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Skoda feiert in Salzburg 120 Jahre Motorsport

Historische Rallyefahrzeuge im Konzernschaufenster

120 Jahre Rallye-Erfolge "made in Mladá Boleslav". Das gilt es zu feiern, dachte sich Skoda. Und so landeten nicht nur historische, österreichische Skoda-Rallyefahrzeuge im großen Schaufenster der Porsche-Holding in Salzburg, Rallyefahrer Jan Kopecký testete zudem in einem sehenswerten Video fünf legendäre Rennsportmodelle – vom L&K FC bis zum aktuellen ŠKODA FABIA Rally2 evo.

Ab sofort und bis Ende August gibt es für Rallye-Fans in Salzburg eine neue Sehenswürdigkeit: Drei Rallyefahrzeuge aus österreichischem Besitz sind anlässlich des 120 Jahre Rennsport-Jubiläums von Skoda bis Ende August im Konzernschaufenster sowie im Eingangsbereich der Porsche Holding Salzburg in der Vogelweiderstrasse 75 zu bestaunen. Darunter unter anderem ein 130 RS, der Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre zahlreiche Einsätze hinter sich brachte. Fahrer Wilhelm Purkowitzer wurde mit dem 130 RS unter anderem Staatsmeister im Skijöring, holte einige Klassensiege im österreichischen Rallycup sowie Gesamtrang 8 bei der Europameisterschaft in den 80er Jahren.

Neben dem 130 RS werden zudem ein Octavia Rallye TDI (2002) und ein Fabia Rallye TDI (2004) ausgestellt. Der 190 PS-starke OCTAVIA kam in den Jahren 2002 und 2003 bei Läufen der österreichischen Rallyestaatsmeisterschaft zum Einsatz und sorgte für zahlreiche Spitzenplatzierungen. Ebenso wurde der 210 PS-starke FABIA RS bei österreichischen Rallyes in den Jahren 2004 bis 2006 erfolgreich eingesetzt.

Ein weiteres Highlight der Feier: Dieses Video, in dem Rallyefahrer Jan Kopecký fünf legendäre Rennsportmodelle testet – vom L&K FC bis zum aktuellen ŠKODA FABIA Rally2 evo:


Ein Blick zurück
Die Geschichte von Skoda selbst ist eng mit ihrem Start im Rennsport verknüpft: Wenn auch erst einmal dem einspurigen. Ende 1895 gründeten Václav Laurin und Václav Klement ihr Unternehmen, das später Skoda Auto werden sollte. Bereits im Folgejahr produzierte die junge Firma fünf verschiedene Fahrradmodelle, ab 1899 erweiterten Motorräder die Modellpalette – und mit diesen begann vor 120 Jahren die stolze Motorsporttradition der Fahrzeuge aus Mladá Boleslav: Am 29. Juni 1901 beendete Werksfahrer Narcis Podsední?ek im Sattel eines L&K-Motorrads das anspruchsvollste Rennen dieser Zeit – die 1.196 Kilometer lange Wettfahrt von Paris nach Berlin.

Im Rallye-Sport hingegen konnte Skoda vor allem in Monte Carlo oft aufzeigen. Vor rund 85 Jahren etwa, am 2. Februar 1936, errangen Zden?k Pohl /JaroslavHausman im Cockpit des Roadster-Modells Skoda Popular Sport den zweiten Platz in der Klasse bis 1500 cm3. Auch in den folgenden Jahrzehnten errang Skoda so manch motorsportlichen Meilenstein. Zwei davon feiern im Jahr 2021 rundes Jubiläum: Vor 60 Jahren gewann das finnische Duo Esko Keinänen/Rainer Eklund mit dem Skoda Octavia TS bei der „Monte“ die Klasse bis 1300 cm3. Ein Erfolg, den die Fahrzeuge von ŠKODA in den Jahren 1962 und 1963 bestätigen konnten. Eine Serie von vier Klassensiegen in Folge begann wiederum vor 30 Jahren, als Pavel Sibera/Petr Gross 1991 mit dem Fließheckmodell Skoda Favorit 136 L erstmals die Wertung für Fahrzeuge bis 2,0 Liter Hubraum und einer angetriebenen Achse bei der Rallye Monte Carlo gewannen. Diesen Triumph konnten sie von 1992 bis 1994 wiederholen.

Wahrlich unvergessen ist aber der 130 RS. Er galt in den 1970er- und 80er-Jahren als „Porsche des Osten“ und gab 1975 sein Rallye-Debüt. Das zirka vier Meter lange Coupé wog nur 720 kg. Dach, Haube und Tür-Außenhäute bestanden aus Leichtmetall, während die Kotflügel und die Motorhaube aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt waren. Ein Käfig aus Stahlrohren schützte den Fahrer und Beifahrer. Im Heck des ŠKODA 130 RS arbeitete ein wassergekühlter Vierzylinder mit 1,3 Liter Hubraum mit OHV-Ventilantrieb; rund 140 PS (103 kW) Leistung genügten je nach Übersetzung für bis zu 220 km/h Höchstgeschwindigkeit. Zu den technischen Finessen zählten die Weber-Doppelvergaser und die Trockensumpfschmierung. Das Kurbelgehäuse war aus Aluminium gegossen.

Der Sensations-Coup am Col de Turini gelang im Januar 1977: Skoda gewann mit dem 130 RS des Teams Václav Blahna/Lubislav Hlávka die Rallye Monte Carlo in der Klasse bis 1300 cm3. Milan Zapadlo/Ji?í Motal wurden mit demselben Fahrzeug Zweite.

Auch auf der Rundstrecke war aber durchaus mit dem 130 RS zu rechnen: 1981 gewann Skoda mit ihm den Markentitel der Tourenwagen-Europameisterschaft.

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