RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Rebenland-Rallye

Kalteis auf Tommi Mäkinens Spuren

Bereits in den 90er Jahren ist Tommi Mäkinen in der Rallye-WM mit einem Gruppe-A-Mitsubishi gegen Konkurrenten mit WRCs angetreten.

Fotos: Daniel Fessl

Der Finne bezwang diese WRCs und stellte das Potenzial des Gruppe-A-Evos eindrucksvoll unter Beweis. Dass die Entwicklung seitdem deutlich vorangeschritten ist, wird wohl niemand bestreiten; diese Fahrzeuge sind jedoch immer noch ausgezeichnete Rallyeautos, mit denen es unter gewissen Bedingungen auch heute noch möglich ist, mit den WRC- und R5-Modellen Schritt zu halten.

Ein solches Kunststück gelang dem niederösterreichischen Duo Martin Kalteis und Markus Zemanek bei der diesjährigen Rebenland-Rallye. Zwar hinkt der Vergleich mit Tommi Mäkinen etwas, da dieser mit diesen Fahrzeugen vier Mal Weltmeister wurde, schmälert aber dennoch nicht die Leistung des Teams Rallye ABST, das sich mit dem mittlerweile 17 Jahre alten Evo VII inmitten einer R5-Armada platzieren konnte und dabei sogar ein WRC hinter sich hielt. Dabei standen die Vorzeichen zu Beginn der Woche noch ganz anders.

Der von Rene Vontsina neu überarbeitete Mitsubishi konnte erst zwei Tage vor der Rallye fertiggestellt werden. Bei der Testfahrt stellte sich ein bis jetzt nie dagewesenes Überbremsen der Hinterachse ein, das erst am Donnerstag Abend vor der Rallye endgültig behoben werden konnte. Die durch Regenschauer aufgeweichten Lehmbankette neben den Straßen verwandelten den Asphalt durch das Schneiden der Kurven blitzschnell in einen einzigen Rutschbelag – schwierige Bedingungen, bei denen die Vorteile der aktuellen R5- und WRC-Fahrzeuge zumindest etwas geringer werden und das Gefühl der Piloten etwas mehr in den Vordergrund tritt.

Bedingungen, die Martin Kalteis durchaus liegen; dennoch überraschend standen nach den ersten beiden Sonderprüfungen zwei fünfte Gesamtzeiten und der vierte Gesamtplatz zu Buche. Bereits im ersten Regrouping standen aufgrund der fast unglaublichen Zeiten die technischen Kommissäre parat, um die Regelkonformität des Evos zu überprüfen. Dabei, wie auch bei der späteren Nachkontrolle, gab es aber keinerlei Beanstandungen.

Zwar trocknete es im Laufe des Nachmittags etwas auf, wodurch das Team Rallye ABST etwas an Boden einbüßte, es konnte sich aber bis zum Ende des Tages auf dem sechsten Platz behaupten. Am zweiten Tag setzte zwar der Regen wieder ein, was gut für das Kräfteverhältnis war, jedoch quittierten die zwei Jahre alten Regenreifen, mit denen am Vortag gefahren worden war, nun endgültig den Dienst.

In der Not griff das Team zu Winterreifen, die noch von der Jännerrallye übrig geblieben waren. Diese Wahl stellte sich als goldrichtig heraus, wenngleich das niederösterreichische Duo nun vermehrt mit Aquaplaning zu kämpfen und daraus resultierend ein paar "big moments" hatte, die aber alle glimpflich (mit etwas Arbeit für die heimische ABST- Spenglerei) ausgingen. So glänzten Kalteis und Zemanek noch mit einigen Fabelzeiten und beendeten diese äußerst schwierige Rallye auf dem sechsten Gesamtrang vor einem WRC und einigen R5-Boliden.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Rebenland-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, Grasl Rallye Horn: Vor Zeremonienstart

3 – 2 – 1 - Die Show kann beginnen!

Heute Abend startet die TOYOTA Keusch-Grasl-Rallye powered by SONAX und Schremser mit einem Zeremonienstart in Gars am Kamp / Morgen wird es mit acht Sonderprüfungen im Raum Horn auch sportlich ernst

Elfyn Evans vor WRC-Finale

"Ich weiß, wie man es nicht macht"

Elfyn Evans geht mit 17 Punkten Vorsprung als Titelfavorit ins WRC-Finale: Doch schon einmal konnte er eine vergleichbare Ausgangslage nicht nutzen

Grasl Rallye Horn: Vorschau AARC

"Grasl Rallye ein Teil der AARC-Familie"

13 Alpe Adria Rally Cup-Teams aus vier Nationen werden an der Premiere der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn teilnehmen. Vorentscheidung in AARC & AART-Gesamtwertung ist in Horn möglich...

Grasl Rallye Horn: Bericht AARC

Spannende Duelle der AARC-/AART- Teams

Spannende Duelle der AARC-/AART- Teams bei der „1. Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser“.

ARC, Grasl Rallye Horn: Vorschau Baumschlager

Baumschlager kehrt in Erfolgsregion zurück

Die Premiere der TOYOTA Keusch Grasl-Rallye-Horn bringt Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner zurück in eine Region vieler Erfolge. Der achte Saisonlauf zur Austrian Challenge bietet für Teams und Fans ein kompaktes Format. 

Dritter WRC-Sieg für Oliver Solberg - Sebastien Ogier erbt P2 - Elfyn Evans verliert Podestplatz durch späten Radwechsel - Herstellertitel für Toyota