie es jetzt aussieht, kriege ich jederzeit wieder ein F1-Cockpit. Aber will ich das? In der Formel 1 passieren momentan unangenehme Dinge, ein Hersteller nach dem anderen steigt aus und verkauft sein Team. Ich bin froh, dass ich mir darüber im Moment keine Gedanken machen muss. In einem Jahr reden wir weiter."

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