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Rallye-ÖM: Schneebergland

Viel Spaß – trotz Defekt das Ziel erreicht!

Eugen Friedl hat bei der Schneebergland-Rallye mit dem zehnten Gesamtrang seinen zweiten Platz in der Gruppe H-Tabelle verteidigen können.

Foto: Friedl

Die Vorfreude auf das selektive und harte Schotter-Event war nach dem positiven Ergebnis vom Vorjahr besonders groß, obwohl eine mittelstarke Verkühlung noch immer nicht ganz auskuriert war.

Primäres Ziel war es, den zweiten Platz in der laufenden Gr. H (Div. V ) Meisterschaft zu verteidigen.

Trotz weniger Gesamtstarter war die Gr. H mit vielen starken Teams vertreten.

Unsere Devise: Den ersten Tag zu überstehen, um für die schweren Schotterprüfungen am zweiten Tag gerüstet zu sein.

Etwas Nervosität kam auf der Verbindungsetappe auf, als nach einer kurzen Pause plötzlich der Starter seinen Dienst verweigerte. Dank anderer Teams, die in der Nähe waren und anschieben halfen, war das Problem rasch gelöst. Bei dieser Gelegenheit nachträglich nochmals Danke an diese Helfer.

Ansonsten endete der erste Tag, an dem es allgemein noch sehr wenige Ausfälle gab, für uns mit dem ausgezeichneten 14. Zwischenrang - und mit Slicks am Schotter sorgten wieder für den gewissen "Kick"!

Nach der Eröffnungs-Sonderprüfung am zweiten Tag starteten wir voll motiviert in die SP Schwarzau. Von der Besichtigung her wussten wir, dass diese SP von der Härte und Materialanforderung der berüchtigten SP Haraseben um nichts nachstehen wird, das Fahrwerk war vom Cheftechniker Max Rempelsberger wieder perfekt eingestellt.

Unsere 8. Gesamtzeit war sensationell, doch zugleich war uns beiden klar: "Das war am Limit!" Einen "Fastabflug" im engen Wald bergab konnten wir nur mit viel Geschick vermeiden.

Fazit: Schonenderer Umgang mit dem Material und ein Mittelding zwischen Speed und Zurückhaltung - schließlich lagen ja die wirklich schweren Prüfungen am Nachmittag noch vor uns!

Im Laufe des Nachmittags fuhren wir auf den harten Schotterprüfungen bis zur vorletzten SP durchwegs Zeiten zwischen 11. und 12. Gesamtplatz. Aber noch war die Rallye nicht "gegessen": Ziemlich bald nach dem Start der SP 17 Schwarzau-Rundkurs "verabschiedete" sich das hintere Differential mit einem metallischen Krachen vom Heck des Autos und wir konnten die SP nur mit Mühe beenden.

Unser nächster Gedanke: Wie stellen wir es an, um mit dem Schaden noch über die letzte harte SP Haraseben und deren Berg zu kommen?

Genau beim Start kam zu allem Überfluss noch ein gewaltiger Wolkenbruch dazu und durch die Verzögerung auf der Verbindungsetappe kassierten wir auch noch eine knappe Strafminute.

Mit nur mehr "bedingtem" Frontantrieb, angelaufener Frontscheibe und viel Feingefühl "krochen" wir letztlich ins Ziel.
Trotz weiterer rund zwei Minuten Mehrzeit gegenüber einer Zeit, die wir bei normaler Fahrweise erreicht hätten, waren wir happy, dass noch alles gut ausgegangen ist, denn einige vom Team hatte ihre Bedenken, ob wir es noch schaffen.
Das Highlight zum Schluss: Unser erstes Gesamtergebnis unter den Top 10 - und das mit dem "alten" Evo 6!

Resümee der Veranstaltung: 10. Platz gesamt, 4. in der Gr. H ( Div V). Damit haben wir den 2. Platz in der laufenden Meisterschaft verteidigt und den Rückstand auf das führende Team Lietz auf 8 Punkte verringert - es kann daher bis Ende das Jahres noch sehr spannend werden!

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