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"Ich habe die Formel 1 nicht vermisst"

2011 wird es kein Citroen-Juniorteam mehr geben, Kimi Räikkönen startet daher in seinem neu gegründeten ICE-1-Team bei zehn von 13 Rallyes.

Über die Weihnachtsfeiertage standen hinter der Zukunft von Kimi Räikkönen viele Fragezeichen. Auch das Karriereende stand nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Matti im Raum.

Aber auch 2011 wird der Finne in der Rallye-WM an den Start gehen. Kurz vor Ende der Einschreibungsfrist hat der Formel-1-Weltmeister von 2007 einen neuen Citroen DS3 WRC für den Saisonauftakt in Schweden gemeldet.

Räikkönen wird mit einem eigenen Team an zehn der insgesamt 13 Weltmeisterschaftsläufe teilnehmen. Der Name der Mannschaft lautet "ICE 1", in Anlehnung an seinen Spitznamen "Iceman". Finanziert wird das Projekt von Räikkönens eigenen Sponsoren.

Das unterstreicht, wie ernst es der Finne mit seiner Rallye-Karriere nimmt. Eine Formel-1-Rückkehr war nie eine ernsthafte Option. "Natürlich habe ich darüber nachgedacht, denn man denkt über alles nach. Aber ich habe nicht ernsthaft daran gedacht, denn ich habe die Formel 1 nicht vermisst."

Es wird 2011 auch kein Citroen-Juniorteam mehr geben, "Wir brauchen das nicht wirklich, denn es gibt keine Nachwuchsfahrer, die aufkommen. Es wird also geändert", sagt Citroen-Sportchef Olivier Quesnel. Der DS3 WRC wird weiterhin von Citroen betreut, aber Räikkönen ist ein ganz normaler Kunde.

Die Firma ICE 1 wurde am 15. Dezember 2010 registriert und hat seinen Hauptsitz in der Schweizer Stadt Baar, wo der Finne lebt. Das Handelsregister zeigt, dass das Kapital 650.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 510.000 Euro) beträgt. Präsident des Verwaltungsrates ist Riku Kuvaja. Der Geschäftsmann Armin Vogt ist ebenfalls im Management.

Die erste Saison im Citroen-Junior-Team ist sehr abwechslungsreich für Räikkönen verlaufen. Bei drei Rallyes ist der Finne ausgeschieden, aber in Deutschland konnte er eine Sonderprüfung gewinnen.

Höhepunkt war der fünfte Platz in der Türkei. Raum für Verbesserung besteht, wie sein Manager Steve Robertson gegenüber dem 'Turun Sanomat' meint: "Aufgrund Kimis limitierter Erfahrung, wäre es vielleicht besser, wenn er zusätzliche Testfahrten absolviert, während die anderen Piloten Rallyes fahren."

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