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ORM: Schneebergland-Rallye

Reifenprobleme verhindern Podestplatz

Probleme mit den aufgezogenen Reifen, sowie ein Plattfuß in der letzten Sonderprüfung kosteten die Piloten von Rigler Racing das Podest.

Fotos: Daniel Fessl

Die beiden Rigler Racing Piloten Gerald Rigler und Martin Roßgatterer konnten bei der Schneebergland Rallye zeigen, dass man sich auf dem losen Untergrund namens Schotter besonders wohlfühlte.

Nach dem ersten Tag lag man von Beginn an auf dem sensationellen dritten Gesamtrang und konnte sogar zweimal die zweite Gesamtzeit hinter Serienstaatsmeister Raimund Baumschlager markieren. Christian Schuberth-Mrilik, den es zu schlagen galt um die Führung in der NÖ-Rallye Trophy zu übernehmen, lag mit seinem Subaru Impreza STI nach der 1. Etappe 14,6 Sekunden hinter den Rigler Racing Piloten. Aufgrund bzw. mangels neuer Schotterreifen musste für den nächsten Tag die Reifenstrategie geändert werden. Die SP7/8 "Kalte Kuchl -Tiefental" mit einer Länge von 10,82 Kilometer führte zu 4,82 Kilometer auf Asphalt, weshalb man sich dazu entschied, die stark verschlissenen Schotterreifen des ersten Tages einzusetzen, da diese am Asphalt zumindest gleich gut wie ein neuer Schotterreifen funktionieren würden und sich so der Zeitverlust in Grenzen halten sollte. Das noch vorhandene neue Reifenmaterial wurde für den 35 Kilometer langen Rundkurs Biegelhof aufgespart.

Bereits nach dem ersten Durchritt der Sonderprüfung "Kalte Kuchl -Tiefental" zeigte sich, dass diese Strategie nicht aufging, weil der EVO IX mangels Grip 11,7 Sekunden auf den Subaru von Schuberth-Mrilik verlor, dieser jedoch wegen eines Frühstarts 10 Strafsekunden kassiert hatte. Somit blieb Gerald Rigler weiterhin mit 15 Sekunden auf dem dritten Gesamtplatz, was aber keinesfalls beruhigend war, musste man doch diese Sonderprüfung nochmals mit nun fast slickartigen Reifen bewältigen. Die beiden Rigler Racing Piloten versuchten auf SP8 wohl noch das Schlimmste abzuwenden und riskierten dabei einen Tick zu viel. Die Folge war ein Highspeeddreher, sodass der Heckflügel des EVO IX von nun an die Wälder des Schneeberglands ziert und der erste Verfolger auf 1,8 Sekunden an Gerald Rigler herankam.

Aber alles halb so wild - dachte man! Das Fahrzeug wurde im Service von den Technikern wieder fachmännisch repariert und der EVO IX mit der Geheimwaffe (den neuen Schotterreifen) bestückt, die auf dem 35 Kilometer langen Rundkurs Bieglhof wieder alles richten sollten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Nach dieser vorletzten Prüfung befand man sich hinter Schubert-Mrilik und Gassner sen. auf dem 5. Gesamtplatz. Auch hier zeigte sich, dass die verwendeten Reifen nicht ordentlich gearbeitet hatten, da diese einfach noch zu neu aussahen. Aber dass sich die Rigler Racing Piloten auf der letzten Prüfung auch noch einen Plattfuß einhandelten und auf den 8. Gesamtrang zurückfielen, war die Draufgabe. Doch Gerald Rigler und Co-Pilot Martin Roßgatterer nahmen es sportlich und gratulierten Christian Schuberth-Mrilik und seinem Co-Piloten zum hoch verdienten 3. Gesamtplatz, welche sich dann noch ein kurzes Stelldichein in der Rigler Racing Servicezone gaben.

Fazit: Es hat halt nicht sein sollen. Trotzdem ist eine starke Vorstellung am ersten Tag gelungen. Die Reise ins Schneebergland war es allemal wert, da diese Rallye absolut genial war! Punkto Reifenstrategie wird man aber etwas ändern müssen.

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