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Mikulas-Rallye 2014 Ein Rallye-Volvo bei der Mikulas-Rallye 2008

Ein Ereignis für die Geschichtsbücher

Eine Clubvorschau der besonderen Art – über Enthusiasmus, Freunde, Zusammenhalt, Premieren sowie sentimentale Comebacks beim MCL 68.

Fotos: MCL 68

Fast ist man versucht, im Vorfeld der diesjährigen Mikulas-Rallye von Tränen der Rührung zu schreiben. Schwer ist dem geneigten Leser verständlich zu machen, was der traditionelle Saisonabschluss bei der Mikulas-Rallye 2014 heuer für den Club bedeutet.

Doch der Reihe nach: Die Begeisterung und das Leuchten in den Augen der Teilnehmer des MCL 68 beim Erzählen über die letztjährige Ausgabe ließ nicht nur bei den Aktiven, sondern auch bei zahlreichen Fans und Freunden die Neugierde ins Unermessliche steigen, und so kommt es, dass heuer fünf Rallyeteams von 55 mitreisenden Clubkollegen, Freunde und Familienangehörigen begleitet werden.

Zu den Stammgästen der Rallye zählen Will Polesznig/Peter "Pezl" Stark im Porsche 911 und GP-Racing-Mastermind Georg Gschwandner/Manfred Cerny im Volvo 740. Die Volvoflotte wird durch Andreas Schmiedberger/Karin Cerny sowie Jürgen Hell-Mühlberger/Benjamin Manz ergänzt. Jürgen Mühlberger (ja, der Bruder von Roman, welcher das "Hello-Kitty-Evo-Geschwür" zuletzt sehr erfolgreich durch den waldviertlerischen Forst prügelte), erwarb zu Saisonbeginn einen Volvo 240 Turbo aus dem Hause GP Racing und hat quasi mit dem Kaufvertrag die Blankonennung für das Schotterfunhighlight des Jahres mitunterschrieben.

Der Geist des MCL68, der unbeschreibliche Zusammenhalt, die Geschichten und Gschichtl'n, die Abenteuer und Erfolge, das Improvisieren im waldviertlerischen Schlamm, unter der sengenden Sonne von Zypern oder auf den Wiesen Neuseelands, all das wird von Generation zu Generation im Club weitererzählt und auch spirituell weitervermittelt. Aber eine Sensation, die wohl alle bisherigen Versuche, den Geist und das Abenteuer des Traditionsclub MCL68 den nächsten Generationen weiterzuvermitteln, ad absurdum führt, ist dem fünften Fahrer des Clubs bei der diesjährige Mikulas-Rallye, Eugen Friedl, gelungen.

Eugen Friedl, in den 90er Jahren international äußerst erfolgreich mit einem VW Golf II unterwegs, hat seinen damaligen Chefmechaniker Fritz Steiner zu einem Comeback überredet. Als weiteren Servicemann konnte er, zumindest kurzfristig, Josef "Joe" Kreuzer ebenso aus der Rallyepension locken. Joe ist den etwas reiferen Rallyesemestern ("älteren" würde sicherlich zensiert werden) ein Begriff.

Der MCL-68-Präsident der 80er & 90er Jahre pilotierte unter anderem einen Opel Manta in den seligen Chalkidike-Rallyezeiten und setze einmal nahtlos an die Chalkidike-Rallye als Weiterreise zur Zypern-Rallye an, quasi zum Drüberstreuen. In einer Zeit, Herrschaften, wo Rallyes noch Rallyes waren, fernab von logistischen Hilfsmitteln wie Internet, Handys, klinischen Serviceplätzen, der EU oder anderen Verweichlichungen der Materie Rallye.

Der nunmehr 57jährige Besitzer eines Fahrradgeschäfts in Bad Vöslau hätte sich damals wohl kaum träumen lassen, eines Tages seine 19jährigeTochter Lisa zu ihrer Rallyepremiere nach Ungarn zu begleiten. Eugen Friedl stellt sich und die Mikulas-Rallye in den Dienst der guten Sache und leistet den Bildungsauftrag des MCL 68 zur Einschulung neuer Rallyeinteressierten folge. Wer Eugen Friedl kennt, weiß wie ernst er auch an diese Sache herangehen wird.

Vorschusslorbeeren streute er seiner jungen Beifahrerin bereits mächtigst, indem er lobend ihren Ernst und ihren Enthusiasmus in der Vorbereitungsphase für diese Rallye hervorhob. Die 19jährige Mountainbike-Downhill-Spezialisten eröffnet quasi eine weitere Generation in der unendlichen Geschichte des MCL68.

Logieren wird der ganze MCL 68 Rallyetross in einem Thermenhotel am Balaton, diese Annehmlichkeit haben sich auch die mitgereisten Frauen und Kinder zum Saisonabschluss mehr als verdient. Mit einer kleinen Ausnahme sind hier dank der Präsenz von Joe Kreuzer, Peter Stark, Andy Steuer und Georg Gschwandner die Präsidenten der letzten vier Jahrzehnte des Clubs vor Ort, auch dieser Umstand wird in die dicken Geschichtsbücher des MCL68 ein Kapitel finden.

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