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ARC, ET König Rallye: Bericht Wanko
Foto: Ing. Harald Illmer/Illmer-Design

Drift-Return

Die Waldviertler Rallyesportler Mario Wanko und Eva Kollmann, die größtenteils aus Leidenschaft aktiv im Wettbewerb dabei sind, sind zur Action zurückgekehrt. Und haben dabei umso mehr die Freude genossen, ihre eigenen Grenzen und die des von ihnen eingesetzten Lada 2107 zu erforschen. Daß man dabei auch mit wenigen PS viel erleben kann, war auch diesmal nicht zu übersehen.

Wieder einmal nach Herzenslust angasen, den Kick von Speed und physischen Kräften spüren, und das Ganze mit minimalem Aufwand, zu minimalen Kosten: Das war die Hauptmotivation für Mario Wanko und Eva Kollmann, sich zur ET König-Rallye powered by Peter Hopf Erdbau zu begeben. Und sich den Teilnehmern der Austrian Rallye Challenge anzuschließen. Es machte tatsächlich sehr viel Spaß, sich abseits von Verkehrsvorschriften, und gänzlich ohne Fahrassistenz-Elektronik ganz auf sich allein zu stellen. Und einfach zu nützen, was das Auto hergibt. Naturgemäß ist bei dem Lada 2107 der Mitte der Achtziger Jahre die Tuningstufe hinsichtlich Beschleunigung, Highspeed und Straßenlage eher auf niedrigem Level, doch gerade das macht auch eine starke Herausforderung aus, das Maximum herauszuholen.

Klarerweise ist die Platzierung da eher Nebensache, wenn die Gegnerschaft praktisch durchgehend mit mehr PS-Leistung und größtenteils moderner ausgestattet ist, was nicht heißt, daß sich Mario Wanko und Eva Kollmann nicht große Mühe gegeben hätten, fahrerisch auf bestmögliche Perfektion und beständige Dynamik zu setzen. Als rein für die ARC genanntes Team begann für sie die Rallye mit der Samstages-Etappe, aber mit unvermindert fulminantem Erlebnis. Das persönliche Erfolgsgefühl wurde unter Anderem dadurch intensiviert, daß bis zu dessen Ausfall ein Turbo-Allrad-Mazda gut unter Kontrolle gehalten werden konnte. Natürlich war insgesamt die Chance, platzierungsmäßig die große Attacke zu reiten, recht reduziert, vor Allem auf Prüfungen wie Obdach, wo längere Bergauf-Abschnitte vorherrschten: Fehlende Motorkraft…und so. Die Anstrengungen, den Umständen bestmöglich entgegenzutreten, waren von viel fahrerischem Herz und mutiger Aktion begleitet, da kann es auch schon einmal vorkommen, daß man des Guten zu viel tut und unfreiwillig die Strecke verläßt. So wie auf einer Kurvenkombination der Prüfung Möderbrugg, wo das Lada-Team von etwas zu viel Schotter auf der Asphalt-Fahrbahn überrascht wurde. Zum Glück an einer Stelle, wo der Wagen nicht von einem festen Hindernis, sondern von einer Wiese empfangen wurde. Und so ging es gleich wieder weiter. Auch mit einem nun leicht geänderten Lenkverhalten, das aber nicht sonderlich auffiel.

Ein Freudenspender der besonderen Art war vor Allem der Rundkurs Judenburg, der in der Endphase der Rallye zweimal befahren wurde und in seinem äußeren Erscheinungsbild ein wenig an Long Beach erinnerte – nur eben deutlich weniger flach. Hier war auch die Zuneigung der Fans und Anhänger deutlich spürbar, das machte zusätzlich gute Stimmung. Ein großartiges Zeichen, das hier in atmosphärischer und stilistischer Hinsicht gesetzt wurde, auch durch die Organisation der Rallye.

Am Ende wurde ein 25. Platz unter den ARC-Teilnehmern als Belohnung registriert, und zusätzlich ein erster Platz in der Kategorie C5. Aber das eigentliche Wichtige war das Lustempfinden, das sich wieder einmal sehr stark bemerkbar gemacht hatte. Das Team um Martin Gruber hat wie gewohnt hochwertige Arbeit geleistet, auch den Gönnern und Sponsoren gilt großer Dank.

In Kürze wird ein Test-Event des MSC Thayaland genützt werden, was vor Allem im Hinblick auf den nächsten geplanten Start im Wettbewerb eine willkommene Gelegenheit ist. Der wird mit ziemlicher Sicherheit nach Perg führen, zur Mühlstein-Rallye, eine ebenfalls bereits bekannte und geschätzte Stätte der Begegnung mit leidenschaftlichen Anhängern des Sports.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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