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ARC: Rallye Zwettl

Rallye Club Perg feiert Gesamtsieg

Am Samstag fand der zweite ARC-Lauf im Raum Zwettl statt. Neben dem Gesamtsieg konnten auch die Beifahrer des RCP Erfolge einfahren.

Foto Schierlinger: Theresa Feichtinger

Vergangenes Wochenende fand der zweite Lauf zur Austrian Rallye Challenge im Raum Zwettl statt. Neben dem Gesamtsieg durch Gerald Rigler und Martin Roßgatterer konnten vor allem die RCP-Co-Piloten Jürgen Heigl und Peter Medinger gute Erfolge einfahren. Auch Christian Gassner und Thomas Fitzinger erreichten das Ziel. Von kurzer Dauer waren die Auftritte des RCP-Co-Piloten Dominik Tauböck sowie von Bernd Grufeneder und Ursula Palmanshofer.

Schon mit der Bestzeit auf der ersten Sonderprüfung war klar, worauf das Rigler Racing Team abzielte. Nach einem erfolgreichen Test in Tschechien, wo wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Reifen und Fahrwerk des Ford Fiesta R5 erarbeitet wurden, stand ganz klar der Gesamtsieg im Fokus. War der Vorsprung auf die zweitschnellste Zeit anfangs mit 1,8 Sekunden noch recht gering, brannte Rigler auf der zweiten Sonderprüfung gleich eine Bestzeit mit 26,3 Sekunden Vorsprung in den Waldviertler Asphalt.

Genau in dieser Gangart ging es weiter, bis man vor den letzten beiden Sonderprüfungen das Tempo etwas drosselte, da der Vorsprung schon über eine Minute betrug. Mit sechs von acht möglichen Bestzeiten gewann das RCP-Duo überlegen die Gesamtwertung. "Wir haben im letzten Turn nochmal andere Reifen getestet, um einen direkten Vergleich zu haben, und sind kein Risiko mehr eingegangen. Die Rallye war wie schon im Vorjahr genial, und ich kann mit stolz behaupten, dass Martin und ich sowie das gesamte Team perfekte Arbeit geleistet haben", berichtete Rigler erfreut.

Um nur 0,8 Sekunden schrammte RCP-Co-Pilot Jürgen Heigl an der Seite von Walter Mayer in dessen Peugeot 208 T16 R5 am Podest vorbei. Gestartet wurde die Rallye noch etwas verhalten, da nach Änderungen am Fahrwerk erst Vertrauen aufgebaut werden musste, was dann doch recht schnell gelang. Ab der dritten Sonderprüfung ging es im Gesamtklassement aufwärts, und Jürgen Heigl trug mit seiner Erfahrung und einer wie immer perfekten Ansage zum Erfolg bei, indem er Mayer speziell bei unübersichtlichen Kuppen und schnellen Kurven entsprechend pushte. "Dass wir das Stockerl so knapp verpasst haben schmerzt natürlich etwas, in Summe war es aber eine gute und gelungene Rallye für uns", erzählte Heigl.

Auf dem sensationellen fünften Gesamtrang landeten der Rallye-Club-Perg-Co-Pilot Peter Medinger und sein Chauffeur Steven Schierlinger. Mit ihrem in die Jahre gekommenen Mitsubishi Evo 3 landeten sie damit mitten unter deutlich moderneren und stärkeren Fahrzeugen. Medinger unterstützte den jungen Ampflwanger schon bei dessen ersten beiden Rallyes, wo bereits sehr gute Ergebnisse eingefahren wurden. Bei seiner erst dritten Rallye erreichte Schierlinger mit Platz drei auch seinen ersten Stockerlplatz in der Klassenwertung. Highlight war sicherlich die viertschnellste Gesamtzeit auf der zweiten Sonderprüfung.

"Nachdem Steven seit Herbst nicht im Rallyeauto gesessen ist, sind wir zur Gewöhnung ans Gerät eigentlich vorsichtig gestartet. Als wir dann auf der zweiten SP, obwohl wir im Rundkurs auf einen Mitbewerber aufgelaufen sind und dann auch wegen eines Verbremsers kurz den Retourgang gebraucht haben, die viertschnellste Zeit gefahren sind, haben wir schön geschaut. Meinem jungen und noch unerfahrenen Fahrer gebührt maximaler Respekt, denn ich hatte nicht einmal ein unsicheres Gefühl im Auto", freute sich Medinger der hofft, dass Schierlinger damit weiter Sponsoren lukrieren kann, um weiter sein Können und Talent unter Beweis stellen zu können.

Sehr gut verlief die Rallye auch für Christian Gassner und Thomas Fitzinger. Mit ihrem Ford Fiesta ST erreichten sie Platz 28 im Gesamtklassement sowie den vierten Platz in der Klassenwertung und bekamen somit wichtige Punkte für die Meisterschaftswertung gutgeschrieben. Schon nach den ersten beiden Sonderprüfungen zeigte sich, dass der Mix aus selektiver und teils sehr schneller Streckenführung dem RCP-Duo gut liegt, wodurch sie sich kontinuierlich steigern konnten. "Bis auf einen kleinen Ausritt und kleine Probleme mit der Motorsteuerung verlief die Rallye problemlos, und wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden", berichtete Gassner.

Weniger Glück hatte der RCP-Co-Pilot Dominik Tauböck, der kurzfristig im Cockpit von Gerald Bachler einsprang. Die Freude währte jedoch nur bis ca. zur Hälfte der ersten Sonderprüfung. Bachler steuerte seinen Subaru Impreza etwas zu schnell über eine große Bodenwelle, die schon mehreren Teilnehmern zum Verhängnis geworden war. Bei der harten Landung brach die Aufhängung des Stoßdämpfers hinten rechts. Die Sonderprüfung wurde zwar noch zu Ende gefahren, nach einer Begutachtung des Schadens wurde aber festgestellt, dass die Fahrt so nicht fortgesetzt werden konnte.

Die Pechvögel des Wochenendes sind Bernd Grufeneder und Ursula Palmanshofer: Nach erfolgter Besichtigung freute sich das Duo nach ca. drei Jahren endlich wieder gemeinsam eine Rallye zu fahren – der an sich perfekt vorbereitet Golf 2 GTI sprang jedoch aus bisher ungeklärten Gründen einfach nicht an, wodurch es schon vorbei war, ehe es richtig losging.

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