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P2 in der Klasse und fixe Größe der historischen Europameisterschaft

Das Rallyeteam Schindelegger aus Heidenreichstein/Eberweis war dieses Wochenende am Start des Rallye Highlights, der Rallye Weiz, und konnte die Erfolgsserie auch im internationalen Spitzenfeld der historischen Europameisterschaft fortsetzen! Nach technischen Problemen und Wetterkapriolen konnte das Team den zweiten Platz in der Klasse feiern und die ersten Punkte in der historischen Staatsmeisterschaft sichern.

Endlich war es letztes Wochenende auch in Österreich so weit und es durften Zuschauer einer Rallye beiwohnen. Da die Rallye Weiz nicht nur der zweite Lauf der Staatsmeisterschaft 2021, sondern auch Teil der historischen Europameisterschaft war, war die Stimmung vor Ort unfassbar positiv und sorgte mit vielen Zuschauern für absolute Begeisterung bei allen Beteiligten.

Das Rallyeteam Schindelegger startete mitten im Feld der historischen Elite und reiste mit dem Plan an, die ersten Punkte in der österreichischen Staatsmeisterschaft zu sammeln, und dabei eine Standortbestimmung im internationalen Spitzenfeld auf den 160 Kilometern Sonderprüfung durchzuführen.

Wie immer in Weiz wurden alle Teams bereits am Vorabend der Rallye von den Fans beim Zeremonien Start begrüßt und auch eine weitere Tradition wurde auch 2021 wieder in Ehren gehalten: Die Wetterprognose sagte für einen Tag Sonnenschein und für den zweiten Tag Regen voraus. Auch dieses Jahr war das Feld der historischen Fahrzeuge äußerst hochwertig besetzt mit 28 Teilnehmern aus der Europameisterschaft und Österreichischen Meisterschaft, und sorgte für Hochspannung bereits vor dem Start.

Samstags 13 Uhr fiel dann der Startschuss und bei herrlichem Sonnenschein wurden die ersten Sonderprüfungen unter die Räder genommen. Ein etwas verhaltener Start für das Rallyeteam Schindelegger war zwar noch Teil des Plans, doch am Ende dieser ersten Prüfung sorgte eine Warnlampe für große Sorgen. Die Lichtmaschine - welche noch direkt vor der Rallye gewechselt wurde - belieferte das Auto nicht mehr mit der richtigen Spannung. Ohne diese Versorgung wäre der Ausfall vorprogrammiert, denn die Batterie kann die Verbraucher nur begrenzte Zeit versorgen.

Damit war für das Team eine Notreparatur bereits vor dem Start der zweiten Sonderprüfung nötig. Doch auch solche Dinge gehören zum Rallyesport und so wurde mit Bordwerkzeug ein überflüssiges Kabel aus dem Auto entfernt und die Lichtmaschine neu verkabelt. Wieder mit genügend Spannung starteten Lukas und Helmut in die zweite Prüfung. Erneute Ausfälle der Stromversorgung plagten das Team, doch die Bestzeit in der Klasse D3 befeuerten den Willen das Service nach SP 3 zu erreichen.

Wieder wurde das Ersatzkabel mit Klebeband fixiert, denn nur Bordmittel dürfen bei solchen Problemen zum Einsatz kommen. Unterstützung beim entscheidenden Service bekam das Rallyeteam Schindelegger dabei vom Vater/Sohn Gespann Landa, welche ihr Cockpit für dieses Wochenende gegen Arbeitshandschuhe und Zuschauerplätze tauschten. Der Dank des Teams richtet sich sowohl an diese Beiden, als auch an alle Sponsoren ARA, SanLucar, Autohaus Hörmann und Metalltechnik Kainz!

Erst in diesem 30 minütigen Service nach Sonderprüfung 3 konnte die Notlösung durch eine bessere Improvisation ersetzt werden, trotzdem blieb die Lichtmaschine bis zum Ende der Rallye das Sorgenkind. Immer wieder setzte die Versorgung durch Überhitzung aus, doch das Team konnte die Probleme im Griff behalten und die Zeitenjagd nach einigen Abkühlungspausen in den Zwischenetappen fortsetzen.

Schon den ganzen Tag säumten Massen an Zuschauern die Strecken und sorgten für eine Stimmung wie man sie nur an guten Rallyetagen findet. Doch die letzte Sonderprüfung des Tages, der Rundkurs in der Stadt Anger, wurde fast überrannt und vor tausenden Zuschauern hetzten Lukas und Helmut ihren Ford Escort nur Zentimeter entfernt von den Wänden durch die Stadt und setzten sich vor der Übernachtung auf Platz 2 in ihrer Klasse.

Der zweite Tag der Rallye wurde geprägt durch viel Regen und jeder Menge Rallye Action. Die engen Zeitabstände zwischen den Teams sorgten für Hochspannung in der Klasse des Rallyeteams Schindelegger und den ganzen Tag lang duellierte man sich mit den Konkurrenten auf hohem Niveau. Durch die extrem nassen Verhältnisse konnten Lukas und Helmut die PS stärkere Konkurrenz - z.B. die beiden BDA Escorts - immer wieder in die Schranken weisen und kämpften sich im Verlauf des Tages immer weiter nach vorne.

Auf der letzten Sonderprüfung - der Powerstage Fladnitz - setzten die Beiden dann noch einmal mit der sechsten Gesamtzeit aller historischen Autos ein riesiges Ausrufezeichen, und sicherten damit den 10ten Rang in der historischen Gesamtwertung. Am Ende freute sich das Team über Platz 2 in der EM Klasse D3, Platz 3 in der österreichischen Klasse 6.2 und Platz 3 in der EM Kategorie 3, welche vom italienischen Audi Quattro Fahrer “Zippo” dominiert wurde.

Lukas Schindelegger im Ziel: “Wir freuen uns irrsinnig über das tolle Ergebnis der Rallye Weiz! Wir konnten während dieser sehr langen und anstrengenden Rallye immer wieder weit bessere Zeiten fahren als man uns jemals zugetraut hätte. Ein echtes Wechselbad der Gefühle während der Rallye, aber wir haben nie das Ziel aus den Augen verloren und einfach weiter gekämpft. Die Unterstützung der Fans hat uns extrem motiviert und dass wir in der letzten Prüfung auch noch eine sechste Gesamtzeit einfahren konnten, war das Sahnehäubchen einer gelungenen Rallye. Das Ziel wird es jetzt sein, den Speed bei den nächsten Veranstaltungen über die ganze Rallye hochzuhalten.”

Das Rallyeteam Schindelegger befindet sich schon wieder voll in der Vorbereitungsphase auf den nächsten Lauf der Staatsmeisterschaft, welcher auch wieder zur Wertung der Austrian Rallye Challenge zählen wird. Nur 2 Wochen nach der Rallye Weiz warten im Hartbergland weitere 160 Kilometer Sonderprüfungen auf die Piloten. Ein wirklich eng gepacktes Programm, welches den Terminverschiebungen aus dem Frühjahr geschuldet sind. Die Vorfreude bleibt dennoch groß, denn die Strecken sind komplett unbekannt und bieten sicherlich neue Herausforderungen!

Auch in Hartberg werden wieder Zuseher zugelassen sein und das Team freut sich schon jetzt wieder auf die tolle Unterstützung aller Fans vor Ort und online!

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