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„Trio Grande“ kämpft um den Sieg

Die Vorschau der Division I: Der Kampf um den Sieg wird wohl zwischen Beppo Harrach, Raimund Baumschlager und Manfred Stohl ausgefochten.

Fotos: Daniel Fessl/www.motorline.cc

Die Favoritenrolle ist ganz klar vergeben. Mit bisher fünf Siegen in ebenso vielen Staatsmeisterschaftsläufen hat sich Beppo Harrach diese „Last“ selber umgehängt. So wie im Vorjahr Raimund Baumschlager, kann sich heuer der Mitsubishi-Pilot aus Bruck an der Leitha im Schneebergland zum Meister krönen. Zum ersten Mal in seiner Karriere.

„Bei dieser Rallye schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, meint Harrach. „Einerseits ist mir dort im letzten Jahr ein schon sicher scheinender Sieg abhanden gekommen (Anm.: ein Regelverstoß von Harrach wurde von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe von einer Minute geahndet), und diesen möchte ich mir natürlich heuer zurückholen."

"Andererseits aber genügt ein vierter Platz zum größten Erfolg in meiner Laufbahn. Wie genau ich das anlegen werde, weiß ich selber noch nicht. Das wird sich wohl erst vor Ort entscheiden. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich sicher nicht langsam unterwegs sein werde.“

Harrachs heißeste Konkurrenten heißen Raimund Baumschlager und Manfred Stohl. Wobei sich der tatsächliche Antritt des neunfachen Staatsmeisters Baumschlager erst im letzten Augenblick entschieden hat. „Wir sind mit einem Auto beim WM-Lauf in Deutschland im Einsatz und mit dem anderen haben wir bis 15. August Testfahrten absolviert. Wenn da was passiert wäre, hätten wir im Schneebergland nicht fahren können. Nun wissen wir aber, dass das Auto in Ordnung ist, und somit steht einem Start und einem neuerlichen Angriff auf Beppo Harrach nichts mehr im Weg“, erklärt der Skoda-Pilot die Wartezeit für den Veranstalter.

Mit neuem Eifer und neuem Sponsor kehrt Manfred Stohl in die heimische Meisterschaft zurück. Wie im Vorjahr steht der WM-erfahrene Pilot mit einem Erdgas-Mitsubishi Evo IX am Start. Und ist dementsprechend zuversichtlich: „Schotter ist unser Metier“, freut er sich ebenso wie seine jahrelange Copilotin Ilka Minor ganz besonders auf das Abenteuer Haraseben: „Diese Prüfung war im Vorjahr absolute Weltklasse. Heuer soll sie ja, wie ich gehört habe, nicht mehr ganz so naturbelassen sein, aber anspruchsvoll genug noch immer. Mein Ziel ist klar der Sieg, nachdem ich diesen letztes Jahr ja nur um zwei Zehntelsekunden nicht geschafft habe. Wenn ich mir anschaue, was der Beppo Harrach dieses Jahr für eine Performance an den Tag legt, wird das aber schwer genug.“

Vielleicht nicht als Anwärter auf den Sieg, aber zumindest als einer im Kampf um einen Podestplatz darf sich Gerwald Grössing fühlen. Der „Hausherr“ im Mitsubishi Evo IX, über dessen Grund drei der insgesamt 18 Sonderprüfungen führen, erreichte bei der Schneebergland-Rallye 2010 den hervorragenden vierten Platz – und will nun noch mehr. „Heuer wage ich mich in meiner Prognose so weit vor, dass ich sage, da ist sogar noch ein Platz weiter vorne drin.“

Dass die über Grössings Grund führende Sonderprüfung Haraseben heuer in die entgegengesetzte Richtung zum Vorjahr gefahren wird, sieht er als willkommene Abwechslung. „Das haben wir als Veranstalter so entschieden. Und ich denke, das ist gut. So ist es zwar dieselbe Prüfung, aber doch irgendwie anders. Es gibt nämlich für die Fahrer nichts Öderes als Jahr für Jahr dasselbe Programm abspulen zu müssen.“

Gleiches wie für Grössing, nämlich eine Stockerl-Chance, darf auch Willi Stengg und Jörg Rigger eingeräumt werden. Stengg, der Routinier aus der Steiermark, ist im Subaru Impreza N16 unterwegs. Der Oberösterreicher Rigger steht mit seinem Mitsubishi Evo X am Start.

Ganz sicher nicht mit von der Partie sind Patrick Winter, der seinen Fokus mehr auf internationale Auftritte richtet, sowie Mario Saibel. Der Mitsubishi Evo X des Wieners wird momentan hinsichtlich des R4-Reglements umgebaut, um künftig noch konkurrenzfähiger zu sein.

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