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ORM: Rebenland-Rallye

Schuberth-Mrlik: Sieg der Vernunft

Schweren Herzens entschloss sich Christian Schuberth-Mrlik, seinen Start bei der Rebenland-Rallye abzusagen. Der Hintergrund: Das Budget reicht zurzeit „nur“ für drei Rallyes – und die möchte Christian in einem Stück fahren. Derzeit also steigt „Mister Lik“ mit der Schneebergland-Rallye in die ORM 2017 ein.

Fotos: Daniel Fessl

Mit Startnummer 5 stehen Christian Schuberth-Mrlik und seine deutsche Copilotin Jasmin Kramer (ehemals Noll) auf der Nennliste der Rebenland-Rallye (17. und 18. März) – in dem sensationellen Starterfeld (drei World Rally Cars, elf R5-Boliden) war „Mister Lik“ als eine von drei R5-Speerspitzen des Baumschlager Rallye Racing Teams (BRR) vorgesehen. Doch schweren Herzens entschloss sich der Publikumsliebling nun zu einer kurzfristigen Absage – aus Vernunftgründen.

Christian erklärt: „Die Absage ist mir wirklich schwer gefallen, ich wäre sehr gerne im Rebenland gefahren! Denn es wäre sehr interessant gewesen, mich mit all den anderen R5-Piloten zu messen, zumal ich mich bei der Skoda Rallye Liezen und bei der Waldviertel-Rallye im Skoda Fabia R5 von BRR sehr wohl gefühlt habe.“

Beim Saisonabschluss 2016 lieferte Schuberth-Mrlik lange Zeit einen spannenden Fight mit seinem Teamchef Raimund Baumschlager, ehe er einen großartigen zweiten Platz belegen konnte. Christian schmunzelt: „Ein solcher Erfolg bei meiner Heimrallye – das war ein tolles Erlebnis.“ 2014 konnte Schuberth-Mrlik diese Rallye sogar gewinnen…

Seriöse Saisonplanung statt Auftakt-Feuerwerk

Genau diese Überlegungen spielen bei der Absage eine wesentliche Rolle: Das zurzeit zur Verfügung stehende Budget reicht für drei ORM-Rallyes. Christian erläutert: „Dankenswerter Weise unterstützt neben ‚Poker mit Herz‘ auch Skoda Österreich mein Rallyeprojekt – daher ist die Skoda Rallye Liezen das Herzstück meiner Saison. Die Waldviertel-Rallye ist mir als meine Heimrallye naturgemäß ans Herz gewachsen – und schließlich gehört die Schneebergland-Rallye auf Schotter zu meinen Lieblingsevents, wo ich auf losem Untergrund zudem die besseren Chancen habe, mein Talent in Ergebnisse umzuwandeln. Zudem finden diese drei Rallyes direkt hintereinander statt – was bekanntlich ein großer Vorteil ist, wenn man keine großen Pausen im Saisonprogramm hat.“

Alles in allem hat am Ende die Vernunft gesiegt – freilich sei die Verlockung groß gewesen, beim Saisonstart ein Feuerwerk abzulassen, wie das schon viele Piloten getan haben, deren Budget nun einmal nicht für eine ganze Saison ausgereicht hat: „Man hofft dann, dass ein gutes Ergebnis beim Saisonstart zu mehr Sponsorgeldern führt – nur: Ich möchte meinen Saisonplan realistisch halten! In der heutigen Zeit muss man sich auch nicht genieren, wenn man ‚nur‘ die Sponsoren für drei R5-Rallyes beisammen hat – ganz im Gegenteil: Man muss froh und dankbar sein, dass man überhaupt ein solches Budget zustande bringt!“

„Ich habe ein Ziel vor Augen“

Schuberth-Mrlik fügt hinzu: „Wir können ab der Schneebergland-Rallye mit einem professionellen Projekt in die Meisterschaft einsteigen und drei Läufe in Folge absolvieren. Das hat im Vorjahr bereits Früchte getragen. Natürlich werde ich jetzt nicht auf der faulen Haut liegen, sondern mein Bestes geben, um eventuell weitere Sponsorgelder an Land zu ziehen, um dann vielleicht auch schon früher mein Programm zu starten. Es tut mir zwar im Moment sehr weh, nicht im Rebenland zu starten – dafür jedoch habe ich für die zweite Saisonhälfte ein Top-Projekt anzubieten und wer weiß? Vielleicht ergibt sich ja noch etwas?“

Um sich fit zu halten, wird Christian Schuberth-Mrlik sein Fitnessprogramm mit dem Sportmediziner Dr. Erich Weghofer fortsetzen: „Erich ist ein großer Rallyefan und wir werden den speziell für meine Anforderungen hin optimierten Trainingsplan weiter ausfeilen. Ich habe ein Ziel vor Augen und dafür werde ich hart kämpfen – sowohl strategisch als eben auch körperlich. Den Rallyefans wünsche ich einen spannenden Saisonauftakt – ich selbst bin sehr gespannt auf die kommenden Rallyes. Und eines ist schon klar: Ich freue mich wahnsinnig, wieder ins Rallyeauto zu steigen.“

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