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Die Lage normalisiert sich

Die Lage an der Spitze normalisert sich, Orsak führt nun vor Harrach und Waldherr, Baumschlager bereits auf vier. Aigner mit Defekt out.

Langsam aber sicher wird die "normale" Rangordnung wieder hergestellt. Die beiden Lokalmatadore und EVO-V-Überflieger Martin Fischerlehner und David Glachs liegen nach acht Sonderprüfungen "nur" noch auf den Plätzen sechs und elf.

Die Führung hat nach falscher Reifenwahl von Harrach nun wieder Jaroslav Orsak übernommen, mit nun 21,3 Sekunden Vorsprung auf den Niederösterreicher. Andreas Aigner hatte bis nach der 8. SP Rang zwei inne, noch vor SP9 machte dann allerdings das bereits angeschlagene Getriebe am EVO X schlapp. Aigner möchte morgen aber wieder starten.

Somit rücken neben Harrach auch alle anderen Piloten um einen Platz auf, Andreas Waldherr nun Dritter. Allerdings naht Raimund Baumschlager mit Riesenschritten. Nach dem Ausrutscher in der Früh bereits 1,5 Minuten zurück, ist er jetzt drauf und dran zumindest einen Stockerlplatz - auf den ihm derzeit nur 9,2 Sekunden fehlen - einzufahren.

Federn lassen musste Patrick Winter mit falscher Reifenwahl und einem Reifenschaden, dennoch behauptet er Position fünf. Dahinter folgen Martin Fischerlehner & Stig Blomqvist, Cerny, Haneder und Rosenberger komplettieren die Top-Ten.

In der 2WD-Staatsmeisterschaft dominiert einmal mehr Hannes Danzinger im Ford Fiesta, Christian Mrlik ist schnellster Dieselpilot.

Zwei Sonderprüfungen stehen heute noch auf dem Programm, der Sieger der ersten Etappe der Jänner-Rallye 2011 wird gegen 20:00 Uhr feststehen.

Stimmen der Piloten

Andreas Aigner: (vor dem Ausfall) „Da die Jänner-Rallye ja auch als Test für die Monte gefahren wird, haben wir jetzt 18-Zoll Reifen nach dem Monte-Reglement ausprobiert. Das hat gut geklappt, man darf nur keinesfalls die Spur verlassen, denn dann geht’s dahin.“

Raimund Baumschlager: „Jetzt läuft alles problemlos, aber der Rückstand ist dennoch vermutlich zu groß um noch ganz vorne mitmischen zu können. Ich war heute in der Früh abgelenkt, mit Gedanken mehr bei der Firma als im Rallyeauto. Und dann eine Harakiri-Aktion zu starten und ein 290.000,- Euro teures Auto aufs Spiel zu setzen macht auch wenig sinn. Warten wir ab, die Rallye ist noch lange.“

Beppo Harrach: „Die Reifenwahl war nicht ideal, leider haben wir nicht das ganze Sortiment, das Raimund Baumschlager zur Verfügung steht.“

Andreas Waldherr: Dieses Mal haben wir bei den Reifen daneben gegriffen, wir sind davon ausgegangen dass es friert, aber es hat weiterhin Plusgrade.“

Patrick Winter: „Wir haben bei den Reifen riskiert, die Aktion ging aber nicht auf. Harrach und Waldherr haben mit den schmalen Spikereifen viel Schnee in die Spur gebracht. Ich bin dann sehr vorsichtig gefahren und hab mir auf SP 7 dennoch einen Patschen eingefahren…“

Martin Fischerlehner: „Man merkt, dass die Reifen bereits nachlassen. Wir haben nicht so viele neue Reifen, wir heben uns vier neue für morgen auf. Wir sind auf den schmalen Reifen geblieben – ich hätte zwar einen schnellen Reifen, aber ich will kein unnötiges Risiko eingehen. Und schließlich ist morgen auch noch ein langer Tag.“

David Glachs: „Für uns wird es im Finsteren schwierig, weil ich das absolut nicht gewöhnt bin. Es wird für mich schwieriger, weil ich nicht mehr einschätzen kann, ob es eisig ist oder nicht. Wir fahren immer noch die schmalen Spikereifen, vorne haben wir neue montiert. Wir werden auch bei den schmalen Reifen bleiben. Nur werden wir die neuen jetzt hinten montieren und vorne abermals neue dran schrauben, damit wir nicht mehr einen derart extremen Querstand haben, da die Hinterreifen schon so abgenützt waren. Wir nehmen das Tempo raus, weil wir nichts riskieren wollen. Morgen ist auch noch ein Tag – und da greifen wir dann noch einmal an, wenn es sein muss.“

Mario Saibel: „Auf Schnee und Eis bin ich einfach nicht schneller. Aber es macht riesig Spaß hier zu fahren, einfach cool!“

Jaroslav Orsak: „Die Bedingungen werden immer schwerer, Asphalt, Schotter und Eis wechseln sich ab, die Reifenwahl hat aber gepasst.“

Stig Blomqvist: „Das Fahren in der Nacht kommt mir nicht entgegen…“

Kris Rosenberger: „Es geht gut, es gibt keine Dramen, die Zeit ist auch ganz in Ordnung, alles in allem ein problemloser Tag.

Ernst Haneder: „Keinerlei Probleme, die Reifen sind nicht ganz ideal, ich habe aber nur zwei verschiedene Typen.“

Hannes Danzinger: „Es passt alles. Jetzt sind wir seit dem letzten Service mit den breiteren Winterreifen mit Spikes gefahren, das hat absolut gepasst. Die Reifenwahl war gut, der Andi Aigner hat auch die breiten Reifen genommen, ich habe mit ihm vorher gesprochen, er meinte auch, dass die breiten Reifen besser. Auf den letzten Prüfungen heute wird sich prinzipiell nicht mehr viel ändern, die Temperaturen waren draußen noch zu warm. Ich glaube nicht, dass es in den nächsten zwei Stunden noch so viel abkühlt, dass es eisig wird.“

Christian Mrlik: „Wir hatten rechts vorne einen Reifenschaden, wir sind damit aber noch ins Ziel gefahren, von der Zeit her hat es gepasst, wir haben eine Zeit verloren, ich war schneller als der Michael Kogler. Dass wir auf die breiten Reifen gewechselt haben, hat sich ausgezahlt, das funktioniert optimal. Ich werde auch mit diesen Reifen weiterfahren. Ich fühle mich wohl damit. Es macht jetzt richtig Spaß.“

Hermann Neubauer: „Wir riskieren gar nichts, haben jede Menge Spaß, weil wir die meiste Zeit quer fahren – wir hoffen, dass es so weiter geht, denn für uns ist es das Wichtigste, mit dem Allrad Erfahrungen zu sammeln. Ich habe eine Sicherheitsreifenwahl getroffen, bei uns geht es um die Plätze 13 bis 16.“

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