RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

F1-Comeback undenkbar

Nicht sein verheerender Rallye-Unfall 2011 macht Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica im Nachhinein am meisten zu schaffen, sondern seine starke F1-Saison 2008.

Fünf Jahre lang hatte Robert Kubica die Gelegenheit, sich in der Formel 1 mit den besten Rennfahrern der Welt zu messen. Zwischen 2006 und 2010 holte der Pole einen Sieg, fünf zweite sowie sechs dritte Plätze in 76 Rennen. Viele Experten waren vom Potenzial Kubicas überzeugt, sahen in ihm einen künftigen Weltmeister. 2011 sollte dann jedoch alles anders kommen: Bei einer Rallye-Veranstaltung in der Winterpause verunfallte der damalige Renault-Pilot - seine Formel-1-Karriere war beendet.

Ob Kubica jemals wieder in ein Formel-1-Auto steigen wird, ist nicht abzusehen. Immer wieder betont der 29-Jährige, dass ein (ihm bereits angebotener) Test nur Sinn ergeben würde, wenn er auch im Stande wäre, jede Strecke des Rennkalenders problemlos fahren zu können. Das ist mit seinem eingeschränkt mobilen Arm bis dato jedoch nicht denkbar. Trotz jener schicksalhaften Entscheidung, am Ronde di Andora in Italien teilzunehmen, die sein Leben verändern sollte, bereut er etwas anderes noch mehr.

In der Saison 2008 holte Kubica seinen einzigen Grand-Prix-Sieg in Montreal, hatte lange Zeit sogar ein Wörtchen im WM-Kampf mitzureden - am Ende reichte es jedoch nur zu Gesamtrang vier. "Um ehrlich zu sein, bereue ich die Zeit damals noch mehr, denn die Hälfte der Saison war ich locker im Geschäft", erinnert er sich gegenüber Autosport. "Ich habe die Gesamtwertung nach Kanada angeführt und war selbst im August noch ziemlich nah dran." Allmählich konnte sich Lewis Hamilton an der Spitze dann aber doch absetzen, holte am Ende den Titel.

Der falsche Weg war offensichtlich noch in der ersten Saisonhälfte eingeschlagen worden: "Wir hatten da ein ziemlich cooles Upgrade in der Hinterhand, das nur darauf wartete, ans Auto montiert zu werden. Das hätte uns einen weiteren Performance-Schub gegeben", denkt Kubica zurück. "Aber aus irgendeinem Grund fand es nie seinen Weg an das Auto." So erinnert sich der Pole offenbar mit gemischten Gefühlen an sein damaliges Team BMW Sauber: "Zu der Zeit damals hast du die Dinge etwas anders gesehen..."

"Wenn ich ehrlich bin, muss ich mich auf der einen Seite bei BMW Sauber bedanken, dass sie mir diese Gelegenheit gegeben haben. Aber wenn du dann in so einer Situation bist, ist es normal, dass du alles versuchen willst", stellt Kubica klar. "Vielleicht hatten sie ihre Prioritäten irgendwie anders gesetzt zu dem Zeitpunkt." Alles in allem blicke der jetzige Rallye-Fahrer aber trotz alledem mit mehr positiven als negativen Gefühlen auf jenes Jahr 2008 zurück.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mühlstein Rallye: Bericht AARC

AARC: Ausfallsorgie bei Mühlstein Rallye!

AART-4WD: Ausfall des Favoriten und Führenden der Zwischenwertung! AARC-2WD: Doppelsieg für Tschechien – Ausfallorgie der heimischen Eliten.

Ogier kehrt nach Finnland-Crash zurück

"Bin bereit für Paraguay"

Sebastien Ogier hat sich von seinem schweren Unfall in Finnland erholt und bestätigt seinen Start bei der Rallye Paraguay: Kampf um Herstellertitel für ihn im Fokus

ERC & CZ, Barum-Rallye: Vorschau

Wagner, Stengg & Pröglhöf in Zlin

Drei österreichische Piloten suchen bei der Barum Rallye ihr Glück - allen voran Simon Wagner, der dort bereits dreimal auf dem ERC-Podium stand…

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht Friedl

„Jump und Flow"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 haben mit dem Autofun - Ford Fiesta Proto mit ambitionierter Fahrweise das beste Gesamtergebnis heuer eingefahren.

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Rosenberger

Achtungserfolg für Kris Rosenberger

Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher versäumen das Podium nur sehr knapp - Rang vier bringt schlussendlich viele wichtige Punkte für die EHRC Gravel Wertung - Erstes Antreten auf den finnischen Schotter-Autobahnen als eindrückliches Erlebnis

Peter Klein Kolumne

Stärke kommt nach Tränen

Unser Kolumnist, der langjährige ORF-Sportreporter Peter Klein berichtet von seinem ersten Besuch bei Marcel Neulinger - am Ende steht ein Zitat voller Hoffnung….