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Ein perfekter Test

Andreas Aigner trauert einem möglichen Sieg in Freistadt nicht nach, das wahre Ziel – Erkenntnisse für Monte Carlo zu gewinnen – wurde erreicht.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge trat Andreas Aigner die Heimreise von der Jänner-Rallye aus Freistadt an. Ein Getriebedefekt im Finish des ersten Tages stoppte den steirischen PWRC-Weltmeister gerade, als er zur großen Aufholjagd geblasen hatte.

Einen 33-Sekunden-Rückstand auf den späteren Sieger Beppo Harrach hatte er in nur zwei Sonderprüfungen in einen 11-Sekunden-Vorsprung gedreht, in der Zwischenwertung war er von Platz neun auf Platz zwei gesprungen, ehe der Defektteufel zuschlug... Soweit zum Ärgerlichen.

Dass am Ende doch die Zufriedenheit überwog, lag auch daran, dass die Jänner-Rallye zum European Rallye Cup zählte. Dadurch war nämlich ein Restart für Aigner am zweiten Tag erlaubt, wenngleich dieser Auftritt dann nicht mehr zur Gesamtwertung zählte. In der Nacht von Freitag auf Samstag tauschte die Crew des polnischen Dytko Motorsport Teams das Getriebe des Mitsubishi Evo X und legte so die Basis für einen gelungenen Test im Hinblick auf Andreas Aigners Start beim IRC-Lauf vom 19. bis 22. Jänner in Monte Carlo.

„Es hat dann alles perfekt gepasst“, kommentierte der 26-jährige Drift-Spezialist den zweiten Teil der Jänner-Rallye. Vier Sonderprüfungs-Bestzeiten unterstreichen diese Erkenntnis. Man braucht nicht lange nachzurechnen, wo Aigner gelandet wäre, wenn...

„Aber an solche Spielchen verschwende ich keinen Gedanken. Mein ganzer Fokus liegt bereits auf Monte Carlo. Dahingehend war die Jänner-Rallye perfekt. Wir haben sehr viel ausprobieren können und wichtige Erkenntnisse auf dem Reifensektor gewonnen. Das Wetter mit Eis, Schnee und Matsch war perfekt. Auch hier haben wir viele Daten sammeln können, die wir beim IRC-Lauf eventuell brauchen und verwerten können.“

Womit aus dem Abenteuer Freistadt doch noch das Beste, weil Wichtigste, herausgeholt wurde.

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