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Saibel beendet ÖM-Saison vorzeitig

Kurz nachdem sich Mario Saibel nach sechsmonatiger Pause zurückgemeldet hatte, beendet er die laufende Saison mit sofortiger Wirkung.

Fotos: Gerald Wais, Daniel Fessl

Die Pressestelle des Wiener Rallyefahrers versucht, Saibels Motive für seinen Rückzug in diesem bereitgestellten Interview zu ergründen:

Mario, wie kam es zu dieser doch sehr überraschenden Entscheidung?

Wie so oft im Leben ist es natürlich eine Budgetfrage. Ausschlaggebend war am Ende, dass ich die Absage von einem Sponsor bekommen habe. Mit dieser Absage habe ich, ehrlich gesagt, nicht mehr gerechnet, da die Gespräche bis dato sehr gut verlaufen sind.

Und warum jetzt das Ende so früh in der Saison?

Für mich ist klar, dass ich mit meinem kleinen Budget nicht an der Spitze mitfahren kann. Ein Beispiel: Das Auto ist komplett unversichert; das heisst, ich muss immer ein bissl Luft lassen, um Schäden zu vermeiden – das kostet natürlich alles Zeit. Es war immer mein Ziel, ein Paket zu haben, das es mir ermöglicht, zumindest 30 Tage pro Jahr im Rennauto zu sitzen, weil nur dann kannst du wirklich konkurrenzfähig werden. Das ist aber momentan leider völlig unmöglich – da muss man sagen: ganz oder gar nicht; dieser Schritt ist die logische Konsequenz.

Was waren die schönsten Momente?

Man muss schon sagen, ein S2000 fahren zu dürfen, ist ein Hochgenuss. Ich habe das Setup von Raimund für mich ein wenig ändern müssen, aber als das Auto dann für mich gepasst hat, war jeder Meter ein Traum. Dass wir bereits bei der zweiten Rallye im Škoda [bei der Admont-Rallye 2013; Anm.] sieben SP-Bestzeiten fahren, hätte ich mir aber auch nie gedacht ...

Ich möchte hier natürlich die Gelegenheit nützen, mich bei Ursi und Pirmin sowie bei meinen Sponsoren und Unterstützern ganz herzlich zu bedanken. Das S2000-Projekt war ein Traum, und wir haben im letzten Jahr sicherlich das absolute Maximum [fünf Podestplätze bei fünf ÖM-Rallyes; Anm.] herausgeholt.

Und wie geht's jetzt bei Dir weiter?

Das kann ich noch nicht sagen. Ich glaube aber nicht, dass ich dem Rallyesport verloren gehe. Dieser Sport ist eine Herzensangelegenheit für mich, und das wird auch immer so bleiben.

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