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Rallye Dakar 2026: 9. Etappe Ford-Pilot Nani Roma übernahm die Führung in der Gesamtwertung
Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

Rallye Dakar 2026: Schwierige 9. Etappe - Nani Roma erobert die Gesamtführung

Die Gesamtwertung drehte sich auf der neunten Etappe komplett - Das Ford-Duo Nani Roma und Carlos Sainz führt nun vor Dacia-Speerspitze Nasser Al-Attiyah

Das Bild in der Gesamtwertung änderte sich auf der neunten Etappe der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien. Ford eroberte die ersten beiden Plätze: Nani Roma führt knapp vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz. Nasser Al-Attiyah (Dacia) ist auf den dritten Platz zurückgefallen.

Die neunte Etappe war der erste Teil der zweiten Marathon-Etappe bei der diesjährigen Dakar. Die Teilnehmer starteten in Wadi ad-Dawasir und fuhren in Richtung Osten. Für Motorräder (418 Kilometer) und Autos (410 Kilometer) gab es unterschiedliche gewertete Strecken.

Auf schwierigem, sandigen Terrain war die Navigation entscheidend. Bei den Zwischenzeiten entwickelte sich ein spannendes Rennen, und das Gesamtklassement wurde am Ende kräftig durchgemischt.

Etwa bei Kilometer 280 verfuhren sich Al-Attiyah und Mattias Ekström (Ford). Davon profitierte zunächst am meisten Sainz, aber der Ford-Fahrer erhielt wegen Speedings eine Zeitstrafe von 1:10 Minuten.

Große Schwierigkeiten hatte Henk Lategan, der im ersten Abschnitt die Strecke eröffnete. Bis Kilometer 186 büßte der Toyota-Fahrer schon 18 Minuten. Beim Boxenstopp versuchte er einen Schaden zu reparieren. Es stellte sich heraus, dass Lategan Probleme mit der Servolenkung hatte.

Hintere Starter waren im Vorteil. Zunächst fuhr Michal Goczal, der als 15. losgefahren war, Bestzeit. Aber sein Neffe Eryk Goczal, der als 38. gestartet war, holte den Tagessieg. Die beiden Polen bestreiten mit dem Energylandia-Toyota-Team ihre erste Dakar in der Ultimate-Klasse.

Toby Price (Toyota) wurde Dritter, gefolgt von Brian Baragwanath (Century) und Guillaume De Mevius (X-raid Mini). Die Spanierin Cristina Gutierrez (Dacia) setzte sich mit der sechstbesten Zeit in Szene. Sainz war als Siebter (+15:31 Minuten) der bestplatzierte Spitzenfahrer.

Roma wurde Achter (+15:36). Al-Attiyah büßte auf Eryk Goczal 26:23 Minuten ein und Ekström 32:32 Minuten. Sebastien Loeb (Dacia) hatte ähnlich wie Lategan Probleme mit der Servolenkung und verlor knapp 29 Minuten.

Damit ergab sich ein neues Bild in der Gesamtwertung. Roma hat die Führung erobert, aber nur minimale 57 Sekunden vor Sainz. Al-Attiyah ist auf Platz drei zurückgefallen. Trotz seines heutigen Zeitverlusts beträgt sein Rückstand nur 1:10 Minuten.

Einfach war es für niemanden, wie Roma berichtet: "Ich heute drei Reifenschäden, aber ich denke, jeder hatte heute Probleme. Diese zwei Marathon-Tage, das werden die entscheidenden Tage. Wir müssen bescheiden und ruhig bleiben und morgen ebenso ambitioniert ankommen."

Lategan konnte trotz seiner technischen Probleme das Ziel erreichen. Mit 6:13 Minuten Rückstand und Platz vier in der Gesamtwertung ist der Südafrikaner weiterhin im Rennen um den Sieg. Ekström ist mit 11:19 Minuten Rückstand Fünfter.



Motorräder: Daniel Sanders erobert Führung zurück

Zu Beginn der Etappe war die Navigation sehr schwierig. Es bildete sich eine Gruppe mit den beiden Honda-Fahrern Tosha Schareina und Ricky Brabec sowie mit dem KTM-Duo Luciano Benavides und Daniel Sanders.

Allerdings bogen die Honda-Fahrer kurz vor Kilometer 84 anders ab, womit sich für das KTM-Duo in der virtuellen Zwischenwertung ein Vorteil ergab. Sanders setzte sich zunächst auf der Strecke von den restlichen Fahrern etwas ab, und sammelte allein Zeitboni.

Mit Fortdauer der Etappe wurde Sanders auf der Strecke von Schareina eingeholt. Schließlich sicherte sich Schareina viereinhalb Minuten vor Sanders den Tagessieg. Es war sein dritter in diesem Jahr.

In der Gesamtwertung eroberte Sanders die Führung zurück. Sein Vorsprung auf Brabec, der neuer Zweiter ist, wuchs auf 6:24 Minuten. Das ist der bislang größte Vorsprung bei dieser Dakar. Benavides ist auf Platz drei (+7:05 Minuten) zurückgefallen.

Am Abend sind die Teilnehmer in einem provisorischen Zeltlager wieder auf sich allein gestellt. Am Mittwoch steht der zweite Teil des Marathons nach Bischa auf dem Programm. Erneut sind die Strecken für Motorräder (371 Kilometer) und Autos (421 Kilometer) getrennt.

Motorsport-Total.com

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