RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Schneebergland-Rallye

Weniger ist mehr

Bei der Schneebergland-Rallye werden 35 Teams am Start sein, viele von ihnen sind Favoriten auf einen Divisionssieg in der Rallye-Staatsmeisterschaft.

Foto: Harald Illmer

Unter dem Motto „klein aber fein“ wird der fünfte Rallye Staatsmeisterschaftslauf mit Start und Ziel in Rohr im Gebirge, am 29. Juni über die Bühne gehen. Nachdem mehr als 60% der Streckenführung auf Schotter gefahren werden, hat dies wohl einige Piloten, die normalerweise bei Staatsmeisterschaftsläufen an den Start gehen veranlasst, die Schneebergland Rallye in der Punktetabelle als Streichresultat (bei acht Veranstaltungen sind dies zwei) eintragen zu lassen. Der Grund dafür, dürfte in der Angst, die Fahrzeuge besonders zu beanspruchen, liegen. Dies obwohl der Grundgedanke für das Rallyefahren ursprünglich auf unbefestigtem Untergrund lag.

Darüber hinaus haben einige Piloten aus wirtschaftlichen Gründen ihre Karriere unterbrochen, sind nur im Ausland im Einsatz bzw. haben sich heuer andere Ziele gesetzt. Untermauert wird das Ganze durch die Statistik. Im Vorjahr sind 30 Piloten an den Start gegangen. Von diesen 30 Fahrern sind heuer aus den vorher genannten Gründen nicht weniger als 20 Teams nicht mehr auf der aktuellen Nennliste zu finden. Ein Umstand, den man als Veranstalter leider zur Kenntnis nehmen muss.

Trotzdem wird die bereits vierte Auflage der Schneebergland Rallye zu einem echten sportlichen Highlight werden. Die beiden Spitzenpiloten in der Division I, Raimund Baumschlager Skoda Fabia S2000) und Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX R4) sind in der Meisterschaftstabelle nur um sechs Punkte getrennt. Baumschlager hat zuletzt im Wechselland und bei der Rebenland Rallye gewonnen, Harrach hingegen blieb im Lavanttal erfolgreich. Zwischen diesen beiden Piloten ist wieder ein offener Schlagabtausch und ein absoluter Sekundenkrimi zu erwarten.

Im Kampf um Rang drei der Tageswertung muss man diesmal Gerwald Grössing (Mitsubishi Evo IX R4) favorisieren. Der Lokalmatador hat sich bis jetzt in der Meisterschaft als dritte Kraft konsolidiert, außerdem hat er bei seiner Heimrallye in den letzten Jahren mit hervorragenden Leistungen aufzeigen können. Der zweite Kontrahent ist Kris Rosenberger (VW Polo S2000), der heuer bei den Rallyes schon einiges Pech hatte, aber rein fahrerisch durchaus in der Lage ist, Grössing auch im Schneebergland zu schlagen.

Außenseiterchancen in der Division I haben noch der Steirer Willi Stengg (Subaru Impreza WRX R4) und Walter Mayer mit dem gleichen Modell, sowie der ungarische Routinier Attila Rongits (Mitsubishi Evo IV RS). Alle drei Piloten werden sich im Kampf um einen der Top-fünf-Plätze harte Kämpfe liefern. Dahinter wollen auch Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII) und Robert Zitta (Subaru Impreza) ihre Chancen wahrnehmen. Der Ungar Olle Sandor auf einem Ford Fiesta S2000 ist noch ein unbeschriebenes Blatt.

Ähnlich hart wird es in der Division II zugehen. Hier liegen mit Michael Böhm (Suzuki Swift S1600) und Peter Ebner (Citroen DS 3 R3) zwei Fahrer an der Spitze, die gar nur um zwei Punkte getrennt sind. Böhm hat im Wechselland gewonnen und belegte im Rebenland und im Lavanttal jeweils Platz Zwei. Ebner hingegen blieb in seiner Heimat Kärnten im Lavanttal erfolgreich, wurde im Wechselland Zweiter und im Rebenland Dritter. Ebenfalls noch gute Chancen aufs Podium zu fahren, haben der Österreicher Alois Handler (Peugeot 207 RC) sowie der Ungar Attila Varga (Suzuki Swift S1600). Auch Daniel Wollinger und Wolfram Doberer (beide Opel Corsa OPC), besonders aber auch der Steirer Klemens Haingartner (Suzuki Swift) können auf Grund ihrer Erfahrungen im Schneebergland für eine Überraschung sorgen.

Da im Rallye-Pokal der OSK in der Division P3 der Führende Willi Rabl (VW Golf KitCar) diesmal fehlen wird, hat der älteste, aktive Rallyefahrer der Welt, der unverwüstliche bereits fast 77-jährige Kurt Adam (Opel Kadett) aus Vorarlberg die Chance, im Schneeberglandland die Tageswertung zu gewinnen und möglicherweise damit auch die Führung in der Div.P3 zu übernehmen.
Im Rallye-Pokal der OSK in der Division P2 sind die beiden Spitzenreiter im Schneebergland am Start. Derzeit führt Herbert Weingartner (Toyota Celica 4WD) mit 56 Punkten vor Lokalmatador Friedrich Poiss (Mitsubishi Evo VII) mit 40 Zählern. Hier ist jeder Ausgang möglich.

In der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft gilt der momentan Gesamtführende Johannes Huber (Porsche 911 SC) als absoluter Sieganwärter. Seine Challenge wird es sein, ein Tempo zu wählen, das sportlich wertvoll erscheint bzw. ihn trotzdem sicher ins Ziel bringt. Willi Polesznig (Porsche 911 SC) könnte dabei zum Störfaktor werden. Im Historischen Rallye-Pokal der OSK hat Kurt Göttlicher (Ford Sierra Cosworth) die Möglichkeit, mit einem Sieg die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Schneebergland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl liefert wieder die besten Bilder von der Lavanttal Rallye - hier die besten Fotos vom Shakedown.

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.