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ORM/ARC/AARC: Niederösterreich-Rallye

Niederösterreich-Rallye bleibt spannend

Nach dem Ausfall von Hermann Neubauer kämpfen Raimund Baumschlager und Jaroslav Orsak (Foto) um den Sieg. Offen bleibt der Kampf um den Vizemeistertitel: Johannes Keferböck vor Gerhard Aigner – doch für den Vízemeister fehlt Keferböck noch ein Punkt mehr. In der ORM2WD führt Lokalmatador Michael Kogler überlegen vor Luca Waldherr – nach Unfall von Willi Stengg lauert Christoph Zellhofer rund eine halbe Minute hinter Waldherr, gibt noch nicht auf.

Foto: Harald Illmer

„Schade! Ich wäre gern noch weitergefahren, weil die Sonderprüfungen hier wirklich wunderschön sind – aber ich hatte auf der dritten Prüfung einen Halbachsbruch und konnte nicht mehr weiterfahren“, bedauerte Hermann Neubauer. Auf der morgendlichen SP2 konnte der Salzburger trotz falscher Reifenwahl „für mich selbst überraschend“ eine Bestzeit einfahren, auf SP3 lief es für den Staatsmeister des Jahres 2016 bestens: „Da ging es richtig auf für mich, das wäre sicher eine Bestzeit geworden.“

Des Rätsels Lösung, was die morgendliche SP2 anbelangt, offenbarte Raimund Baumschlager: „Ich wollte zu viel, wurde übermütig und sprang auf eine Wiese. Danach lief es aber gut.“ Doch der Sieg beim Saisonfinale der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft ist noch lange nicht in trockenen Tüchern: Denn der Tscheche Jaroslav Orsak liegt nach fünf von neun Sonderprüfungen nur 3,9 Sekunden hinter dem Rekord-Staatsmeister. Orsak meinte, ihm fehle nach einem Jahr Pause immer noch „das Vertrauen in schnellen Kurven, wenngleich es mit jeder Prüfung besser wird“. Ein spannender Kampf um den Sieg ist somit garantiert.

Auch im Kampf um den Vizemeistertitel ist noch alles offen: Zwar liegt Johannes Keferböck als Gesamt-Vierter vor Gerhard Aigner (Platz 5) – doch wegen der Streichresultate muss Keferböck drei Zähler mehr einfahren, nach aktuellem Stand wären es jedoch nur deren zwei. Aber: Auf der Powerstage, der vorletzten Prüfung SP8 „Raxendorf“ können noch 3-2-1 Punkte errungen werden. Auch in diesem Duell bleibt es also spannend…

Der Titeldreikampf in der ORM2WD reduzierte sich auf ein Duell, da Willi Stengg mit seinem Opel Adam R2 frontal gegen einen Baum krachte – glücklicherweise blieben Pilot und Copilot unverletzt. In der ORM2WD führt immer noch Lokalmatador Michael Kogler auf Gesamtrang sieben rund eine halbe Minute vor Luca Waldherr, der damit den Staatsmeistertitel der ORM2WD anpeilt. Doch Christoph Zellhofer, eine weitere halbe Minute zurück, hat noch nicht aufgegeben: „Die Rallye ist noch nicht vorbei...“

Eine Aufholjagd startete Österreichs PWRC-Weltmeister 2008, Andreas Aigner im M1-Subaru, der am Vortag mit einem Plattfuß viel Zeit verlor – Aigner/Rausch konnten im Serienauto mit einer fünftschnellsten SP-Zeit aufhorchen lassen und belegen zurzeit Platz zehn gesamt. Sensationell auch Julian Martin: Der Rookie im Mitsubishi Lancer Evo V, der seine erste Rallye fährt, liegt auf dem unglaublichen 15. Gesamtrang...

Am Nachmittag sind noch vier Sonderprüfungen über insgesamt rund 63 SP-Kilometer zu absolvieren.

Niederösterreich-Rallye nach 5 von 9 Sonderprüfungen:

1. Raimund Baumschlager/Pirmin Winklhofer (A/D, Skoda Fabia R5) 45:51,5 Min
2. Jaroslav Orsak/Ondrej Krajca (CZ/CZ, Ford Fiesta R5) +3,9 Sek
3. Jozsef Trencsenyi/Gabor Verba (H/H, Skoda Fabia R5) +1:23,3 Min
4. Johannes Keferböck/Ilka Minor (A/A, Skoda Fabia R5) +1:34,0
5. Gerhard Aigner/Marco Johannes Hübler (A/A, Ford Fiesta R5) +2:01,4
6. Patrik Rujbr/Jan Rysanek (CZ/CZ, Skoda Fabia R5) +2:43,6
7. Michael Kogler/Andre Kachel (A,D, Citroen DS3 R3) +3:25,7
8. Luca Waldherr/Tobias Unterweger (A/A, Opel Adam R2) +4:05,2
9. Bernd Zanon/Denis Piceno (I/I, Peugeot 208 R5) +4:17,8
10. Andreas Aigner/Jürgen Rausch (A/A, Subaru Impreza WRX STI M1) +4:18,5
11. Christoph Zellhofer/Thomas Schöpf (A/A, Suzuki Swift S1600) +4:30,8
12. Zdenek Pokorny/Richard Lasevic (CZ/CZ, Skoda Fabia R5) +4:56,4
13. Martin Zellhofer/Jürgen Heigl (A/A, Suzuki Swift S1600) +5:01,9
14. Riccardo Holzer/Mario Palmsteiner (A/A, Mitsubishi Lancer Evo 6.5) +5:04,4
15. Julian Martin/Daniel Fersterer (A/A, Mitsubishi Lancer Evo V) 5:23,0

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