RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Estland-Rallye

„Am Samstag konnte ich es dann genießen“

Der dominante Sieg in Estland ist für Ott Tänak die beste Vorbereitung für seinen WM-Start in Finnland, doch es gab auch Schwierigkeiten zu meistern.

Die Estland-Rallye wurde von einem Fahrer dominiert: Ott Tänak war von der ersten Prüfung weg der mit Abstand schnellste Fahrer und fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen. Dennoch musste der Este kleinere technische Probleme mit seinem Ford Fiesta R5 meistern. Dazu kam ein Fahrerfehler, der glimpflich ausging. Ansonsten fuhr Tänak in seiner eigenen Liga und stellte elf von 15 Bestzeiten auf. Somit feierte der 26-Jährige den Sieg bei seinem ersten Start in der Rallye-Europameisterschaft.

Ott, Gratulation zu deinem Heimsieg. Wie fühlst du dich?

"Es war für uns eine sehr gute Veranstaltung und ich habe es sehr genossen. Wir konnten uns am Freitag einen großen Vorsprung aufbauen. Am Samstag konnte ich es dann genießen."
ANZEIGE
Es gab aber kleinere technische Probleme. Am Freitag gab es eine Alarmmeldung für den Benzindruck und am Samstag gab es Schwierigkeiten mit der Servolenkung. Was war mit dem Motor los? Hast du dir große Sorgen gemacht?

"Ehrlich gesagt, hatte ich am Samstag große Sorgen, weil wir wussten, dass wir am Freitag Probleme mit dem Benzindruck hatten. Das war kein guter Moment, aber dann schafften wir es zurück in den Service-Park. Beim Turbo gab es ein Leck, wodurch der Turbo zu wenig Druck lieferte. Wir wechselten ihn und dann war es okay. Wir hatten etwas Glück, aber am Ende haben wir gewonnen.

Es gab auch in der sechsten Prüfung einen brenzligen Moment. Was passierte genau und wie nahe warst du einem Unfall? Aus dem Fernsehhelikopter hat es sehr spektakulär ausgesehen.

"Das kann ich mir vorstellen, aber im Auto war es nicht so schön. Es war mein Fehler von der 'Recce'. Es war eine sehr schnelle Kurve. Sie macht zu, aber das war nicht in meinem Aufschrieb vermerkt. Ich dachte, dass die Kurve aufmachen würde, aber sie machte zu. Deshalb fuhr ich in den Straßengraben. So war es eben. Vielleicht war ich nicht genug konzentriert, weil ich einen großen Vorsprung hatte. Anschließend versuchte ich mich zu konzentrieren und meinen Rhythmus zu halten. Es gab dann auch keine weiteren Probleme."

Dein nächster Start ist in der Rallye-WM in Finnland. Wie wichtig war dieser Sieg für das Selbstvertrauen?

"Ich glaube, es war sehr wichtig. In den vergangenen Jahren bin ich vor Finnland nie in Estland gefahren. Die Straßen sind sehr ähnlich. Jetzt hatte ich die Chance, ein gutes Gefühl und einen Rhythmus auf schnellen Straßen aufzubauen. Dass ich diese Rallye mit einem Sieg beenden konnte, ist ein tolles Gefühl und perfekt für Finnland. Ich bin sehr glücklich."

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Estland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr