RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
W4 Rallye: Spitzenpiloten sind gerüstet
Dominik Autengruber, Harald Illmer

Simon soll nicht geschont werden

Der neue Champion aus Oberösterreich geht als Siegertipp Nr. 1 in die Rallye W4, das anerkennen auch seine Topkonkurrenten. Dennoch gilt Simon Wagner als Jagdobjekt

Viele Stars, zahlreiche Topboliden, sieben Prioritätsfahrer – Organisator Christian Schuberth-Mrlik kann stolz auf das Starterfeld der Rallye W4 2021 blicken. Der Staatsmeistertitel in der stärksten Kategorie ORM ist zwar bereits vor dem Finale am kommenden Samstag an Simon Wagner (Bild oben) vergeben, umso professioneller und schöner ist es, dass der neue Champion sein Können auch den Fans im Waldviertel zeigen wird.

Simon Wagner: „Endlich wieder Schotter. Ich freue mich schon irrsinnig auf die W4-Rallye, die ich 2019 gewinnen konnte, Also hab‘ ich gute Erinnerungen daran. Ich hoffe, dass ich den Speed der heurigen Saison auch diesmal finden kann, weil die Konkurrenz mit Dominik Dinkel und Co. wirklich stark ist. Vor allem auf Kristof Klausz bin ich gespannt. Ihn schätze ich sehr schnell ein, er hatte heuer in der starken ungarischen Meisterschaft durchwegs Top-5-Ergebnisse. Außerdem fährt er mit meinem Ex-Skoda, also dem W4-Siegerauto von 2019. Ansonsten will ich den Tag einfach nur genießen. Der Meisterschaftsdruck ist ja weg, also kann ich relativ relaxed an die Sache rangehen und dieses tolle Jahr vielleicht auch erfolgreich ausklingen lassen.“

Dass der neue Champion seinen Skoda Fabia Rally2 auf W4-Sieg und damit den Gewinn aller heurigen ORM-Läufe programmiert hat, ist wohl klar, die Gegnerschaft jedoch auch dementsprechend schwer.
Mit Dominik Dinkel kommt der heuer dominierende Mann aus Deutschland nach Horn. Bis zur letzten Rallye in Sachsen hat der 29-jährige Bayer mit dem Ford Fiesta Rally2 aus dem Hause ZM-Racing und seinem in Österreich bestens bekannten Copiloten Pirmin Winklhofer die DRM angeführt. Umso enttäuschender war dann am vergangenen Samstag der Ausfall im entscheidenden Finallauf, der letztendlich doch noch den Titel kostete. Nun soll vielleicht der Vize-Staatsmeistertitel in Österreich als kleines Trostpflaster herhalten, wenngleich Dinkel seine Chancen eher klein sieht.

Dominik Dinkel: „Ich komme eigentlich mit zurückhaltenden Erwartungen zur Rallye W4. Das ist meine erste Schotterrallye in diesem Jahr, und ich denke, dass an einem Sieg vom Simon nix vorbeiführen wird. Und wie weit Raimund mit seinem E-Skoda schon ist, wissen wir alle nicht. Aber ich bin über den Saisonabschluss im Waldviertel sehr froh und werde alles dafür tun, so weit als möglich vorne zu landen. Mal schauen, vielleicht geht sich ja sogar ein Podestplatz aus. Ich werde jedenfalls sehr relaxed im Auto sitzen.“

Wie schon von Dinkel erwähnt, hat auch Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager seinen Skoda Kreisel Electric RE-X1 extra vom Netz genommen, um dessen Akkus bei der Rallye W4 zu strapazieren.

Raimund Baumschlager (zweites Bild von oben): „Wie ich heuer schon oft gesagt habe, befinden wir uns mit dem E-Skoda in einem absoluten Lern- und Lehrjahr. Wir haben erst einmal auf Schotter getestet, das war im Sommer am Manhartsberg (Anm. Baumschlager testet auch heute noch einmal im Waldviertel). So gesehen bin ich wirklich gespannt auf einen weiteren Vergleich mit den Benzinern. Dass die Prüfungen im Waldviertel für einen Rallyefahrer zu den besten zählen, was Österreich am Schottersektor zu bieten hat, brauch ich ja nicht extra zu erwähnen. Natürlich möchte ich schon ein paar Topboliden hinter mir lassen.“

Im herkömmlichen – sprich benzingetriebenen – Stil werden auch Johannes Keferböck, Günther Knobloch, der bei der kürzlichen 3-Städte-Rallye stark fahrende Philipp Kreisel und Simon Wagners Geheimtipp, der Ungar Kristof Klausz, mit ihren Skoda Fabias sowie Gerald Rigler und Kevin Raith mit den Ford Fiestas Rally2 versuchen, in die Topränge zu fahren bzw. ihre für einige noch aufrechte Chance auf den Vizemeistertitel noch zu nutzen.
Einen Top-Allradler bringen zudem Ex-2WD-Champion Luca Waldherr (Citroen DS3 R5), der „rasende Orthopädie-Arzt“ Bernhard Stitz (Ford Fiesta R5 MkII), der „fliegende Lebensmittelhändler“ Gernot Zeiringer (Audi A1 Rally2 Kit) und Mariusz Zapala aus Polen (Skoda Fabia R5) an den Start.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht Reischer

Nicht nur das Team hüpfte vor Freude...

Tobias Reischer / Tina Garher MCL 68 Easy Drivers NO Roadrunning Rallye Team: Mit Spaß und Freude erfolgreich bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor 2026 unterwegs

Mühlstein Rallye: Vorschau ARC

ARC Topteams bei der Mühlstein Rallye am Start

Bei der zweiten von vier reinen ARC-Rallyes, der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor sind nahezu sämtliche Top-Player der Austrian Rallye Challenge am Start. Insgesamt freuen sich 41 ARC-Teams auf das Comeback in Schwertberg.

ARC, Mühlstein Rallye: Kurzbericht

Adam Brezik siegt beim Mühlviertler Rallye-Sommerfest

Der Tscheche Adam Brezik konnte erwartungsgemäß den Sieg bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor einfahren - doch dahinter kam es zu einem elektrisierenden Showdown im Kampf um das Podium. Platz zwei ging an Peter Hopf, Platz drei holte sich Lokalmatador Martin Rossgatterer.

Als Reaktion auf die Kolumne von Peter Klein hat sich nun auch motorline.cc-Kolumnist und Ex-Staatsmeister Achim Mörtl zu Wort gemeldet: Über die sportliche Entwertung der Stoppuhr und die absurde Vermarktung im WRC Masters Cup

ORM/ARC, OBM Rallye: Neue Nennfrist

Neuer Nennschluss fürs ORM-Finale in Krumbach!

Aus gegebenem Anlass wurde die Möglichkeit zur Teilnahme an der OBM Land der 1000 Hügel Rallye Ende August im niederösterreichischen Wechselgebiet um eine Woche verlängert