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Rallye: News

Endlich: Startreihenfolge wird ab 2012 neu definiert

Ab 2012 gilt: Startreihung der Piloten mit Priorität 1 und 2 nach gestürztem Gesamtklassement. Shakedown als Qualifying für die Reihung am ersten Tag.

Michael Noir Trawniczek

Es ist ein erbärmliches Szenario, welches man bei WM-Läufen auf Schotter regelmäßig miterleben muss: Weil der Führende einer Rallye am nächsten Tag als erster Wagen auf die Strecke fahren und diese vom losen Schotter befreien muss, was einen erheblichen Nachteil mit sich bringt, bremsen die Lenkradakrobaten auf der letzten Sonderprüfung um die Wette…

…um hernach in den Interviews verschmitzt, verlegen und peinlich berührt herumzudrucksen, weil ein allzu offenes Zugeben des taktischen Bremsvorgangs Probleme mit sich bringen könnte.

Ein den ganzen Tag über mit Vollgas und Risikobereitschaft herausgefahrener Vorsprung wird da schnell einmal zunichte gebremst, wenn er vom Team als zu gering eingestuft wird.

Den weltbesten Automobillenkern stellt es dabei mitunter die Haare auf, weil das taktische Bremsen eigentlich ganz und gar nicht ihrem Naturell und ihrer Aufgabe entspricht…

Der Weltrat der Obersten Sportbehörde FIA hat im Rahmen seiner am 3. Juni abgehaltenen Sitzung in Barcelona endlich einen Schritt gesetzt, um das den Sport in Misskredit bringende Taktieren wenigstens für die Zukunft, ab 2012 abzustellen.

Künftig sollen die Piloten mit Priorität 1 und 2 (was zumeist den WRC-Piloten entspricht) an den Folgetagen einer Rallye in gestürzter Reihenfolge des Vortagsklassements an den Start gehen. Was de facto eine Rückkehr zum alten, bis 2008 angewandten System darstellt, als die Top 15-Piloten des Vortagsergebnisses in gestürzter Reihenfolge auf die Prüfungen gesandt wurden.

Für den ersten Tag einer WM-Rallye hat man sich ebenfalls etwas einfallen lassen. Bislang wurde der WM-Leader als erster Wagen auf die Strecke geschickt – was auf Schotter den oben erwähnten Nachteil mit sich bringt, auf Asphalt oftmals aber n Vorteil sein kann.

Ab 2012 jedoch wird der bislang bedeutungslose Shakedown als Qualifying für die Startreihenfolge herangezogen. Der schnellste der Prioritätspiloten 1 und 2 darf sich seine Startposition für den ersten Tag der Rallye aussuchen, danach darf der zweitschnellste seine Position festlegen – und so weiter.

Sowohl am ersten als auch an den Folgetagen gilt: Der Rest der Piloten, ab Priorität 3, wird dem aktuellen Reglement entsprechend auf die Pisten gesandt.

Bei einer motorline.cc-Umfrage haben sich 88 Prozent der LeserInnen für eine Änderung der Startreihenfolge ausgesprochen. Nur zwölf Prozent waren für eine Beibehaltung der aktuellen Regelung

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