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Mit dem Rallyeauto durch die Bobbahn

Irre Aktion in St. Moritz: Wo sich sonst die Bobs durch den Eiskanal in die Tiefe stürzen, fuhr Rallyepilot Mark Higgins erstmals mit einem Auto runter.

Fotos: Subaru of America

Der Olympia Bobrun St. Moritz-Celerina ist die älteste Bobbahn der Welt und heute die letzte noch bestehende Natureisbahn. Von Dezember bis März stürzen sich alljährlich Bobfahrer durch die 14 Kurven des 1.722 Meter langen Eiskanals in die Tiefe, doch vor kurzem wurde dort ein ungewöhnliche Gefährt gesichtet. Rallyepilot Mark Higgins fuhr die Bahn mit einem Subaru herunter.

"Wir wollten damit zeigen, wie vielseitig des Subaru WRX STI ist", sagt Dominick Infante von Subaru of America, die die Aktion initiiert hatten. "Man kann unter allen Bedingungen mit ihm fahren, sogar auf einer Eisbahn." Die Vorbereitungen begannen für Higgins, der nicht nur dreimal britischer Rallyemeister war, sondern auch als Stuntfahrer in James-Bond-Filmen mitgewirkt hat, schon zwei Wochen vor der Aktion.

Bei einer Fahrt in einem Gästebob lernte der Birte die Bahn kennen. Ende März nach Abschluss der Bobsaison wurde es dann Ernst und Higgins fuhr zum ersten Mal mit dem Auto in den Eiskanal, doch weit kam er nicht. Bei einer Testfahrt in langsamen Tempo fuhr sich der Subaru in der schmalen Eisrinne fest und musste mit Kettensägen und Schneeschaufeln befreit werden.



Dann wurde es ernst, Higgins nahm die Bahn im Renntempo in Angriff. Die größte Herausforderung war dabei die hufeisenförmige "Horse-Shoe Corner", die Higgins beinahe zum Verhängnis geworfen wäre. Am Ausgang drohte der Subaru auf die Seite zu kippen, prallte aber von der Bande wieder zurück auf die Räder.

Mit einem demolierten linken Kotflügel erreichte Higgins letztlich sicher das Ziel. "Es ist nahezu perfekt gelaufen", meint er trotz dieses heiklen Moments. "Es ist toll, so etwas als Erster zu machen. Das war ganz schön aufregend und eine große Herausforderung."

Bei eingesetzten Auto handelt es sich um ein Serienmodell des WRX STI, das allerdings für die Aktion modifiziert wurde. Neben dem Einbau eines FIA-zertifizierten Überrollkäfigs wurden die Stoßfänger mit einer Stahlkonstruktion und Abweisern verstärkt, damit sie den Berührungen mit der Bande der Eisbahn standhalten. Außerdem wurden Spikereifen montiert.

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