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ORM: Waldviertel-Rallye

Vizemeistertitel für Förster trotz Technik-Pech

Stephan Förster hatte bereits vor der Rallye den Vize-Titel in der Historic Rallye-ÖM in der Tasche. Im Waldviertel spielt die Technik nicht mit.

Vergangenes Wochenende fand der Saisonabschluss der österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft, die Waldviertel Rallye statt. Bei ungewöhnlich gutem Wetter gingen am Freitag 66 Autos an den Start. Für das Motor Active Team war noch eine Meisterschaftsentscheidung offen, die wie immer harten Bedingungen dieser Schotterrallye haben jedoch ihre „Opfer“ gefordert.

Die Ausgangslage war gut. Der Sittendorfer Stephan Förster hatte bereits vor der Rallye den Vizemeister-Titel in der Historic Rallye Staatsmeisterschaft in der Tasche. Sein Copilot Peter Medinger war, da er eine Rallye auslassen musste, Dritter in der Meisterschaft. Dieser Platz war nach hinten abgesichert, nach vorne jedoch war sogar der Meistertitel möglich.

Nach erfolgter Besichtigung entschied sich das Motor Active Team, mit dem Talbot Sunbeam den Shakedown zu absolvieren, da neben einer Änderung am Getriebe auch das Fahrwerk zu testen war. Der Veranstalter ermöglichte die Mitfahrt von Gästen, was neben Stephans Sohn auch Robert Huber zum Anlass nahm, den von ihm und seiner Crew von Huber KFZ Moosbrunn vorbereiteten Wagen im Echt-Einsatz zu erleben. Bereits hier erlitt das Fahrzeug jedoch den ersten Defekt. Ein Teil an der Radaufhängung riss ab und der Shakedown war für Förster somit vorbei.

Einerseits ärgerte man sich, andererseits war man auch froh, da dies sonst wohl nach ein paar Kilometern auf der ersten Sonderprüfung passiert wäre.

Nach erfolgter Reparatur – ein entsprechendes Ersatzteil war dabei - konnte die Rallye beginnen. Die erste, sehr schnelle Sonderprüfung wurde auch gleich mit Bravour absolviert. Auf den 11 Kilometern, hauptsächlich bergauf, konnte Förster den viel stärkeren Porsche des bereits feststehenden Meisters Johannes Huber um ganze 7 Sekunden schlagen.

Doch bereits auf der 2. Sonderprüfung kam das jähe Ende. Bei der Ausfahrt aus dem Rundkurs erwischte Förster die Kurve nicht richtig und musste reversieren. Dabei rutschte das Heck so unglücklich in den Straßengraben, dass dabei die Antriebswelle zu Bruch ging. Dank dem beherzten Einsatz vieler Zuseher konnte der Talbot zwar wieder zurück auf die Strecke gebracht werden, mit dem Defekt kam man aber nur mehr ein paar hundert Meter.

Nach erfolgter Bergung konnte das Auto durch das Service-Team der Fa. Huber KFZ den Schaden schnell reparieren, da auch dieses Ersatzteil vorhanden war.

Somit entschied sich das Motor Active Team am zweiten Tag wieder an den Start zu gehen, obwohl es aufgrund einer Regelung des internationalen Motorsportverbandes FIA, welche fragwürdiger Weise auch auf die Starter in den nationalen Klassen angewendet wurde, keine Punkte mehr zu holen gab. Die Chancen auf den Meister-Titel der Copiloten für Medinger waren somit zunichte gemacht.

Auch am zweiten Tag konnte man mit sehr guten Sonderprüfungszeiten glänzen und konnte mit den Mitstreitern in der Historic Wertung gut mithalten bzw. diese schlagen. Anhand der gezeigten Leistungen am zweiten Tag ist abschätzbar, dass man locker um den Sieg hätte mitfahren können.

Doch auch an diesem Tag ließ der Defekt-Teufel nicht vom Talbot Sunbeam ab. Auf der vorletzten Sonderprüfung, etwa 20 Meter vor der Ziellinie brach die Hinterachse, was das endgültige Aus bedeutete.

„Schade für Peter wegen der Beifahrerwertung, aber wir hatten einfach Pech. In Summe war es dennoch eine geile Rallye und wir hatten am Samstag viel Spaß auf den anspruchsvollen Sonderprüfungen“, fasst Förster zusammen.

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