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Röhrl über Kubica: "Er bringt sich noch um"

Ex-Weltmeister Walter Röhrl sieht in Sebastian Vettel den idealen Rallye-Kandidaten, Robert Kubica hingegen sei unvernünftig.

Wenn Motorsportler einen Ausflug in komplett andere Rennserien machen, dann ist dies selten von besonderem Erfolg geprägt. Viele Formel-1-Fahrer haben sich z.B. in der DTM schwer getan, obwohl beide Serien zum Teil auf den selben Rundstrecken unterwegs sind. Noch eine Stufe schwieriger wird es, wenn man komplett das Terrain wechselt – und zum Beispiel Rallyes fährt. Kimi Räikkönen kann davon gewiss ein Lied singen.

Einer, der auf allen Ebenen Erfolg hatte, war Walter Röhrl. Er kann Erfolge in der Rallye-WM, in der DTM und auch bei den Sportwagen vorweisen und gilt als perfekter Allrounder. Heute beobachtet der 65jährige den Motorsport lieber von außen, auch die Formel 1 hat es ihm wieder angetan. Dabei sticht ihm ein Fahrer besonders ins Auge: Sebastian Vettel. Röhrl ist sich sicher, dass er einer der wenigen ist, der auch im Rallye-Auto Erfolg haben würde: "Er hat einfach dieses Urgefühl für ein Auto", lobt er den 25jährigen gegenüber Sport Bild.

Dies habe er unter anderem auch mit seinen zahlreichen Rennsiegen beim Nations Cup des Race of Champions bewiesen, wo es teilweise genauso eng zugehe wie bei einer Rallye. "Da steht oft dieser unverrückbare Baum, das ist das große Problem der meisten Rallye-Fahrer", erklärt der Weltmeister von 1980 und 1982. Doch Vettel würde auch mit diesen Schwierigkeiten zurechtkommen: "Er hat keine Angst davor und ist auch noch vernünftig genug, das Gas wegzunehmen, wenn er dem Baum zu dicht kommt."

"Er kennt eben seine Grenzen. Das ist die Grundvoraussetzung für einen Superchampion", weiß Röhrl. Bisher hat sich Vettel zwar noch nicht an eine Rallye gewagt, einer seiner Kollegen kann ihm allerdings ein paar Geschichten davon erzählen: "Kimi Räikkönen hat auch das Zeug dazu, aber vielleicht nicht genügend Respekt", analysiert Röhl den WRC-Ausflug des Finnen. "So erklären sich einige Ausfälle in seinen beiden Rallye-WM-Jahren 2010 und 2011."

Ein anderer ehemaliger Formel-1-Pilot bekommt vom ehemaligen Rallye-Ass aber sein Fett weg: "Robert Kubica fährt meiner Ansicht nach völlig unvernünftig", urteilt Röhrl. Der schwere Unfall Anfang 2011, der seine Formel-1-Karriere zum Erliegen gebracht hat, habe ihn nicht davon abgehalten, wieder ins Rallye-Auto zu steigen und weiterhin zum Teil unvernünftige Manöver zu setzen. Dementsprechende Angst hat Röhrl um den Polen: "Ich befürchte, er bringt sich noch um, so schrecklich das klingt!"

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