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DRM: Erzgebirge-Rallye

Vorletzter DRM-Lauf 2019 in Sachsen

Der DRM-Führende Kreim könnte den Titelgewinn vorzeitig sicherstellen. Lokalmatador Tannert möchte sich mit der DRM-Spitze messen.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Die deutsche Rallyemeisterschaft startet bei der Erzgebirge-Rallye am 5./6. Oktober mit 69 Teilnehmern aus zehn Nationen in seine vorletzte Veranstaltung der Saison 2019. Dabei kämpfen acht Turboallradler aus der R5-Topklasse um den Sieg. Die DRM-Führenden Fabian Kreim/Tobias Braun im Škoda Fabia R5 haben in Sachsen den ersten Matchball und können sich bereits vorzeitig den Titel sichern.

Starke Konkurrenz bekommen sie durch Hermann Gaßner junior/Ursula Mayrhofer im Hyundai i20 R5 und den Lokalmatadoren Julius Tannert, der erstmals in einem Škoda Fabia R5 antritt. An beiden Veranstaltungstagen sind elf Sonderprüfungen über rund 135 Kilometer im Wettbewerbstempo zurückzulegen. Die Servicezone in einem Gewerbepark ist für viele Rallyebesucher ein Highlight.

Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz reist Fabian Kreim mit einem Vorsprung von 22 Punkten ins Erzgebirge, wo er sich nach 2016 und 2017 seinen dritten DRM-Titel sichern möchte. "Ich bin die Rallye zuletzt 2014 im Opel Adam R2 gefahren und habe daher wenig Erfahrung", so Kreim. Dennoch sieht er sich nach seinen WRC2-Sieg bei der Deutschland-Rallye gut aufgestellt: "Wir haben die Möglichkeit, die Meisterschaft vorzeitig zu gewinnen. Wir werden dabei natürlich die Konkurrenz im Blick haben. Daher ist uns ein zweiter oder dritter Platz lieber als einen Ausfall zu riskieren."

Den vorzeitigen Saisonentscheid möchte sein engster Rivale Hermann Gaßner junior im Hyundai i20 R5 verhindern: "Wir konnten uns bisher bei jedem DRM-Lauf steigern und wollen das auch im Erzgebirge fortsetzen. Dank unserer Sponsoren konnten wir noch einen Testeinsatz im Rahmen des Mitropa Rallye Cups absolvieren. Wir werden alles daransetzen, die Titelentscheidung auf das Finale in Bayern zu verlagern", so Gaßner junior über das Saisonfinale bei der Drei-Städte-Rallye.

Drei Teams aus Sachsen möchten bei ihrer Heimveranstaltung ebenfalls auf das Podium – darunter auch Junior-WM-Pilot Julius Tannert, der sich in seinem Škoda Fabia R5 mit der deutschen Rallyeelite messen möchte. "Ich sehe meine Zukunft in der Klasse der R5-Fahrzeuge und möchte diesen Aufstieg vorbereiten. Im kommenden Jahr möchten wir dann regelmäßig mit einem Allradler antreten", erklärte Tannert. Die Erzgebirge-Rallye sei für ihn eine großartige Gelegenheit, jede Menge Erfahrung mit dem neuen Arbeitsgerät zu sammeln.

Im Kampf um das Podest möchte auch Philip Geipel eine Rolle spielen. In seiner DRM-Debütsaison belegt er derzeit den fünften Platz, die Erzgebirge-Rallye findet nur 60 km von seinem Wohnort Plauen entfernt statt. "Bei meinem vierten Meisterschaftslauf möchte ich mit meinem neuen Škoda Fabia R5 Evo erneut an die gute Performance anknüpfen und wichtige Punkte sammeln", so Geipel.

Ambitioniert tritt auch der Meisterschaftssechste Ron Schumann bei seiner Heimveranstaltung an: "Ich werde mit meinem neuen Co-Piloten Tim Rauber starten und teste ausgiebig." Nach der Sulingen-Rallye habe es viel zu tun gegeben, um die R5-Pläne für diese und die kommende Saison zu sichern, was vorläufig gelungen sei. "Jeder in unserem Team freut sich auf die heimischen Fans und Freunde. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unter die Top 5 fahren", kündigte Schumann an.

Abgerundet wird das starke Teilnehmerfeld in der Topklasse durch Dennis Rostek im VW Polo R5, der derzeit den dritten Platz in der Meisterschaft belegt. Nach einer gelungenen R5-Premiere wird auch Björn Sartorius wieder in einem Ford Fiesta R5 an den Start gehen. Mit einem baugleichen Fahrzeug nimmt auch der Tscheche Karel Trneny an der Erzgebirge-Rallye teil.

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