RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2020

Stürmische Zeiten im Mühlviertel

Horst Stürmer zählt 55 Jahre – dass er auch einer der Zuverlässigsten seiner Zunft ist, beweist einmal mehr sein Abschneiden bei der Jänner-Rallye.

Foto: Christa Feichtner

Auch als Spätberufener in Sachen Rallyesport (Karrierestart mit 42 Jahren) versteht es Horst Stürmer blendend, mit großem Können und spektakulären Auftritten zu glänzen. Dass ihm in Sachen Material und PS mit seinem mäßig motorisierten, beinahe prähistorisch anmutenden Audi Coupé Quattro gewisse Grenzen gesetzt sind, versteht sich von selber. Und dennoch: In Sachen Fahrzeugbeherrschung ist Horst Stürmer eine ernstzunehmende Größe.

Diese war bei der 35. Jänner-Rallye auch mehr denn je gefragt, denn wettermäßig bedingt, wirkte diese Veranstaltung wie ein Zusammenschnitt der Verhältnisse der letzten zehn Jahre. Vom trockenen Asphalt bis zum lupenreinen Schnee-Parcours gab es einfach nichts, was es nicht gab. Eine enorme Talentprobe an die Fahrer – und eine keineswegs leichte Aufgabe auch für die Strategen im Servicezelt, die über die Reifenwahl zu entscheiden hatten.

Wie auch immer: Horst Stürmer und Rene Zauner ließen den Audi über die Strecken gleiten, dass es eine Freude für die Zuseher war, und auch selbst hatten sie dabei jede Menge Spaß. Dabei hielten sie beständig die zweite Position in ihrer Gruppe hinter Günther Königseder/Lukas Holzer mit ihrem Lancia Delta Integrale. Am Ende wurde es nicht nur der zweite Platz innerhalb der Kategorie, sondern auch die 24. Position in der Gesamtwertung. Gewiss eine starke Vorstellung angesichts der Fahrer- und Wagen-mäßigen Konkurrenz. Und ein Ergebnis, das auch den Mechanikern gehört, die mit ihrem Einsatz vor und während der Rallye solche Einsätze erst möglich machen.

Apropos „Einsätze möglich machen“: Auch im regulären Rallye-Ablauf – ohne außerplanmäßige Schäden – kommt es zu natürlichen Abnützungserscheinungen, die von Zeit zu Zeit Erneuerungsarbeiten am Fahrzeug nötig machen. In der nächsten Zeit dürften vor Allem das Getriebe und die Bremsanlage einer gründlichen Überarbeitung bedürfen. Die ist mit Aufwand verbunden – und damit mit zusätzlichen Ausgaben.

Für einen Könner wie Horst Stürmer stellt das zumeist die eigentliche Herausforderung dar, viel mehr noch als der fahrerische Teil. Wie lange die sportliche Auszeit dauern wird, ist ungewiss. Aber sie wird nahezu unumgänglich sein.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2020

Weitere Artikel:

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

ORM/ARC/MRC, Lavanttal: Bericht

Simon Wagner lernt schon kärntnerisch!

Der Oberösterreicher gewann die LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX in Wolfsberg seit dem Jahr 2022 zum vierten Mal und ist in der heurigen Rallye-Staatsmeisterschaft noch unbesiegt

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“