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ERC: Akropolis-Rallye

ERC-Champion Kajetanowicz siegt

Kajetan Kajetanowicz hat die Akropolis-Rallye für sich entschieden: Der amtierende Champion lag gestern nur auf Rang drei, doch die Konkurrenz hatte Pech.

Der amtierende zweimalige ERC-Champion Kajetan Kajetanowicz hat die Akropolis-Rallye 2017 für sich entschieden und sich damit zum dritten Sieger bei der dritten Rallye des Jahres in der Rallye-Europameisterschaft gekürt. Der Pole profitierte von zahlreichen Problemen bei einer der härtesten Rallyes des Jahres und siegte in seinem Ford Fiesta R5 am Ende souverän mit fast zwei Minuten Vorsprung.

"Das ist ein fantastisches Gefühl. Ich danke allen, die an uns geglaubt haben", jubelt Kajetanowicz nach der Zielankunft überschwänglich. "Das war eine der schwierigsten Rallyes in meinem Leben. Sie war zu unserem Auto, unserem Körper und unserem Geist so anspruchsvoll, aber schön zugleich. Es ist verrückt, und es ist fantastisch."

Kajetanowicz lag nach dem ersten Tag mit einer guten halben Minute Rückstand nur auf dem dritten Platz, doch im Gegensatz zu seinen Gegnern vor ihm kam der Meister am Sonntag gut über die letzten sechs Sonderprüfungen. Zweiter wurde der Portugiese Bruno Magalhaes (Skoda), der am Samstag ebenfalls Rang zwei belegt hatte.

Pech für Al-Attiyah und Magalhaes

Magalhaes hatte in der ersten Prüfung des Tages die Führung übernommen, diese auf der 33,86 Kilometer langen Prüfung Elatia-Karya aber an Kajetanowicz abgeben müssen, weil er elektrische Probleme mit seinem Skoda Fabia R5 bekam. Die Schaltung ohne Zugkraftunterbrechung, die Scheibenwischer sowie die Startkontrolle funktionieren nicht mehr, hinzu kam ein Überhitzungsproblem - am Ende fuhr der Portugiese zwar mit gut zwei Minuten Rückstand ins Ziel, hatte dabei aber immer noch komfortable drei Minuten Vorsprung auf den drittplatzierten Grzegorz Grzyb (Skoda).



Weniger gut erging es Nasser-Al-Attiyah (Ford). Der Katari hatte den Event nach Tag eins noch knapp angeführt, verlor seine Führung aber schon zu Beginn der ersten Tagesprüfung am Sonntag. Der ehemalige Sieger der Rallye Dakar bekam ein Problem mit der Servolenkung und wollte seinen Wagen neu starten, doch weil der Motor nicht ansprang, verlor er gut zwei Minuten. In Sonderprüfung zehn war endgültig Schluss, weil das Lenkungsproblem erneut auftauchte.

Das brachte zunächst Murat Bostanci (Ford) auf Rang drei, doch vier Kilometer vor dem Ziel platzte der Traum vom ersten ERC-Podest, als er nach einem Abflug steckenblieb. Gleiches passierte auch dem Griechen George Philippedes (Skoda), sodass Grzegorz Grzyb den Podestplatz abstauben konnte. Rang vier ging an Alexandros Tsouloftas (Citroen), Fünfter wurde trotz eines Zeitverlustes von mehr als zehn Minuten (Radwechsel) Socratis Tsolakidis (Skoda).

Von Thurn und Taxis scheidet kurz vor Ziel aus

Einen starken Auftritt ohne Happy End legte Albert von Thurn und Taxis in seinem Skoda hin. Der Fürst lag auf dem Kurs zu seinen ersten ERC-Punkten, als er sich auf Rang sieben liegend einen Kilometer vor dem Ziel überschlug und ausschied.


Mit seinem Sieg bei der Akropolis-Rallye hat sich Kajetanowicz auf Rang zwei der Gesamtwertung geschoben. In Führung liegt weiterhin der Portugiese Magalhaes, der den ersten Saisonevent, die Azoren-Rallye, für sich entschieden hatte. Rang drei belegt weiterhin Aleksei Lukjanuk, der verletzungsbedingt nicht an der Rallye teilnehmen konnte.
Der nächste Event ist die Zypern-Rallye, die vom 16. bis 18. Juni auf Schotter ausgetragen wird.

Endergebnis nach Sonderprüfung 12 (Top 10):

1. Kajetan Kajetanowicz (Ford) - 2:50:40.6 Stunden
2. Bruno Magalhaes (Skoda) + 1:58.7 Minuten
3. Grzegorz Grzyb (Skoda) + 5:05.3
4. Alexandros Tsouloftas (Citroen) + 7:48.3
5. Socratis Tsolakidis (Skoda) + 15:49.2
6. Zelindo Melegari (Mitsubishi) + 20:05.6
7. Vassilis Drymoussis (Subaru) + 24:43.5
8. Bugra Banaz (Ford) + 25:06.0
9. Ümitcan Özdemir (Ford) + 26:45.4
10. Tibor Erdi jun. (Mitsubishi) + 29:11.2

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