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"Ich bin genug Risiken eingegangen"

Sebastien Loeb wird 2011 seine letzte Saison in der Rallye-WM bestreiten, danach liebäugelt der Serienweltmeister mit weiteren Le-Mans-Einsätzen.

Der Überflieger kündigt seinen Rückzug an: Rekordweltmeister Sébastien Loeb will nach der Saison 2011 aus der WRC aussteigen. Das hat er nun in einem Interview mit dem französischen Magazin 'Paris-Match' bestätigt. Dort antwortete er auf die Frage, ob die Saison 2011 seine letzte wird: "Zweifellos ja."

"Ich habe das Gefühl, dass ich genug Risiken eingegangen bin. Und dazu bin ich nicht mehr bereit. Mir geht es jetzt um den Spaß am Sport", so Loeb. Der Franzose unterschreibt bereits seit Längerem nur noch Einjahresverträge bei Citroën, um sich alle Optionen offen zu halten.

"Dieses Privileg habe ich mir erarbeitet", erklärt der 36-Jährige gegenüber 'Motorsport aktuell'. Es wurde schon viel darüber spekuliert, dass Loeb bereits nach dieser Saison 2010 einen Schlussstrich ziehen könnte.

Denn er machte nie ein Geheimnis daraus, dass der der neuen Generation von Rallyefahrzeugen, die ab 2011 eingesetzt werden müssen, nicht allzu viel abgewinnen kann. Doch Loeb entschied sich, noch ein Jahr anzuhängen und 2011 im neuen Citroën DS3 WRC anzutreten.

Sein neuer Teamkollege wird Sébastien Ogier sein, der schon seit seiner Juniorenzeit als Loebs Nachfolger gehandelt wird. Und "Seb II" passt sich immer mehr in die Fußstapfen von "Seb I" ein. Er hat in dieser Saison bereits zwei WRC-Siege geholt und ist Loebs schärfster Rivale im Titelkampf.

Böse Zungen munkeln, Loeb habe deshalb nur um ein Jahr verlängert, weil er Angst hat, von Ogier in den Schatten gestellt und vom Thron gestoßen zu werden. Doch der Superstar stellt in der 'MSa' klar: "Ich denke nicht, dass ich jemanden fürchten muss, auch nicht ihn. Sicher ist ein junger Fahrer hungriger und wird risikoreicher agieren als ein älterer. Aber mit meinem Vertrag hat das nichts zu tun."

Loeb hat derzeit sechs Weltmeistertitel und 59 WRC-Siege auf seinem Konto. Bereits am nächsten Wochenende (1. bis 3. Oktober) könnte er in seiner Heimat Elsass auf 60 Siege und sieben Titel erhöhen. Seinen ersten Sieg holte der frühere Kunstturner 2002 bei der Rallye Deutschland, seit 2004 ist er ununterbrochen Weltmeister.

Sein Rücktritt aus der WRC nach der Saison 2011 wird aber sicher nicht das Ende seiner Sportlerkarriere bedeuten. So liebäugelt Loeb immer damit, wieder in Le Mans an den Start zu gehen. Derzeit scheitert das an den WRC-Terminen. Und sein Sportchef Olivier Quesnel hat oft genug angedeutet, dass er im Langstreckenprogramm von Peugeot immer einen Platz für Loeb frei hätte.

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