RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Der Wettstreit der rasenden Kochtöpfe

Laut Wetterprognose erwarten die Piloten extreme Bedingungen: Brütende Hitze am ersten und ungewöhnliche Abkühlung am zweiten Tag.

Auf eine zweigeteilte Rallye müssen sich die Teilnehmer der Schneebergland-Rallye 2011 am 26./27. August im niederösterreichischen Rohr im Gebirge einstellen. Nicht nur, weil diese an zwei Tagen stattfindet, sondern auch aus meteorologischer Sicht. Wartet am Freitag noch der Ausläufer des derzeitigen Sommerhochs auf die Starter, soll laut Vorhersage am Samstag die sprichwörtlich kalte Dusche folgen.

Bis zu 36 Grad am Starttag entlocken Manfred Stohl ein "Es lebe Griechenland!" Der WM-erfahrene Wiener, der in seiner Karriere schon mehrere Akropolis-, Zypern- oder Portugal-Rallyes hinter sich hat, weiß, was da auf die Fahrer zukommt: "Für Piloten und Material wird das enorm kraftmordend." Und auch Raimund Baumschlager kennt die Problematik nur zu gut: "Unter dem Helm kommst du dir bei solchen Temperaturen vor wie in einem Kochtopf."

Um eingehüllt in Overall, feuerfester Unterwäsche und Handschuhen die nötige Konzentration zu bewahren bedarf es einer körperlichen Top-Konstitution. "Vor allem aber", erklärt Stohl, "wird es wichtig sein, die Ruhezeiten, die du hast, sinnvoll zu nützen." Sich also im Service tatsächlich zurückzuziehen und nicht zu glauben, "überall dabei sein zu müssen, wenn die Mechaniker am Auto werken".

Viel trinken und während der Zwischentappen so viel Frischluft wie nur möglich tanken, so lautet der Tipp von Raimund Baumschlager. "Das klingt zwar sowieso logisch, aber ist immer noch das wirksamste Rezept."

Am Samstag kommt dann – so die Prognosen stimmen – die fast schon wieder zu markante Erlösung. Bei Sprühregen soll es nämlich um ganze 18 Grad abkühlen, was Kennern der letztjährigen Schneebergland-Rallye aber sowieso bekannt vorkommen wird. 2010 hatte es in Rohr im Gebirge während der Rallye nämlich ganze 14 Grad – und das im Juli!

Schneebergland-Rallye 2011, techn. Daten:

Gesamtlänge: 444,71 Kilometer, davon 18 SP: 141,93 Kilometer
Anteile Asphalt/Schotter: 66,66%/33,34% (Tag 1); 15,36%/84,64% (Tag 2)

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Schneebergland

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr