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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Heißer Dreikampf in der 2WD

Während bei den Allrad-Piloten der führende Beppo Harrach seine Verfolger düpiert, tobt in der 2WD-Klasse ein spannender Dreikampf um den Sieg.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl/www.motorline.cc

Vier jeweils rund zehn Kilometer lange Sonderprüfungen standen am Samstagvormittag auf dem Programm. Der „Wettergott“ hatte – noch – ein Erbarmen mit Aktiven und Fans, die Prüfungen waren bis auf wenige feuchte Stellen trocken. Wobei sich manche Piloten Trocken-, andere wiederum Regenwetter wünschen…

Wie auch immer – die vier Vormittagsbestzeiten sicherte sich jeweils der führende Beppo Harrach in seinem Mitsubishi Lancer Evo9.

Mit vier zweitschnellsten Zeiten konnte sich Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S2000) im Kampf um den zweiten Platz absetzen – auf Harrach freilich fehlt ihm bereits mehr als eine Minute.

Baumschlager konnte einen Zeitpolster von rund 13 Sekunden auf Andi Waldherr herausfahren. Waldherr bedauerte: „Wir waren auf den feuchten Stellen im Wald etwas zu vorsichtig.“

Ein Dreher kostete Patrick Winter einige Sekunden – vor dem Mittagsservice fehlen dem Peugeot 207 S2000-Piloten rund 16 Sekunden auf Waldherr. Winter schüttelte ob der schnellen Zeiten von Beppo Harrach den Kopf: „Die Zeiten von ihm verstehe ich bald nicht mehr…“

MCC-Pilot Mario Saibel liegt auf einem einsamen fünften Platz, ebenso einsam der formidable sechste Gesamtrang von Philipp Lietz im Gruppe H-Evo7.

In der 2WD-Wertung konnte Suzuki Swift S1600-Pilot Hermann Neubauer mit vier Bestzeiten die Führung zurück erobern. Doch seine Verfolger liegen dicht hinter ihm, ein elektrisierender Dreikampf um den Sieg bahnt sich an.

Daniel Wollinger liegt im Citroen DS3 R3 exakt 4,2 Sekunden zurück, bei Hannes Danzinger im Ford Fiesta R2 sind es 4,8 Sekunden. Danzinger, der auf den Bergauf-Passagen unter dem PS-Manko leidet, hofft nun inständig auf Regen…

Derzeit hängen tatsächlich dunkle Wolken über Pinggau – und am Nachmittag sind noch vor Sonderprüfungen zu absolvieren.

Zweimal ist die mit 34,18 Kilometern längste SP, der lange Pinggau-Rundkurs zu bestreiten. Sowohl bei Trockenheit – und noch mehr bei Regen trifft zu: Es ist noch vieles möglich, es bleibt spannend!

Die Stimmen der Piloten

Harrach: "Wir haben wieder zwei Bestzeiten geholt, perfekt. Schmierige Prüfungen, einige Piloten haben eine unterschiedliche Reifenwahl getroffen, unterm Strich hat sich's aber die Waage gehalten."

Baumschlager: "Es ist noch etwas schmierig, das Auto läuft gut, wir liegen im Plan."

Waldherr: "Wir haben erstmals Slicks aufgezogen und waren im Wald auf den feuchten Stellen vorsichtig. Am Nachmittag kommen meine Lieblingsprüfungen, mal schauen was noch möglich ist."

Winter: "Wir haben versucht etwas zu pushen und uns dabei leider gedreht, das erklärt den Zeitverlust. Raimund zieht jetzt davon, die S2000-Autos liegen aber in etwa gleich auf. Die Zeiten von Beppo Harrach versteh ich bald nicht mehr…"

Saibel: "Reifenwahl war gut, an den S2000 dranzubleiben ist aber nicht möglich."

Lietz: "Wir führen die Gruppe H an, es läuft bestens. Ich geh davon aus, dass es am Nachmittag wieder regnet."

Neubauer: "Vier perfekte Prüfungen, wir liegen jetzt in der 2WD-Wertung in Führung."

Danzinger: "Es trocknet auf, das mindert meine Chancen leider. Es läuft gut, Regen wäre am Nachmittag wichtig für uns"

Wollinger: "Wir sind gut dabei, das wird noch ein spannender Kampf am Nachmittag in der 2WD-Klasse."

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