RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Die Höhen & Tiefen von Sordo/Paddon

Hyundai-Teamchef Michel Nandan bewertet seine zweiten Fahrer: Einen Mann wie Dani Sordo braucht man - Hayden Paddon bleibt 2017 hinter den Erwartungen.

Thierry Neuville ist im Hyundai-Team die ganz klare Nummer 1 und kämpft in diesem Jahr um den Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft. Für diese Mission wurde der Belgier auch vor vier Jahren verpflichtet. Rund lief es nicht immer. In der zweiten Saison 2015 brachen Neuvilles Leistungen ein und er wurde kurzfristig sogar ins zweite Team versetzt, das damals nicht um Punkte für die Marken-WM fuhr. Mittlerweile hat Neuville die Hackordnung wiederhergestellt. Dani Sordo und vor allem Neuseelands Hoffnungsträger Hayden Paddon bleiben in dieser Saison hinter den schon gezeigten Leistungen zurück.

Sechs Podestplätze konnte Sordo seit 2014 für Hyundai erobern. Ein Sieg gelang dem Routinier nicht. Dafür zählt er als konstanter Punktesammler. In der laufenden Saison schaffte es Sordo nur zweimal nicht in die Top 10. "Deshalb ist er in unserem Team", betont Teamchef Michel Nandan im Gespräch. Auch wenn Sordo nicht zu den schnellsten Fahrern im Feld zählt, so ist auf ihn Verlass. Seine Erfahrung und Routine sind auch viel Wert.

Nandan nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er über seine Einschätzung von Sordo spricht: "Man braucht einen Fahrer, der immer Punkte holt. Und so ein Fahrer ist Dani. Er wird wahrscheinlich nicht um den Sieg kämpfen, aber bei den meisten Rallyes kann er unter die Top 5 fahren. So einen braucht man für die Herstellermeisterschaft. Er kennt seine Grenzen und bleibt immer auf der sicheren Seite." Während Neuville mit Sebastien Ogier um den Titel kämpfen soll, muss Sordo für die Marken-WM Punkte sammeln.

Trotzdem betont Nandan, dass Sordo durchaus den Speed hat: "Hier (bei der Deutschland-Rallye; Anm. d. Red.) ist er zum ersten Mal seit langer Zeit abgeflogen. Er ist die meisten Prüfungen am Freitag nicht gefahren, hat aber genau so viele SP-Bestzeiten wie Ott (Tänak, Rallyesieger; Anm. d. Red.). Das zeigt, dass er auch schnell ist." Drei Rallyes vor Saisonende ist Sordo auf dem fünften Platz der Fahrer-WM zu finden.

Holpriger läuft die Saison für Paddon. Nach seinem ersten Sieg und zwei weiteren Podestplätzen im Vorjahr wurde von ihm der nächste Schritt erwartet. Aber abgesehen vom zweiten Platz in Polen war von Paddon nicht viel zu sehen. "Im Vergleich zum vergangenen Jahr geht es bei ihm ein wenig auf und ab", muss auch Nandan zur Kenntnis nehmen. "Das sind vielleicht die Punkte, die uns fehlen. Manchmal hatte er Pech, manchmal lag es am Auto. Er hat aber auch ein paar Fehler gemacht, zum Beispiel auf Sardinien und in Finnland. Aber wenn man es versucht, kann es auch schiefgehen."

Und warum läuft es für Paddon nicht? Spielt der tragische Unfall zu Saisonbeginn, als ein Zuschauer ums Leben kam, im Kopf eine Rolle? "Ich denke, den Vorfall in Monte Carlo hat er abgehakt", glaubt Nandan. "Auf Asphalt ist er nicht der Schnellste. Das erwarten wir von ihm auch nicht, dafür haben wir Thierry und Dani. Aber bei Rallyes wie Sardinien, Mexiko oder auch Polen und Finnland kann er um die Spitze kämpfen." Paddon ist WM-Neunter. In der Marken-WM hat Hyundai drei Rallyes vor Saisonende 64 Punkte Rückstand auf M-Sport Ford.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

Rallye Dakar 2026: Etappe 11

Lategans Traum vom Sieg platzt

Henk Lategan verliert in der elften Etappe mehr als eine Stunde - Mattias Ekström (Ford) holt Tagessieg - Nasser Al-Attiyah (Dacia) führt knapp vor Nani Roma (Ford)

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin

Jännerrallye: Bericht Wagner

Der Fluch ist gebrochen

Die amtierenden Staatsmeister Simon Wagner und Hanna Ostlender gewinnen die Jännerrrallye 2026 und sind damit seit einem Jahr in Österreich ungeschlagen