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Rallye-ÖM: News

Rudi Kugler feiert den (Un)ruhestand

Seine legendäre Karriere als Co-Pilot mag Rudi Kugler beendet haben, doch nun will er die Waldviertel-Rallye als Fahrer bestreiten.

Fotos: Christa Feichtner

Der Teamname "Rudi & Friends" war Programm bei der Sommerausgabe des Elf-Stunden-Rennens in Rappolz: Mit Rallyefahrer Marco Aubrunner, Beifahrer Christoph Fischer, Rallyeurgestein Josef Brenner sowie dem Motorsporttausendsassa Otto Lehr erfüllte sich Rudi Kugler einen Traum und mietete einen Volvo 945 von GP Racing. Wer den sympathischen, immer jungen Rudi Kugler kennt, der weiß, dass er nichts dem Zufall überlässt.

Der Wagen wurde auch deswegen gewählt, weil Kugler sich nach eigenem Bekunden auf die Waldviertel-Rallye "einschwingen" wollte, denn sein (Un)Ruhestand bezieht sich nur auf die rechte Seite im Rallyeauto. Kugler: "Ich möchte mir im Herbst einen Traum erfüllen und mit einem Volvo die Waldviertel-Rallye selber fahren. Wenn es mich dann weiter juckt, könnte ich mir nächstes Jahr vielleicht ein paar Einsätze in Ungarn vorstellen, aber schau ma mal ..."

Der Volvo wurde teils taktisch, teils sehr ambitioniert um den Kurs bewegt. Je länger der Tag dauerte, desto mehr wuchs die Liebe zu diesem "Schwedenstahl XL" auch bei Marco Aubrunner & Co. Aubrunner: "Unglaublich, was dieser Quasi-Serien-Volvo auf der immer brutaler werdenden Strecke aushielt. Da hätte so mancher Evo schon die Differentiale ausgespuckt." Nachdem Otto Lehr die dem abgefallenen Auspuff geschuldete infernale Geräuschkulisse publikumswirksam zu nutzen wusste, blieb der Wagen dann doch einmal stehen.

Danach wuchsen Rudi & Friends, die vorher kaum einen Volvo von innen gesehen hatten, über sich hinaus. Nachdem der Bedarf an Sicherungen für die Benzinpumpe ins Unendliche gestiegen war, machte man gemeinsam mit GP-Racing-Einsatzleiter Georg Gschwandner das Kabel der nicht mehr vorhandenen Lamdasonde als Ursache aus, die über die selbe Sicherung abgesichert ist. Problem erkannt, Problem gebannt – und weiter ging's. Die Rennleitung wollte dann noch eine leichte Dezimierung der Geräuschkulisse, und so wurde ein Teil eines zufällig gefundenen Mitsubishi-Auspuffs mit dem "Schwedenstahl" verheiratet. Auch Achsaufhängungen können die Mechaniker beim Volvo nun im Schlaf tauschen.

Das abschließende Resümee nach der Zielankunft mit tatsächlich verbürgten Freudentränen von Rudi Kugler lautete: "Danke an meine Mitfahrer, besonders Marco und sein Beifahrer haben sich schnell im und unter dem Volvo zurechtgefunden. Danke auch an Georg Gschwandner, in dessen Servicebus wohl zwei Ersatzvolvos an Teilen versteckt waren, und danke auch an unsere Partner und Sponsoren, welche dieses Abenteuer möglich machten." Das Team beendete das Rennen auf den 21. Platz als zweitbester Volvo und erster im "GP Racing Long Distance Elch Cup".

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