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Rallye-WM: News

Rallye-Qualifying

Laut Rallye-WM-Managerin Michelle Mouton schaden die Taktik-Spielchen dem Image des Sports, das "Shakedown-Qualifying" soll helfen, das Problem in den Griff zu bekommen.

Die größte Reglement-Änderung in der kommenden Saison betrifft den Shakedown. Künftig wird ihm mehr Aufmerksamkeit zuteil, denn es wird sich um eine Qualifikation handeln.

Der schnellste Fahrer darf sich den Startplatz für den ersten Tag aussuchen. Damit will der Automobilweltverband FIA die Taktiken und die absichtlichen Bremsereien verhindern, die speziell die Schotter-Rallyes in den vergangenen Jahren prägten. Wie das in der Praxis genau ablaufen wird, bleibt abzuwarten.

Es gibt Stimmen, dass der Shakedown bereits eine Vorentscheidung der Rallye sein könnte, wenn sich ein Fahrer eine perfekte Ausgangsposition aussucht und diesen Vorteil dann über die gesamte Veranstaltung mitnimmt.

"Ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird", wird Michelle Mouton von der 'GPWeek' zitiert. "Wir haben versucht die Reihenfolge der Top 10 umzudrehen, aber das hat nicht funktioniert. Ich glaube, die Basisidee ist recht einfach. Wir werden sehen, wie es laufen wird."

Mouton ist seit ihrer aktiven Karriere dem Rallye-Sport treu geblieben. Seit Anfang des Jahres ist sie offizielle WRC-Managerin. Sie koordiniert sämtliche Aspekte der WM, darunter fallen die Sicherheit, das Reglement und der Kalender.

Der Shakedown ist eigentlich dazu gedacht, dass sich die Fahrer auf die Rallye einschießen und noch letzte Einstellungen an der Abstimmung vornehmen können. Es gibt Bedenken, dass das ein Problem sein wird, wenn der Shakedown praktisch zur Qualifikation wird. Speziell unerfahrene Piloten könnten einen Nachteil haben.

"Persönlich denke ich, dass die Autos beim Start des Shakedowns schon perfekt abgestimmt sind", findet Mouton. "Auch in Ländern, in denen Testfahrten untersagt sind. Ich weiß, dass die Teams ziemlich genau wissen, welche Abstimmung verlangt ist. Ich denke, wenn die Teams zwei Durchgänge für die Abstimmung haben und dann die Qualifikation starten, dann sollte es okay sein. Hoffentlich ist das eine positive Änderung für das Problem mit der Startreihenfolge."

"Wir suchen schon lange eine Lösung dafür. Ich glaube, diese Qualifikation ist eine gute Idee, um die Taktiken der Fahrer zu unterbinden. Man hat Taktiken in jedem Sport, aber im Rallye-Sport kämpfen die Fahrer den ganzen Tag um jede Hundertstelsekunde, nur um am Ende vom Gas zu gehen und 15 Sekunden wegzuwerfen. Da ist ein Problem für das Image des Sports."

FIA-Präsident Jean Todt wünscht sich auch die Rückkehr zu längeren Rallyes, die einen eigenständigeren Charakter haben. Der WM-Auftakt 2012 findet wieder in Monte Carlo statt. Dieser Klassiker wird fünf Tage dauern.

"Für mich geht es bei längeren Rallyes nicht um lange Verbindungsstraßen, sondern um längere Prüfungen, die mehr Endurance-Charakter haben. Damit besteht die Chance auf unterschiedliche Formate", meint Mouton.

"Wichtig ist, dass die Entscheidung der Monte-Carlo-Organisatoren bezüglich ihres Formats zeigt, dass die Rallye ihren eigenen speziellen Charakter bekommt. Das wollen wir. Wir wollen nicht, dass Monte Carlo genau so aussieht wie Finnland."

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